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Toro Rosso: Prügelknabe Kwjat feiert Wiederauferstehung

Daniil Kwjat fährt in Baku einen siebten Startplatz ein und deklassiert damit sogar Max Verstappen - "Die Strecke veränderte sich, was heikel war", so der Russe

(Motorsport-Total.com) - Zwar verlor Russland am Mittwoch bei der Fußball-Europameisterschaft das Spiel gegen die Slowakei, beim Großen Preis von Europa kann deren Landsmann Daniil Kwjat sportlich aber wieder glänzen. Der Russe fährt bei der Qualifikation in Baku einen starken siebten Platz ein und feiert damit seine Auferstehung in der Motorsport-Königsklasse.

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat überzeugte in Baku Zoom

"Es war ein guter Tag, ich bin sehr zufrieden! Wir haben es geschafft, ein paar saubere Runden zu fahren, was hier nicht einfach ist. Die Strecke veränderte sich, was heikel war. Morgen vom siebten Platz zu starten ist ein gutes Ergebnis," freut sich Kwjat. Der 22-Jährige steht damit sogar zwei Plätze vor Max Verstappen, der ihm zuletzt bei Red Bull die Show gestohlen hatte.

Toro-Rosso-Teamkollege Carlos Sainz schaffte es in Aserbaidschan nicht in das finale Drittel und startet am Sonntag vom 13. Startplatz: "Der Tag ist für mich etwas enttäuschend, was schade ist. Wir haben neue Bremsen am Fahrzeug. Leider fühlte ich mich aber nicht so gut im Auto wie am Freitag. Das könnte einer der Gründe sein, warum ich in der Qualifikation nicht alles aus dem Auto herausholen konnte. Wenn man die Tatsache hinzuzieht, dass ich mit ziemlich viel Verkehr kämpfen musste, war es nicht möglich, in das Q3 zu fahren", rechtfertigt sich der 21-Jährige.


Fotostrecke: So spektakulär ist der neue Kurs von Baku

Dabei begann das Baku-Wochenende zunächst erfolgreich für Sainz. Während Ferrari und Red Bull in den ersten beiden Freien Trainings den Anschluss an Spitzenreiter Mercedes noch nicht so richtig finden konnten, fuhr der Spanier mit 1:46.027 Minuten sogar die sechstbeste Zeit ein. Damit war der Toro-Rosso-Pilot am Freitag auf ähnlich starkem Niveau wie sein Teamkollege in der Qualifikation unterwegs. Sainz berührte am Freitagvormittag allerdings auch die Streckenbegrenzung, nachdem sich der 21-Jährige in der 15. Kurve verbremst hatte, wie schon so viele seiner Formel-1-Kollegen vor ihm.

"Es kann hier ein verrücktes Rennen werden. Hoffentlich gelingt uns erneut ein gutes Comeback. Ich bin überzeugt, dass uns das mit einer cleveren Strategie und schnellen Boxenstopps gelingen wird. Unterm Strich müssen wir optimistisch bleiben, weil morgen sicherlich ein besserer Tag werden kann", hofft Sainz.

Am Freitag kämpfte das Red-Bull-Juniorteam noch mit der Balance. Jody Egginton, Leiter Fahrzeug-Performance bei Toro Rosso, konnte das Problem bis zur Qualifikation am Samstag aber beheben: "Wir haben über Nacht eine Reihe von Änderungen an den Autos durchgeführt, um die Balance-Probleme vom Freitag zu lösen. Wir haben uns für einen längeren ersten Stint im ersten Drittel entschieden. Durch den Verkehr und die gelben Flaggen war die Qualifikation für die Fahrer heute schwierig."

Laut Egginton haben seine Schützlinge am Samstag das Maximum aus dem Fahrzeug herausgeholt: "Die roten Flaggen im Q3 zwangen Daniil zurück in die Box, um das Fahrzeug für den Neustart vorzubereiten. Durch die ganzen Fahrzeuge auf der Strecke konnten die Reifen nicht ideal zum Arbeiten gebracht werden. Daher war keine weitere Verbesserung mehr drin. Carlos konnte sich bei seinem zweiten Lauf nicht verbessern, da er im Verkehr feststeckte", analysiert der Toro-Rosso-Verantwortliche.

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