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Formel 1 für viele Länder zu teuer: Chance für IndyCar-Serie?

Nicht nur der Große Preis von Deutschland 2015 ist den horrenden Kosten der Formel 1 zum Opfer gefallen - Bietet sich dadurch eine Chance für die IndyCar-Serie?

(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Rennkalender wird in der Saison 2015 lediglich 19 Grands Prix umfassen. Ursprünglich waren 21 Rennen geplant gewesen, doch nachdem zunächst Südkorea aus dem vorläufigen Kalender flog, musste nun auch Deutschland absagen - Die Königsklasse ist schlicht und ergreifend zu teuer geworden. IndyCar-Boss Mark Miles sieht darin nun eine Chance, seine eigene Rennserie mehr in den Mittelpunkt des Interesses zu bringen.

Fans

Die Tribünen in Hockenheim werden in diesem Jahr leer bleiben Zoom

"Wir glauben, dass es einen nicht geringen Appetit nach IndyCar-Rennen auf der ganzen Welt gibt", erklärt Miles, der eine Expansion der Serie über Nordamerika hinaus plant, gegenüber 'Autosport'. Er spekuliert darauf, dass die Promoter Interesse an den IndyCars finden könnten, da die Gebühren zur Ausrichtung eines Rennens deutlich geringer sind als in der Königsklasse.

"Ich denke, dass es ein großartiges Wertangebot ist, wenn man sich anschaut, wo wir unterkommen könnten und was wir im Gegensatz zur Formel 1 bieten können, wenn man Preis und Wert gegenüberstellt", sagt Miles und ergänzt: "Wir müssen nicht solche Gebühren erheben, wie sie Promoter und Staat in diesen Ländern an die Formel 1 zahlen müssen."

Start IndyCar-Rennen St. Petersburg 2014

Jagen die IndyCars möglicherweise bald auch über europäische Strecken? Zoom

"Ich denke, dass wir ein Produkt anbieten, das zwar als typisch amerikanisch angesehen wird, aber außergewöhnlich aufregendes Racing bietet. Ich denke daher, dass das eine große Möglichkeit für uns ist", so der IndyCar-Boss. Vor allem in Europa sind die hohen Formel-1-Gebühren für viele Länder einfach nicht mehr zu stemmen. Das beweist auch ein Blick auf den Rennkalender vor zehn Jahren.

2005 fanden unter anderem Rennen in Frankreich (Magny-Cours) und der Türkei (Istanbul) statt, Deutschland (Nürburgring, Hockenheim) und Italien (Imola, Monza) waren sogar mit gleich zwei Rennen im Kalender vertreten. Von diesen sechs Grands Prix ist zehn Jahre später lediglich noch das Rennen im Monza Teil der Weltmeisterschaft und auch dort steht der Große Preis mittlerweile auf der Kippe.

"Wir glauben, dass es einen nicht geringen Appetit nach IndyCar-Rennen auf der ganzen Welt gibt." Mark Miles

In der IndyCar-Saison 2015 finden 15 der 16 Rennen in den USA statt, dazu macht man im Juni einen Abstecher nach Kanada. Ursprünglich war geplant gewesen, den Saisonauftakt am 8. März in Brasilien abzuhalten, allerdings wurde das Rennen im Januar kurzfristig abgesagt. Miles hat bereits in der Vergangenheit erklärt, die Serie auf bis zu 20 Saisonrennen aufstocken zu wollen.

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Formel-1-Datenbank: Ergebnisse und Statistiken seit 1950
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