powered by Motorsport.com

Massa: "Magny Cours liegt unserem Auto"

Ferrari-Pilot Felipe Massa hat die Zeit nach Montréal in Sao Paulo verbracht - Jetzt erwartet er sich für Magny Cours nichts anderes als einen Sieg

(Motorsport-Total.com) - Luft holen, Durchatmen, Kraft tanken - das hat Felipe Massa in der vergangenen Woche getan. Der Ferrari-Pilot ist von Montréal aus in seine Heimatstadt Sao Paulo geflogen und hat sich einen Kurzurlaub von der Formel 1 gegönnt. Im fernen Brasilien verfolgte er zum Beispiel auch ein paar Spiele der Fußball-Europameisterschaft mit. "Bevor ich zum Flughafen bin, um nach Frankreich zu fliege, habe ich mir noch das Spiel Italien-Frankreich angeschaut", so Massa, der übrigens hofft, dass Portugal Europameister wird, aber denkt, "dass Holland auch ein großartiges Team hat."

Felipe Massa

Felipe Massa hat nach Kanada noch einen Kurzurlaub in Brasilien eingelegt

Auch sonst hat Massa die ruhigen Tage mit Familie und Freunden genossen: "Wenn ich in Sao Paulo ausgehe, werde ich überall erkannt, aber das ist nicht so schlimm, weil die Leute wirklich nett sind und mir meine Privatsphäre lassen", schilderte er. "Klar wenn ich an einem öffentlichen Platz wie ein Einkaufszentrum oder zu einem Fußballspiel gehe, kann es etwas schwierig werden. Aber in Restaurants oder so habe ich nie ein Problem. Die Leute kommen einfach nur und fragen mich nach einem Autogramm oder lassen sich mit mir fotografieren. Das ist wirklich nett."#w1#

Natürlich hat sich Massa um Kurzurlaub nicht ganz aus der Formel 1 abgemeldet. Er stand in engen Kontakt mit seinen Ingenieuren und hat sich erkundigt, wie der Test in Barcelona lief. "Wir hatten dort drei gute Tage und deshalb erwarte ich, dass wir in Magny Course in richtig starkes Auto haben", sagte der Brasilianer im Ausblick auf das kommende Wochenende.

"Es ist eine schöne Strecke, die unserem Auto von der Charakteristik her normalerweise gut liegt", erklärte Massa weiter. Allerdings dürfe man sich darauf allein nicht mehr verlassen: "In früheren Jahren haben die Leute gesagt, dass Kanada und Monaco McLaren-Strecken sind, während Frankreich und Großbritannien eher Ferrari-Strecken sind. Ich denke aber nicht, dass das in diesem Jahr so der Fall ist."

Diese Einschätzung begründet Massa mit den letzten Rennen: "In diesem Jahr stand Ferrari in Monte Carlo in der ersten Reihe, obwohl ich denke, dass wir mehr Benzin an Bord hatten als McLaren. Und unsere Rennpace in Kanada war auch sehr gut. In den anderen Rennen ging es immer sehr eng zu. Dazu kommen auch noch andere Faktoren: Wir müssen zum Beispiel auch BMW in diese Rechnung mit einbeziehen."

"Aber ich hoffe, dass wir an diesem Wochenende richtig stark sein werden", sagte er abschließend. "Ich mag Magny Cours: Im vergangenen Jahr wurde ich hier Zweiter. Ich bin von der Pole gestartet, habe dann aber im Verkehr ein bisschen Zeit verloren. 2006 wurde ich hier Dritter. Die Strecke liegt mir. Hoffentlich können wir den Doppelsieg vom vergangenen Jahr wiederholen - aber vielleicht in umgekehrter Reihenfolge!"