powered by Motorsport.com

Formel-1-Newsticker

Formel-1-Liveticker: Horner sollte "im Sinne des Teams zurücktreten"

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Schumacher rät Horner zum Rücktritt +++ Ist der Red-Bull-Teamchef noch haltbar? +++ Alpine gibt neue Struktur bekannt +++

07:38 Uhr

Ralf Schumacher rät Horner zum Rücktritt

Natürlich kommen wir auch am heutigen Tag nicht an der "Horner-Affäre" vorbei. In diesem Zusammenhang hat Experte Ralf Schumacher dem (Noch-)Red-Bull-Teamchef in einem Gespräch mit Sky nun zum Rücktritt geraten.

Es sei "sehr schade", wie sich die Situation bei Red Bull entwickelt habe, sagt er dort und erklärt, er könne sich vorstellen, dass mehrere andere Personen das Team verlassen werden, wenn Horner weiter an seinem Job festhalten sollte.

Das gelte für "Harmoniemensch" Adrian Newey, aber auch für Weltmeister Max Verstappen. Schumacher verrät: "Wir haben gestern ein Interview mit Toto Wolff geführt. Der hat [über Verstappen] explizit gesagt: 'Alles ist möglich.'"

Das bedeute für ihn, dass Verstappen "schon in Verhandlungen" mit Mercedes sei, weshalb der ehemalige Formel-1-Pilot erklärt: "Christian Horner ist jetzt hier gefordert, wirklich Konsequenzen zu ziehen."

"Ich glaube, wenn man jetzt schon sieht, wie die Stimmung gegen ihn ist, dass er da nicht haltbar ist und dass er im Sinne des Teams jetzt einfach zurücktreten sollte", so Schumacher, der betont, dass Horner "im Sinne aller" handeln solle.

"Ich glaube, da muss auch die thailändische Seite [bei Red Bull] erkennen: Es hat keinen Sinn, an Christian Horner in der Form festzuhalten", so Schumacher.

15:10 Uhr

Feierabend!

Damit sind wir auch am Ende unseres heutigen Montagstickers angekommen. Morgen übernimmt hier mein Kollege Norman Fischer mit einer neuen Ausgabe, und wir lesen uns dann am Mittwoch zum Medientag in Saudi-Arabien wieder.

Habt noch einen schönen Rest-Montag, kommt gut in die neue Rennwoche und bis dann!


15:05 Uhr

Wolff: FIA ist jetzt in der Pflicht

Damit gegen Ende unseres Tickertages noch einmal zurück zur Horner-Affäre. Toto Wolff hat dazu am Wochenende Folgendes gesagt: "Ich denke, dass der Umgang mit dieser Situation für die Formel 1 sehr kritisch ist."

"Es liegt nicht in den Händen der Konkurrenten, etwas zu unternehmen, und wir sollten uns [eher] fragen, was wir tun können, um all diese Themen zu optimieren: Gleichstellung und Vielfalt", betont Wolff.

Zur Horner-Affäre wolle er sich kein Urteil erlauben, denn: "Der Richter über eine andere Person oder ein anderes Team ist der Verband. Sie haben es in der Hand. Und das ist wahrscheinlich der Punkt, den wir uns ansehen müssen."


14:48 Uhr

Ist das Red Bulls einzige Schwäche?

Damit noch einmal zurück zur Überlegenheit des Red Bull RB20. Die war in Bahrain ohne Frage vorhanden - allerdings "nur" im Rennen. Denn im Qualifying fuhr Max Verstappen zwar auf Pole, die schnellste Runde lieferte da aber eigentlich Charles Leclerc ab.

Der Niederländer gesteht daher: "Ich denke, dass das Auto, aus welchen Gründen auch immer, nicht so gut auf eine Runde ist. Aber zum Glück ist es auf den meisten Strecken sehr gut im Rennen."

Zwar lege man natürlich auch beim Set-up mehr Wert aufs Rennen, "aber es scheint so, als ob andere Teams vielleicht ein bisschen mehr über eine Runde herausholen können als wir, warum auch immer", grübelt der Weltmeister.

Diesen Trend haben wir ja auch 2023 schon gesehen. Vielleicht erleben wir 2024 also zumindest ein paar spannende Samstage ...


14:29 Uhr

Was aus den Auftaktsiegern wurde

In unserer neuen Fotostrecke blicken wir auf die Auftaktsieger der vergangenen zehn Jahre zurück. Was uns dabei auffällt: Nicht einmal in der Hälfte der Fälle wurde der entsprechende Fahrer am Ende der Saison auch Weltmeister!


Fotostrecke: Seit 2014: Was aus den Formel-1-Auftaktsiegern wurde


14:16 Uhr

Alpine gibt neue Struktur bekannt

Wir haben hier im Ticker am Wochenende bereits über die Kündigungen von Matt Harman und Dirk de Beer bei Alpine berichtet. Nun haben die Franzosen diese auch ganz offiziell bestätigt.

Zudem wird es eine neue Struktur in Enstone geben, bei der sich Joe Burnell (Technik), David Wheater (Aerodynamik) und Ciaron Pilbeam (Performance) die Rolle des Technischen Direktors teilen werden.

Alle drei werden an Teamchef Bruno Famin berichten, der erklärt: "Wir haben uns zu diesen organisatorischen Veränderungen entschlossen, weil wir deutlich sehen, dass wir in Bezug auf das Leistungsniveau nicht dort sind, wo wir sein wollen und müssen."

Schauen wir mal, ob diese Umstellung am Ende den gewünschten Erfolg bringt.


14:03 Uhr

Sainz: Ferrari noch nicht gut genug für Siege

Der Spanier macht sich nach P3 beim Auftakt keine Illusionen. Er hoffe zwar, dass Ferrari Red Bull irgendwann im Laufe des Jahres noch gefährlich werden könne. Aktuell werde man das im Normalfall aber noch nicht schaffen.

"Ich denke, wir sind im Moment ein bisschen zu weit weg, um wirklich um Rennsiege kämpfen zu können, wenn sie alles zusammenbringen und alles perfekt machen", gesteht Sainz.

Was ihn jedoch zuversichtlich stimmt: "Die Basis, die wir dieses Jahr am Auto haben, [...] fühlt sich viel normaler an und fährt sich viel normaler als vergangenes Jahr." Jetzt gehe es einfach nur darum, mehr Abtrieb zu finden.

Wenn das gelinge, "dann denke ich, dass wir anfangen werden, näher an sie heranzukommen", hofft Sainz.


13:41 Uhr

Drei Sieger in drei Rennen

Wir blicken schon einmal etwas auf das nächste Rennen in Dschidda voraus und stellen dabei fast, dass es bislang noch kein Fahrer geschafft hat, das Rennen in Saudi-Arabien mehr als einmal zu gewinnen.

Bei der Premiere 2021 hatte Lewis Hamilton die Nase vorne, 2022 gewann dann Max Verstappen und im Vorjahr Sergio Perez. Immerhin bei den Teams haben wir mit Red Bull also schon einen zweimaligen Dschidda-Sieger.

Sehen wir 2024 bei den Fahrern den vierten Sieger in der vierten Auflage des Rennens? Mehr Statistiken findet ihr auf jeden Fall in unserer großen Datenbank!


13:28 Uhr

Russell: Bisher noch alles wie immer

Laut George Russell macht sich der bevorstehende Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari bei Mercedes aktuell noch nicht bemerkbar. "Lewis ist immer noch motiviert und wir arbeiten als Team sehr gut zusammen", stellt sein Teamkollege klar.

Er berichtet: "Wir waren im Laufe des Wochenendes [vor Bahrain] in der Fabrik, sowohl im Simulator am Samstag als auch am Montag bei einer großen Teambesprechung mit allen wichtigen Designern und Ingenieuren."

"Es fühlt sich nicht so an, als hätte sich etwas geändert", betont Russell. Das wird aber sicher nicht ewig so bleiben.


13:06 Uhr

Vowles: Zum Glück haben die anderen auch nicht gepunktet

Wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen, dass es für die kleineren Teams 2024 schwer werden könnte, in die Punkte zu fahren. Und bei Williams ist man darüber erleichtert, dass das in Bahrain in der Tat keiner schaffte.

Teamchef James Vowles urteilt nach der eigenen Nullnummer beim Auftakt: "Das Glück liegt nur darin - und ich sollte nicht so denken -, dass unsere direkten Konkurrenten auch nicht gepunktet haben."

Williams selbst habe eigentlich "ein viel schnelleres Auto" gehabt, das wegen diverser Probleme aber nicht zeigen können. "Es gab viele Dinge, die einfach nicht richtig waren", so Vowles.

Mal schauen, ob das in Saudi-Arabien anders ist. Sonst muss man wieder darauf hoffen, dass auch die anderen Teams im Mittelfeld keine Punkte holen ...


12:17 Uhr

Heute vor 23 Jahren ...

... fand in Melbourne der Formel-1-Auftakt 2001 statt. Warum das rückblickend so ein besonderes Rennen war? Weil damals mit mit Kimi Räikkönen, Fernando Alonso und Juan Pablo Montoya gleich drei spätere Rennsieger ihr Debüt feierten. Und zwei Fahrer wurden später ja sogar Weltmeister!

Mehr zu ihrem Debüt in unserer Fotostrecke:


Fotostrecke: Melbourne 2001: Die Rookie-Sternstunde


11:59 Uhr

Verstappen: RB20 kaum anders, aber besser

Der Weltmeister hat nach dem Saisonauftakt ein erstes Fazit zu seinem neuen Arbeitsgerät gezogen und verraten: "Das Gefühl im Auto ist ziemlich ähnlich [wie 2023], nur ein bisschen besser." Genau das sei auch das Ziel gewesen.

"Das letztjährige Auto war schon sehr gut", erinnert Verstappen, und trotzdem habe man es noch einmal geschafft, den Boliden etwas zu verbessern. "Als ich [das erste Mal] einstieg, fühlte es sich nicht wie ein völlig anderes Auto an", berichtet er.

"Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht", lobt er sein Team. Trotzdem wird es natürlich schwer werden, die vergangene Saison noch einmal zu übertreffen, als Red Bull 21 der 22 Saisonrennen gewann ...


11:40 Uhr

Die eintönigsten Formel-1-Saisons

Übrigens: Immerhin an der Spitze war die Formel-1-Saison 2023 gar nicht so eintönig - zumindest nicht hinter Max Verstappen. Denn im vergangenen Jahr standen im Laufe der Saison immerhin elf verschiedene Fahrer auf dem Podium.

Unsere Fotostrecke zeigt, dass es da schon deutlich langweiligere Jahre gab:


Fotostrecke: Top 15: Die eintönigsten Formel-1-Saisons


11:30 Uhr

Bleibt für die kleinen Teams nichts übrig?

Helmut Marko glaubt, dass es die kleineren Teams 2024 schwer haben werden, überhaupt in die Punkte zu kommen. Auf die Leistung der Racing Bulls in Bahrain angesprochen erklärt er: "Im Qualifying waren sie Elfter und 14. und das war ein guter Schritt nach vorn."

"Im Rennen hatten wir gehofft, dass sie einige Punkte holen würden, aber wenn die ersten fünf Teams keine Probleme haben, ist es in diesem Jahr für alle anderen Teams wirklich schwierig, Punkte zu holen", glaubt Marko.

"Es war eine solide Leistung, aber in diesem Jahr ist es wirklich schwierig, in die Punkte zu kommen. Um das zu erreichen, müssen sie sich noch deutlich verbessern", sagt der Österreicher über Red Bulls B-Team.

In der Tat gingen in Bahrain die ersten zehn Plätze ausnahmslos an die fünf Topteams.


11:12 Uhr

Rein und raus

Der Türkei-GP, darüber haben wir gerade ja gesprochen, ist bereits zweimal im Formel-1-Kalender gelandet - aber eben auch schon zweimal wieder rausgeflogen. Alle Kalender-Veränderungen der vergangenen Jahre könnt ihr hier nachlesen:


Fotostrecke: Die Veränderungen im Formel-1-Kalender der vergangenen Jahre


11:00 Uhr

Türkei-Grand-Prix vor Comeback?

Es ist nicht so, dass es der Formel 1 aktuell an Interessenten für einen Grand Prix mangelt! Nun hat auch die Türkei ihren Hut wieder einmal in den Ring geworfen.

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hat sich am Sonntag mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan getroffen, um über das Thema zu sprechen.

Der FIA-Präsident berichtet: "Es war mir eine Freude, mit Präsident Erdogan zusammenzutreffen. Unsere Gespräche drehten sich um eine Reihe von Themen."

"Wir haben die Möglichkeit einer Rückkehr der Formel 1 und der WRC [Rallye-Weltmeisterschaft] in die Türkei erörtert", bestätigt er.

Bei einer Rückkehr würde erneut auf dem Istanbul Park Circuit gefahren werden, wo die Formel 1 bereits von 2005 bis 2011 und 2020 und 2021 an den Start ging.


09:31 Uhr

Was bringt die neue DRS-Regel?

In diesem Jahr gibt es eine spannende Regeländerung in der Formel 1: Das DRS darf 2024 nach dem Rennstart bereits ab der zweiten Rennrunde aktiviert werden. Bislang war das erst ab Runde drei der Fall.

Max Verstappen erklärt: "Man will pushen, aber gleichzeitig seine Reifen schonen. Also muss man eine Entscheidung treffen." Denn fährt man in der ersten Runde nicht gleich mehr als eine Sekunde weg, hat der Hintermann anschließend direkt DRS.

"Sicherlich wird es auf einigen Strecken ziemlich knifflig werden, weil das DRS sehr mächtig sein kann. Es könnte also zu einigen interessanten Kämpfen oder Situationen führen", prophezeit der Weltmeister.

In Bahrain sei Leclerc nach dem Start hinter ihm zum Beispiel "mindestens einmal" im DRS-Fenster gewesen. Spielte für ihn letztendlich aber keine Rolle, er gewann den Auftakt trotzdem überlegen.

Auf anderen Strecken könnte es aber anders aussehen.