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Toro Rosso weiter auf der Suche nach der Konstanz

In Baku fehlte es dem STR11 einmal mehr an Haltbarkeit - Carlos Sainz und Daniil Kwjat setzen auf die kommenden Strecken und fahren auch um ihre Zukunft

(Motorsport-Total.com) - Nutze die Chancen, wenn sie sich bieten. Diese allgemeingültige Weisheit gilt in der Formel 1 für die kleinen Teams vielleicht noch etwas mehr als für die Branchenriesen. Für Rennställe wie Manor, Sauber oder Toro Rosso zählt im Kampf um die Verteilung der begehrten Gelder jeder noch so winzige Punkt. Für ihre Fahrer geht es darum, sich mit konstant guten Leistungen ins Schaufenster zu stellen und sich für die Topteams zu empfehlen. Einer, der in der Formel-1-Saison 2016 zeigt, wie man nahezu jede Chance nutzt, ist Force-India-Überraschung Sergio Perez.

Carlos Sainz

Carlos Sainz sah ebenso wie sein Teamkollege in Baku zuletzt nicht das Ziel Zoom

Einer verpassten Möglichkeit dürften dagegen die Toro-Rosso-Piloten Carlos Sainz und Daniil Kwjat nachtrauern. Obwohl sie sich für den Hochgeschwindigkeits-Stadtkurs in Baku im Vorfeld nur wenige Hoffnungen machen, schmerzt der Ausfall beider Fahrzeuge nun im wahrsten Sinne des Wortes doppelt. Sowohl für den von Platz sechs gestarteten Kwjat als auch für Sainz hätten nämlich tatsächlich Punkte drin sein können - ehe ihnen ein mysteriöser Defekt an der hinteren Radaufhängung in die Quere kam.

Tatsächlich ist die fehlende Konstanz weiterhin das große Manko beim Rennstall aus Faenza. Aerodynamisch ist der STR11 einer der besseren Renner im Feld. Für den Grand Prix von Europa wurden unter anderem die Flaps des Frontflügels beschnitten, um den Luftwiderstand zu senken. Das Resultat: Trotz des unterlegenen Vorjahres-Ferrari-Antriebs erzielte Sainz im Rennen mit einem Topspeed von 358,6 Kilometer pro Stunde die viertschnellste Geschwindigkeit aller Piloten. Doch immer wieder verhindern technische Defekte, dass sich das Team für seine harte Arbeit belohnt und regelmäßig in die Punkte fährt.

Sainz und Kwjat: Ab Spielberg regelmäßig in die Punkte?

"Wir müssen einfach so weiterarbeiten, wie wir das bis zum Rennsonntag getan haben. Bis vor dem Rennen sah alles klasse aus. Wir bleiben optimistisch, denn das Handling des Autos an diesem Wochenende war großartig. Die Zukunft sieht vielversprechend aus und hoffentlich kommen bald Rennen, die wir genießen werden", übt sich Kwjat in Durchhalteparolen. Während er nach den technische Schwierigkeiten in Monaco noch gegen sein Team lederte, macht er der Toro-Rosso-Truppe nun Mut.

Unterstützung bekommt er von seinem spanischen Teamkollegen, der sich in Baku bis zu seinem Ausfall ebenfalls zufrieden mit der Pace des Autos zeigte. Nun müsse man endlich Konstanz und Zuverlässigkeit beweisen - denn die Strecken, die Toro Rosso liegen könnten, kommen erst noch: "Ungarn, Silverstone, sogar Österreich sollten für uns passen", hofft der Spanier. "Wir wollen dort gute Leistungen zeigen und Resultate einfahren." Bis zum Baku-Grand-Prix gelang ihm das schon ganz ordentlich: Aus Barcelona, Monaco und Montreal nahm Sainz insgesamt 14 Zähler mit. Kwjat dagegen brachte es in seinen vier Rennen für Toro Rosso gerade mal auf einen Punkt.


Fotostrecke: Formel-1-Technik: Updates in Baku

Während sich der Russe nach seinem Red-Bull-Rauswurf erst wieder aus dem Karriereloch, in dem er sich gerade befindet, ausbuddeln muss, will der junge Spanier baldmöglichst den Gipfel erklimmen. Ungeduldig pocht er auf seine Chance bei einem Spitzenteam und will sich in der beginnenden "Silly Season" in der Formel 1 mit Top-Leistungen positionieren. "Ich weiß nicht, ob ich gute Ergebnisse brauche, um im Scheinwerferlicht zu bleiben. Aber klar, jeder versucht das natürlich", gibt er freimütig zu. "Wir haben jedenfalls eine gute Pace und pushen weiter hart für die kommenden Rennen."

Sainz ist entschlossen, jede sich bietende Möglichkeit beim Schopf zu packen. Selbst wenn der Weg zu Red Bull derzeit versperrt ist und Ferrari doch nicht anklopft, will er den nächsten Karriereschritt machen. Zur Not eben mit Toro Rosso, wie sich immer mehr abzeichnet. "Ja, das ist auch ein guter Platz. Und mit dem Renault-Antrieb in der kommenden Saison gleichen wir uns immer mehr an Red Bull an." Vielleicht muss er dann ja gar nicht im A-Team sitzen, um endlich auch aufs Treppchen fahren zu können...

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