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Kimi Räikkönen: Einiges spricht für Ferrari-Verlängerung

Kimi Räikkönen steht auch 2015 im Schatten seines Teamkollegen, doch Ferrari scheint eine Vertragsverlängerung mit Sebastian Vettels Teamkollegen zu erwägen

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Saisonauftakt in Melbourne musste Kimi Räikkönen von seinem einstiger Förderer und von seinem Ex-Teamkollegen Kritik einstecken. Mika Häkkinen und David Coulthard waren sich einig, dass der Finne an der Seite von Teamneuling Sebastian Vettel eine bessere Figur hätte machen müssen. Stattdessen liegt er nach den ersten drei Rennen wie schon im Vorjahr gegen Fernando Alonso deutlich zurück: Vettel führt das WM-Duell derzeit in Punkten mit 55:24 an.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen: Die Chancen stehen gut, dass er auch 2016 für Ferrari fährt Zoom

Der 35-Jährige verfügt noch bis Saisonende über einen Vertrag bei der Scuderia, wie es dann weitergeht, ist ungewiss. Laut dem Reporter Leo Turrini, der als absoluter Ferrari-Insider gilt, sieht es aber trotz der mäßigen Ausbeute alles andere als schlecht für Räikkönen aus. "Wenn er so weitermacht, wird Kimi auch 2016 bei Ferrari bleiben", schreibt er in seinem Blog. Ferrari-Boss Sergio Marchionne soll nach Räikkönens toller erster Runde in China, als er die beiden Williams überholte, auf seinem Stuhl auf und abgesprungen sein.

Das Team sei an einer Vertragsverlängerung interessiert, man wolle aber noch ein paar Rennen abwarten. Was für Räikkönen spricht: Da er keine Politik betreibt, sorgt er nicht für Spannungen im Team, zudem versteht er sich hervorragend mit Teamkollege Vettel. Auch seine enorme Erfahrung kommt dem Team zugute. Ferrari könnte sich dann voll darauf konzentrieren, Mercedes einzuholen.

Auch die Aussagen von Teamchef Maurizio Arrivabene deuten darauf hin, dass Räikkönen fest im Sattel sitzt. Sein Rennen in Malaysia bezeichnete er als "fantastisch", zudem stellte er gegenüber 'Autosprint' klar, dass der Routinier bei Ferrari keineswegs in der Nummer-zwei-Rolle sei: "Wir werden ihm die notwendige Unterstützung geben, und ich möchte nichts von Teamorder hören."

Zudem habe er die Umgangsformen angepasst und "in der Gegenwart beider Fahrer und ihrer Renningenieure einige Änderungen vorgenommen, damit jeder informiert ist." Räikkönen benötige diese Nestwärme, um Topleistungen abzurufen. Klingt nicht danach, als wollte man den bislang letzten Ferrari-Champion loswerden.