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Monaco-Spezialist Maldonado will den Unterschied machen

Wo, wenn nicht in Monaco, kann Straßenkurs-Spezialist Pastor Maldonado für die ersten Williams-Punkte 2013 sorgen - "Sind rennpacemäßig auf Force-India-Niveau"

(Motorsport-Total.com) - Einst galt Pastor Maldonado als absoluter Monaco-Spezialist. Der Venezolaner stand sowohl in der GP2 als auch in der Renault-World-Serie in jedem Jahr auf dem Podest im Fürstentum: Drei Siegen stehen zwei zweite Plätze gegenüber. Und auch in seinem Formel-1-Debütjahr mit Williams 2011 zeigte Maldonado auf dem tückischen Straßenkurs eine hervorragende Leistung, bis er kurz vor dem Ende von Lewis Hamilton unsanft aus dem Rennen genommen wurde.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado möchte endlich die ersten Punkte in der laufenden Saison einfahren Zoom

Mit dem Sieg aus Barcelona im Rücken kehrte der Williams-Pilot 2012 als einer der Mitfavoriten in den Mittelmeerstaat zurück - und zerbrach unter der Favoritenrolle: Ein Unfall im Training, eine herbeigeführte Kollision mit Sergio Perez und die damit verbundene Strafversetzung an das Ende des Feldes ließen schon alle guten Vorzeichen auf einen erfolgreichen Grand Prix ausradieren, doch es kam noch schlimmer.

Noch vor der ersten Kurve fuhr der 28-Jährige auf den HRT von Pedro de la Rosa auf und zerstörte sich seinen Frontflügel - in der engen Loews-Kurve war für ihn dann Endstation. In dieser Saison dürfte Maldonado kaum zu den Favoriten zählen. Sein Williams lahmt derzeit noch mächtig, und bisher stehen für das Traditionsteam noch keine Punkte zu Buche. Doch wo sonst, wenn nicht in Monaco, ist es für Pastor Maldonado an der Zeit, diesen Umstand zu ändern?

Pedro de la Rosa, Pastor Maldonado

Im vergangenen Jahr war das Rennen praktisch schon in Kurve eins gelaufen Zoom

"Ich war auf dieser Strecke immer sehr stark und ich hoffe, dass ich dort näher an den Top 10 sein kann", setzt sich der Venezolaner vorerst keine unrealistischen Ziele. "Das ist möglich", betont er voller Überzeugung. Schließlich sei Monaco ja immer speziell und komplett anders als die anderen Rennen. Doch ganz außer Acht lassen kann man den Boliden natürlich nicht. Sollte sich der FW35 als ähnlich unfahrbar erweisen, wie es Maldonado noch zu Beginn des Jahres proklamierte, dürfte es für den GP2-Meister von 2010 auch in Monaco schwierig werden.

"Ich hoffe ich habe ein kontrollierbares Auto, denn wenn ich mich mit dem Auto sicher fühle, dann kann ich in Monaco den Unterschied machen", so der einmalige Grand-Prix-Sieger. Rennpacemäßig sei Williams auf jeden Fall auf Force-India-Niveau, glaubt er. Lediglich die schlechte Performance in der Qualifikation würde ein besseres Abschneiden verhindern. "Wir sind im Rennen ziemlich nah an Force India dran, aber wenn man fünf Plätze weiter hinten startet, ist es schwierig, sich davon zu erholen." Besonders im engen Monte Carlo dürfte dies deutlich werden. Da braucht es schon einen Monaco-Spezialisten...