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Niki Lauda kritisiert Fernando Alonso: Schuld an Ferrari-Pleite?

Mercedes-Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda spricht über McLaren-Pilot Fernando Alonso kaum Gutes - Er sei egozentrisch und habe Ferrari schlechtgemacht

(Motorsport-Total.com) - Sein letzter Sieg ist bereits fast zwei Jahre her, Spanien 2013. Es sollte auch Fernando Alonsos letzter Sieg mit der Scuderia Ferrari werden. Insgesamt konnte er elf Rennen in seiner Zeit bei den Roten (2010 bis 2014) für sich entscheiden. Dreimal wurde er Vizeweltmeister - 2010, 2012 und 2013. Für einen Titel mit Ferrari hat es dennoch nie gereicht, somit bleibt Kimi Räikkönens Fahrertitel der Saison 2007 der bisher letzte für die Scuderia.

Niki Lauda © LAT
Niki Lauda blickt vorwurfsvoll in Richtung Fernando Alonso: "Er ist egozentrisch!"

Mercedes-Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda kennt Alonso und weiß, wie der Spanier tickt. Gegenüber 'La Repubblica' kritisiert der dreimalige Weltmeister den Spanier: "Alonso ist egozentrisch, er hat einen negativen Touch." Er habe die Stimmung bei Ferrari vergiftet: "Wie kann man ein Team motivieren, wenn der Fahrer es ständig schlecht macht?"

Alonso selbst äußerte sich im Zuge des Grand Prix von China zu seiner Ferrari-Vergangenheit: "Ich war fünf Jahre lang bei Ferrari, wurde in dieser Zeit dreimal Vizeweltmeister und wollte nicht ein viertes Mal Zweiter werden." Sollte Ferrari tatsächlich am Ende des Jahres die Weltmeisterschaft gewinnen, dann würde er vielleicht anders denken, aber er sei glücklich mit seiner Entscheidung.

"Wie kann man ein Team motivieren, wenn der Fahrer es ständig schlecht macht?." Niki Lauda über Alonso

Mit der Ankunft von Sebastian Vettel und Teamchef Maurizio Arrivabene im Team hat sich auch die Atmosphäre bei Ferrari verändert. Dies gab auch Arrivabene selbst zu, er wolle ein Team "ohne Politik, ohne Lagerbildung und ohne Leute, die nichts voranbringen, zusammenzustellen. Jetzt haben wir alle den gleichen Fokus, und darauf bin ich ziemlich stolz."

Fernando Alonso, Sebastian Vettel

Der alte und der neue Ferrari-Fahrer: Fernando Alonso und Sebastian Vettel Zoom

Lauda ist angetan von Vettel, denn "Sebastian hat ein sonniges Wesen". Mit dem Sieg beim Grand Prix von Malaysia gewann er zusätzlich Sympathiepunkte. Und auch die Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen und Kumpel Kimi Räikkönen sei von Vorteil für Ferrari - der Iceman ist sehr motiviert, gibt Arrivabene zu Protokoll.

Lauda selbst, der von 1974 bis 1977 für Ferrari gefahren ist, denkt nicht an einen Teamwechsel. Er möchte Ferrari-Boss Sergio Marchionne "als Gegner, nicht als Freund haben", so der Österreicher. Mit seinem Mercedes-Team dominiert er zurzeit die Formel 1. Dabei interessiert ihn nicht "das schönste Auto, das spannendste Rennen, das beste Team. Ich will nur gewinnen, nur das interessiert mich", so Lauda gewohnt pragmatisch.

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