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Ralf Schumacher: Monaco ist nicht zeitgemäß

Ralf Schumacher über den Klassiker in den Straßen von Monaco: "Monte Carlo war für die Fahrer - abgesehen vom Fahren - immer eine Katastrophe"

(Motorsport-Total.com) - Insgesamt elfmal ist Ralf Schumacher beim Grand Prix von Monaco in der Formel 1 an den Start gegangen, gewonnen hat er den Klassiker an der Cote d'Azur aber nie. Nach fünf Ausfällen in den ersten fünf Versuchen sollte der dritte Platz 2002 sein bestes Ergebnis bleiben, plus eine Pole-Position im Jahr darauf - beide Male auf Williams. Aber ein Fan des Stadtkurses und des Drumherums ist der Deutsche nicht.

Ralf Schumacher

Schumacher fühlte sich am Wochenende in Monaco nie besonders wohl

"Monte Carlo war für die Fahrer, abgesehen vom Fahren, immer eine Katastrophe", findet Schumacher noch heute, wie er im gemeinsamen Interview mit 'Motorsport-Total.com' und 'Sportradio360.de' einräumt. "Und auch für mich als Fahrer, weil man kann sich nirgendwo von A nach B bewegen, es ist alles eng. Wenn die Strecke gesperrt ist, kommt man nicht einmal anständig in sein Hotel."

"Für den Fahrer ist es eine tolle Herausforderung, durch diese Schluchten zu fahren, ohne irgendwo anzuschlagen. Wenn man das Ganze auch schnell macht, dann toll. Für die Zuschauer ist es sicher super, weil so nah sieht man das nie - es ist schon ein Spektakel", gibt der heutige Teammanager von Mücke-Mercedes in der DTM zu Protokoll, fügt aber gleichzeitig an: "Ich hätte gut und gerne darauf verzichten können."

Sicherheitstechnisch sei Monaco mit den Leitplanken direkt neben der Fahrbahn und den hohen Geschwindigkeiten mitten in der Stadt ein Wahnsinn: "Monaco ist die einzige Ausnahme, wo auch die Fahrer sagen, sie machen das trotz der Sicherheitsbedenken noch mit. Aber zeitgemäß ist das nicht", findet Schumacher und erklärt, es sei "gar nicht so leicht", im Cockpit die Hemmschwelle zu überwinden und zu attackieren.

"Man hat eine gewisse Herangehensweise", schildert der 37-Jährige. "Zunächst fährt man einmal los und schlägt hoffentlich nirgendwo ein, weil man sonst die Trainingskilometer verpasst. Am Ende versucht man, sich stückchenweise heranzutasten, aber da beißt sich dann die Katze in den Schwanz. Man muss auf der einen Seite schnell fahren, darf aber nicht zu viel Risiko eingehen. Das ist dort natürlich sehr schwer."

Zeit, sich mental zu sammeln, hat man in Monaco am trainingsfreien Freitag - es ist der einzige Grand Prix der Welt, bei dem die ersten Trainings am Donnerstag stattfinden. Am Freitag habe man dann "Marketinggeschichten, weil doch wahnsinnige Gäste schon vor Ort sind, die etwas sehen wollen. Sponsoren laden einen kurzfristig ein, Interviews, Autogrammstunden, Fototermine, Medienarbeit - aber am Nachmittag hat man dann in der Regel frei", so Schumacher.

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