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Lotus sicher: Kein zweites Gerichtsverfahren mit HMRC

Am Montag musste Lotus in London vor Gericht erscheinen, den für kommende Woche angesetzten Folgetermin glaubt man dank Renault umgehen zu können

(Motorsport-Total.com) - Am Montag dieser Woche musste das Lotus-Team vor Gericht aussagen, weil man der routinemäßigen Zahlung der Einkommenssteuer und der staatlichen Versicherung an die britische Finanzbehörde H.M. Revenue & Customs (HMRC) in einem Monat nicht nachgekommen ist. Derzeit steht für Freitag, den 18. September, ein weiterer Gerichtstermin an, doch bei Lotus ist man zuversichtlich, um diesen herumzukommen.

Lotus-Logo

Wie lange wird der Lotus-Schriftzug in der Formel 1 noch zu sehen sein? Zoom

Knackpunkt in diesem Zusammenhang ist die im Raum stehende Übernahme des Teams durch Renault. Dem Vernehmen nach besteht die letzte Hürde für den französischen Automobilhersteller darin, zusätzliche Gelder von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone einzustreichen. Man will sich den Status als ehemaliger Konstrukteur vergüten lassen. Seit 1977 war Renault, mit Ausnahme von fünf Saisons, alljährlich in der Formel 1 vertreten. Aus diesem Grund haben es die Franzosen auf eine Sonderprämie à la Ferrari, McLaren, Mercedes, Red Bull und Williams abgesehen.

Nachdem sich die Lotus-Hauptaktionäre in der vergangenen Woche aus den Gesprächen mit Renault ausgeklinkt haben (es ging um knapp 90 Millionen Euro für einen 65-Prozent-Anteil), steht nun die Frage im Raum, ob sich Ecclestone und Renault-Geschäftsführer Carlos Ghosn bezüglich der Bonuszahlungen einigen können, sodass die geplante Übernahme des Lotus-Teams vollzogen werden kann.

"Niemand will das Team in den Ruin führen"

Für den Fall, dass Renault in Kürze tatsächlich wieder das Kommando in Enstone übernimmt, könnten die Lotus-Gläubiger inklusive HMRC ausgezahlt werden. Damit wäre der zweite Gerichtstermin hinfällig. "Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass dieser Sache noch vor einem weiteren Besuch vor Gericht nachgegangen wird", sagt Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter mit Blick auf den von HMRC angesetzten Folgetermin.

Renault-Logo

Bei Renault ist man an einer Übernahme des Teams aus Enstone interessiert Zoom

"Niemand will das Team in den Ruin führen. Es geht einzig und allein darum, dass die Bezahlung der Mitarbeiter sichergestellt ist und dass das ganze Thema korrekt angegangen wird. Fakt ist, dass wir, und damit meine ich das Team, unsere Aktionäre und Renault, auf einer Wellenlänge liegen. Unser aller Ziel ist das gleiche. Wir müssen jetzt nur sicherstellen, dass wir es richtig anpacken", so Carter.

"Sobald wir das durchgestanden haben, und ich bin absolut sicher, dass wir ihn tun werden, wird sich alles gelohnt haben. Auf die eine oder andere Weise werden wir das Ganze überstehen", ist der Lotus-Geschäftsführer überzeugt und betont noch einmal, dass es auch Alternativpläne zu einer Übernahme durch Renault gibt. Welche das sind, lässt er offen, offenbart allerdings, dass "sowohl Renault als auch Mercedes Unterstützung leisten". Mercedes ist in der laufenden Saison der Antriebslieferant für Lotus, nachdem das Team bis 2014 mit Renault zusammengespannt hatte.

"Was ich sagen kann, ist, dass alle eine Rückkehr von Renault begrüßen", so Carter vielsagend. Abschließend hält der Lotus-Geschäftsführer noch fest, dass der Sachverhalt mit Charles Pic (der für eine verspätete Abreise vom Belgien-Grand-Prix sorgte) inzwischen gelöst sei und nicht mehr hochkommen werde.

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