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  • 01.06.2016 · 09:00

  • von Dominik Sharaf

Crashpilot Pastor Maldonado will zurück: "Will zweite Chance"

Der Venezolaner behauptet, mit mehreren Formel-1-Teams zu verhandeln und wünscht sich ein Auto, mit dem er sein Potenzial zeigen kann

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Pilot Pastor Maldonado behauptet, mit mehreren Formel-1-Teams über eine Rückkehr in die Königsklasse zu verhandeln. Im Gespräch mit 'Autosport' erklärt der von Renault abservierte Venezolaner, der von Nicolas Todt gemanagt wird: "Wir haben mit den Gesprächen begonnen und versuchen, für das kommende Jahr etwas auszuhandeln." Trumpfkarte Maldonados ist erneut seine Mitgift des staatlichen Ölkonzerns PDVSA, die aber nicht mehr so selbstverständlich ist wie zuvor.

Pastor Maldonado

Will nach einem Jahr Pause zurück in die Formel 1: Pastor Maldonado Zoom

Die rund 35 Millionen Euro, die er jedes Jahr mitgebracht haben soll, dürfen vor dem Hintergrund der politischen Situation in seinem Heimatland und dem Scheitern des Deals bei Renault infrage gestellt werden. Deshalb wirbt Maldonado mit anderen Argumenten in eigener Sache. "Ich bin kein Neuling, muss nicht bei Null anfangen", betont er und stellt sich trotz vieler Crashes als sichere Bank dar: "Nach fünf Jahren Formel 1 habe ich das Gefühl, dass ich richtig gut zurechtkäme."

Die Möglichkeiten für Maldonado sind rar. Zwar sind mit Sauber und Manor zwei Teams dringend auf finanzielle Unterstützung eines oder mehrerer Fahrer angewiesen, im restlichen Feld fehlen jedoch die Optionen, zumal die Wege zu Renault und Williams für ihn verbaut sind. Sollte nicht beispielsweise Force India einen Piloten an eine andere Mannschaft verlieren, wird es eng.


Fotostrecke: Die Formel-1-Crashes des Pastor Maldonado

Maldonado gibt sich dennoch zielstrebig und bestimmt: "Ich will eine zweite Chance, weil ich das Gefühl habe, dass es noch viel zu tun gibt. Mein Plan ist es, in die Formel 1 zurückzukehren." Er habe bei Williams und bei Lotis nie das Material gehabt, um sein wahres Talent zu demonstrieren, behauptet der Südamerikaner und schielt auf einen Job bei einem der guten Teams: "Ich will ein gutes Auto. Vielleicht nicht das beste, aber eines, das es mir erlaubt, mein Potenzial zu zeigen.

Der 31-jährige Maldonado verschaffte sich zuletzt mit Testfahrten für Formel-1-Reifenausrüster Pirelli Fahrpraxis, hatte aber kein festes Engagement im Motorsport mehr. Er gewann für Williams einen Grand Prix.