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Vijay Mallya fordert: "FIA und FOM sollten die Regeln machen"

Force-India-Teamchef Vijay Mallya kritisiert die Strategiegruppe, vergleicht die Formel 1 mit anderen Sportarten und nimmt Jean Todt und Bernie Ecclestone in die Pflicht

(Motorsport-Total.com) - Das vergangene Treffen der Strategiegruppe war mit Spannung erwartet worden. Abgesehen von der Entscheidung, dass dieses Jahr kein fünfter Motor erlaubt ist, ohne eine Strafe zu erhalten, und dem Plan, die Tankstopps wieder einzuführen, gab es aber kaum nennenswerte Ergebnisse. Laut Force-India-Teamchef Vijay Mallya, dessen Team dieses Jahr sogar Teil des Gremiums ist, ist dies kein Wunder, da die Strategiegruppe der Grund allen Übels sei.

Vijay Mallya © xpbimages.com
Vijay Mallya gehen die Entwicklungen in der Formel 1 gegen den Strich

"Die Formel 1 ist zu demokratisch", wettert der Inder gegenüber 'Formula1.com'. "Es gibt Teams in der Strategiegruppe, die extrem unflexibel sind. Sie wollen nur ihre eigene Position schützen. Wir müssen also mit den Entscheidungen der Strategiegruppe leben, was bedeutet, dass wir mit den Entscheidungen der großen Teams leben müssen. Wir haben unsere Ansichten und die äußern wir auch, aber wir werden von den großen vier einfach überrollt. Und so entsteht das Reglement."

Zur Erinnerung: Das Gremium, das aus sechs Teamvertretern (die drei CCB-Teams Red Bull, Ferrari und McLaren, Mercedes, Williams sowie der Nächstgereihte in der Konstrukteurs-WM des Vorjahres, Force India), sechs FIA- und sechs FOM-Stimmberechtigten besteht, arbeitet zukünftige Reglements aus und stimmt darüber ab. Die Entwürfe müssen dann noch von der Formel-1-Kommission und schließlich vom FIA-Weltrat abgesegnet werden.

Mallya kritisiert, dass im Grunde die Teams heute die Regeln machen und keine übergeordnete Instanz wie die FIA. "Es handelt sich um eine der wenigen Sportarten, in der die Teams so viel zu sagen haben", sagt Mallya. "In allen anderen Sportarten gibt es einen Promoter - in dem Fall FOM - und einen Regulator - also FIA. Sie tauschen sich über die Regeln aus und teilen sie dann den Teilnehmern mit. Damit muss man sich dann abfinden und das Beste aus der Meisterschaft machen."

Doch wie stellt sich Mallya selbst die Zukunft der Formel 1 vor? "Erstens sollte man sich auf die Unterhaltung und das Wachstum des Sports konzentrieren. Man will ja mehr Fans, mehr Zuschauer und mehr TV-Publikum. Dadurch würde man auch mehr einnehmen", fordert er. "Zweitens sollte man es für die Teams nachhaltiger machen, damit große und kleine Teams ohne Probleme überleben und am Wettbewerb teilnehmen können."

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