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Red Bull sicher: Teams stellen sich auf neues Qualifying ein

Wenn das neue Qualifying-Format in Barcelona erstmals greift, könnte es auf den ersten Blick etwas verwirrend sein - Die Teams werden sich rasch darauf einstellen

(Motorsport-Total.com) - Red-Bull-Teamchef Christian Horner glaubt, dass sich die Formel-1-Teams rasch auf den neuen Qualifying-Modus einstellen. Die Qualifikation wird zwar weiter in drei Phasen ausgetragen, aber kontinuierlich scheidet der langsamste Fahrer aus, bis die Pole-Position feststeht. Dieses neue Format wurde kurzfristig beschlossen, aber auch kurzfristig wieder verschoben. Erst beim fünften Rennen in Barcelona Mitte Mai soll es zum Einsatz kommen. Als Grund gab Bernie Ecclestone an, dass die Entwicklung der Software etwas Zeit benötigt.

Daniel Ricciardo

Die Teams müssen für das neue Qualifying eine optimale Strategie entwickeln Zoom

Es kam überraschend, dass die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission ausgerechnet das Qualifying in Details verändern, denn prinzipiell gab es beim bisherigen Format im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen kaum Kritik. Deswegen wurde das neue Format auch mit geteilten Meinungen aufgenommen. Horner glaubt, dass es zu Beginn etwas verwirrend sein könnte, am Ende aber trotzdem der Schnellste vorne sein wird.

"Es ist keine so große Veränderung zum bisherigen System", bewertet Horner bei 'Autosport'. "Es legt den Schwerpunkt darauf, dass man seine ersten Runden richtig hinbekommt." Fahrer dürfen sich keine Fehler erlauben, ein Verbremser oder ein Dreher könnten das Aus bedeuten. Außerdem müssen die Teams die Strategie richtig timen, damit das Auto nicht im Verkehr aufgehalten wird. Zusätzlich muss beachtet werden, dass die Strecke im Laufe des Qualifyings schneller werden kann. Von wechselhaftem Wetter ganz abgesehen.

"Man wird wahrscheinlich die gleiche Anzahl der Reifen im Laufe des Qualifyings fahren", schätzt Horner. "Man muss das Timing richtig hinbekommen. Wenn es rote oder gelbe Flaggen gibt, kann das die Startaufstellung durchwürfeln. Es gibt also das Element des Zufalls, aber die Teams werden rasch lernen, wie sie es optimal machen." Wird die Startaufstellung mit Ausnahme von besonderen Vorkommnissen deswegen so wie immer sein?

Obwohl nicht alle mit dieser Änderung glücklich sind, unterstützen die Teams die Idee von Ecclestone. Auch viele Rennpromoter sollen sich für diese Änderung ausgesprochen haben. Aus Sicht der Rennveranstalter stellt sich die Frage, warum man nicht den Freitag etwas aufgepeppt hat, damit mehr Karten am Freitag verkauft werden. "In den Verträgen ist sicher verankert, dass es eine Dreitagesveranstaltung ist. Man wollte das Element des Zufalls stärken, um eine etwas durchmischtere Startaufstellung zu erzielen, ohne künstliche Dinge wie umgekehrte Startreihenfolgen zu haben", sagt Horner. "Wir werden sehen wie es laufen wird."