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Einstieg noch nicht fix: Renault appelliert an die Formel 1

Renault-Sportchef Cyril Abiteboul dementiert einen perfekten Einstieg, denn dafür gebe es noch ein paar Dinge zu klären - auch mit der Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Dass Renault gerne Lotus übernehmen und wieder als eigenes Werksteam in der Formel 1 an den Start gehen möchte, ist ein offenes Geheimnis. In den vergangenen Tagen haben sich die Medienberichte zu dem Thema überschlagen. Eine Einigung sei erzielt, eine Bekanntgabe stehe kurz bevor, hieß es in dieser Woche. Eigentlich sei für einen Wiedereinstieg in Enstone alles bereitet, war zu lesen.

Renault

Für den Einstieg von Renault gibt es noch ein paar Hindernisse zu überwinden Zoom

Doch Renaults Sportchef Cyril Abiteboul drückt auf die Euphoriebremse: "Leider sind die Meldungen da draußen viel weiter als die Realität. Ich muss ständig auf die Nachrichten aufholen", erklärt er gegenüber 'motorsport.com', dass die Wasserstandsmeldungen viel höher seien, als der Pegel derzeit anzeigt. Dass man nach Alternativen schaue, dass man sich langfristig an die Formel 1 binden möchte und dass man nicht mehr nur Motorenhersteller sein möchte, stimme alles, bestätigt er. Aber: "Der Rest ist ehrlich gesagt derzeit reine Spekulation."

Aktuell evaluiert Renault noch die Möglichkeiten eines Werks-Comebacks. Lotus soll zwar der erklärte Favorit für eine Übernahme sein, doch zuletzt hatten sich auch andere Optionen eröffnet. So hatten die Franzosen beispielsweise auch bei Force India bezüglich dieses Themas vorgefühlt. Derzeit befinde man sich immer noch in Gesprächen nach allen möglichen Seiten, für eine endgültige Entscheidung müssten sich aber noch einige Puzzleteile zusammensetzen.

"Wir reden hier von einem Langzeitprojekt, von daher müssen wir sichergehen, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen", sagt Abiteboul und bleibt vorsichtig. "Es gibt immer noch einige Komponenten, die nicht mit unseren Vorstellungen übereinstimmen." Das liegt dem Anschein nach aber nicht nur an Lotus, sondern hängt beispielsweise auch mit der politischen Struktur der Formel 1 zusammen.

Bernie Ecclestone, Christian Horner, Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul hat mit Bernie Ecclestone noch etwas zu klären Zoom

Ein Punkt hierbei ist die Geldverteilung. Lotus gehört nicht gerade zu den begünstigten Teams in der Formel 1 und hat beispielsweise auch in der Strategiegruppe kein Stimmrecht, was einem Hersteller wie Renault sicherlich nicht gefallen dürfte. "Wenn wir heute nicht das Notwendige tun, um im richtigen Teil des Grids zu sein, dann haben wir absolut keine Chance zu zeigen, was wir zeigen wollen - und das ist ein Topteam zu sein. Wir wollen nicht einfach nur teilnehmen", sagt der Sportchef.

Damit Renault wieder ein richtiger Teil der Formel-1-Gemeinde wird, dafür nimmt Abiteboul eben auch die Formel 1 in die Pflicht. "Wir haben von unserer Seite aus alles getan, was wir zum Weiterkommen tun mussten. Jetzt liegt es an diversen anderen Parteien zu helfen, wenn sie an dieses Projekt glauben", so der Franzose, der seine Worte direkt an die Verantwortlichen richtet: "Wir glauben an den Wert der Formel 1, aber die Formel 1 muss auch an Renault glauben."

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