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GP Brasilien

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Hintergründe zum Film "Rush" +++ Hamilton kritisiert Journalisten +++ Williams legt Protest gegen Massa-DQ ein +++

12:57 Uhr

Bom dia, Race-Day in Brasilien!

Guten Morgen, liebe Formel-1-Fans, vom Rennsonntag in Brasilien. Heute begleitet euch wieder Christian Nimmervoll durch den Live-Tag. Obwohl unser gewohnter Vor-Ort-Reporter Dieter Rencken zu Hause in Belgien sitzt ("Danke", Lufthansa!), versorgen wir euch wie gewohnt mit News, Analysen und Hintergründen. Und zwar dank unseres Netzwerkes mit den Kooperationspartnern Haymarket (Autosport), LAT und xpb.cc. Und natürlich dank diverser befreundeter Journalisten, die uns mit ihrem Material aushelfen. An dieser Stelle: Vielen Dank, auch im Namen unserer Leser!

Die lachen sich immer noch kaputt über den Twitter-Trend #PlacesAlonsoWouldRatherBe, der gestern für einen Schenkelklopfer nach dem anderen gesorgt hat. Wenn ihr Lust auf Lachen habt, klickt euch mal durch unsere Fotostrecke! :-)


Fotostrecke: #PlacesAlonsoWouldRatherBe


12:58 Uhr

#PlacesAlonsoWouldRatherBe

Der Hashtag regt immer noch Fans zu Kreativität an, aber bitte seht es uns nach, dass wir nicht jede Fotomontage bei uns embedden können. Zumindest eine, die wir besonders witzig finden, sei aber aus der vergangenen Nacht noch hervorgeholt: Fernando Alonso auf den Spuren von Graf Dracula!


13:00 Uhr

Keine Back-Fotos mehr

Geri Horner (besser bekannt als "Ginger Spice"), die Ehefrau des Red-Bull-Teamchefs, darf keine Backwaren mehr auf Twitter online stellen. Befehl vom Ehemann. "Sonst halten dich die Leute noch für einen Vielfraß", findet Herr Horner. Und wenn's keine Backwaren gibt, dann halt Liebesgrüße nach Brasilien. Mindestens genauso süß, macht aber weniger dick.


13:03 Uhr

Wettervorhersage

Um 14:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr deutscher Zeit) wird gestartet in Interlagos, und die Wetterfrösche von UbiMet beziffern die Regenwahrscheinlichkeit mit 35 Prozent. Bis Rennende sinkt sie auf 30 Prozent ab. Bei bewölktem Himmel und Temperaturen knapp über 20 Grad. Aber immerhin: Selbst wenn es regnen sollte, dann wahrscheinlich nur leicht. Ein Chaos wie zuletzt in Austin steht nicht zu befürchten.


13:05 Uhr

Auch Jos Verstappen bestätigt

Franz Tost hat es in der FIA-PK am Freitag schon verlautbart, jetzt bestätigt es auch Jos Verstappen: Wenn Toro Rosso in der Formel 1 bleibt, dann wird Max Verstappen weiter im Cockpit sitzen. "Wir sind glücklich darüber", sagt Verstappen sen. im 'Telegraaf'. "In unserer Situation sind wir hier am besten dran. Max hat noch viel zu lernen, und das kann er bei Toro Rosso." Schlaflose Nächte habe er wegen des drohenden Red-Bull-Ausstiegs aber so oder so nie gehabt.


13:08 Uhr

Einer geht noch...

Und noch ein #PlacesAlonsoWouldRatherBe: Jetzt macht mit Mercedes auch das erste Formel-1-Team mit und lässt den McLaren-Fahrer (der im Winter zu den Silberpfeilen wechseln wollte, aber nicht genommen wurde) in der Datenanalysestation zu Hause in Brixworth sonnenbaden... :-) Und ganz nebenbei erlaubt das auch einen Einblick, wie es in der Formel-1-Fabrik aussieht, wenn vor Ort Rennen gefahren wird. Der Kommandostand zu Hause quasi.


13:14 Uhr

Q2: Clevere Taktik von Nico Rosberg?

Praktisch das ganze Wochenende lagen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Interlagos gleichauf, nur in Q2 hatte Hamilton plötzlich mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung. Weil die Runde nicht optimal war, sagt Rosberg, aber das Mäuschen am Boxenfunk vermutet etwas anderes. Nämlich dass Rosberg in Q2 absichtlich Gas rausgenommen hat, um seinen Reifensatz (mit dem er laut Reglement ins Rennen starten muss) zu schonen.

Das Statement von Technikchef Paddy Lowe nach dem Qualifying bestätigt zumindest, dass Mercedes über die Reifenstrategie sehr genau nachgedacht hat: "Unsere Herangehensweise sah im Qualifying vor, die Prime-Reifen für das Rennen zu schonen. Deshalb fuhren wir die gesamte Session auf den Option-Reifen. In den ersten beiden Qualifying-Abschnitten absolvierten wir je einen Run, im Q3 dann zwei. Das Qualifying verlief glatt und die kurze Runde bedeutete, dass wir im letzten Drittel problemlos zwei Anläufe fahren konnten."

Wie dem auch sei: Als Polesetter lacht es sich gut, und so machte Rosberg dann auch einen entspannten Eindruck, als er gestern Abend den 50. Geburtstag von Mercedes-Mechaniker Jimmy beim Abendessen feierte. Dank eines Twitter-Fotos seines Medienberaters Georg Nolte auch für uns nachvollziehbar.


13:23 Uhr

FIA-Präsident unter Beschuss

Scharfer medialer Kritik ist in den Sonntagszeitungen FIA-Präsident Jean Todt ausgesetzt. Er hatte gestern den für manche pietätlos anmutenden Vergleich gebracht, dass jeden Tag im Straßenverkehr 30 Mal so viele Menschen sterben wie bei den Anschlägen von Paris. Und das noch dazu als Franzose und als Chef des Automobil-Weltverbandes, der seinen Sitz in Paris hat.

Hintergrund: Die FIA hatte schon lange vor diesem Wochenende eine Tributveranstaltung mit Schweigeminute für die Verkehrstoten geplant, die die FIA mit ihren Sicherheitsprogrammen in den nächsten Jahren reduzieren möchte. Paris kam dann dazwischen - und Todt rutsche auf dem diplomatischen Glatteis aus.

Jetzt wurde für das Rennen ein Kompromiss gefunden: Es bleibt bei der Schweigeminute für die Verkehrstoten. Den Opfern von Paris wird mit schwarzen Armbinden bei allen Fahrern gedacht, ebenso wie mit einer französischen Flagge mit "Black Ribbon". Und zwar im Rahmen der Fahrerparade.


14:04 Uhr

Mercedes: Balance of Performance funktioniert nicht

Toto Wolff hält nichts von der FIA-Idee, ab 2017 einen Alternativmotor in der Formel 1 einzuführen, parallel zu den aktuellen Hybridmotoren. Denn eine durch das Reglement gesteuerte Leistungsangleichung (Balance of Performance oder BoP) sei von Anfang an zum Scheitern verdammt.

"Viele sind der Meinung, ein BoP-Motor funktioniert in der Formel 1 nicht", sagt Wolff. "Er funktioniert in keiner anderen Kategorie. Wir sehen ja, wie es in der GT-Szene funktioniert. Es will nicht in meinen Kopf, dass wir auf stur schalten und vor den Problemen in anderen Rennserien die Augen verschließen."


14:06 Uhr

Sie kann's nicht lassen...

Obwohl ihr Ehemann Christian ein Backverbot auf Twitter auferlegt hatte, steht Geri Horner schon wieder in der Küche. Schokokekse sind diesmal auf dem Programm. Der Fairness halber sei gesagt: Tatsächlich postet sie keine Twitter-Fotos mehr vom Backen. Diesmal ist es ein Video... ;-)


14:10 Uhr

Einstimmung auf das Rennen

Nico Rosberg steht auf Pole, genau wie 2014. Und gewinnt er das Rennen auch, genau wie 2014? Erinnert ihr euch überhaupt noch an das Rennen im vergangenen Jahr? Wenn nein, dann klickt euch durch die Highlights des Brasilien-Grand-Prix 2014. Spannend aufbereitet mit den besten Fotos und tiefgründigen Analyse-Bildunterschriften.

Übrigens: Solche Fotostrecken mit den Highlights des Rennens liefern wir jeden Montag in unserer Nachberichterstattung nach einem Grand Prix. Spätestens morgen gibt's also die Highlights 2015. Reinschauen!


Fotostrecke: GP Brasilien, Highlights 2014


14:18 Uhr

Sebastian Vettel: Selbstzweifel beseitigt

Mit drei Siegen hatte Sebastian Vettel eine gelungene erste Ferrari Saison. Er kann sogar immer noch WM-Zweiter werden, womit er angesichts der Mercedes-Dominanz nicht gerechnet hätte. Balsam auf seine im Jahr 2014 so geschundene Seele.

"Ich hatte letztes Jahr keine gute Saison. Es war ein hartes Jahr. Ich habe irgendwie auch an mir selbst gezweifelt. Normalerweise schaue ich auf mich selbst, bevor ich mit dem Finger auf andere zeige. So bin ich halt. Und wenn es dann, wie im letzten Jahr, nicht so läuft, dann schaue ich auf mich selbst, was ich besser machen kann, wo ich stärker werden muss", so Vettel in einem Interview mit der 'BBC'.

Bei Ferrari habe er jetzt seine sportliche Heimat gefunden. In diesem Zusammenhang interessant: Vettel spricht davon, "vier reibungslose Jahre" bei Red Bull gehabt zu haben - und ergänzt: "Zumindest von außen betrachtet." Aha. Gibt's da etwas, was wir noch nicht wissen, Seb?


14:21 Uhr

Vertrauen in die Formel 1

Der ehemalige FIA-Präsident Max Mosley hat dem TV-Sender 'Sky Sports F1' eines seiner seltenen Interviews gegeben. Bei allen Zweifeln hinsichtlich der Zukunft der Formel 1 sagt er: "Ich bin optimistisch. Es gibt Gefahren, aber auch genug Leute, die clever sind. Bernie ist kein Idiot, und auch Jean ist kein Idiot. Ich wäre überrascht, wenn sie das untereinander nicht hinbiegen könnten."


14:33 Uhr

Hatte Red Bull nie gekündigt?

Red Bull hatte in Interviews schon bestätigt, den eigentlich bis 2016 laufenden Motorenvertrag mit Renault gekündigt zu haben - aber das war möglicherweise eine Lüge. Wie das Fachmagazin 'auto motor und sport' berichtet, sei der Vertrag nie gekündigt worden. Zwar habe es mündliche Absichtserklärungen und heftige Vorwürfe gegeben, aber nie eine schriftliche Kündigung. Renault ist so gesehen ohnehin dazu verpflichtet, Red Bull 2016 weiterhin zu beliefern.

Nicht neu ist hingegen die Story, wonach Mercedes von Red Bull gefordert haben soll, erst den Motorenvertrag mit Renault zu kündigen, bevor man ernsthaft verhandeln könne. Denn Mercedes und Renault sind Industriepartner auf dem Automobilmarkt, und diese Kooperation würde man auf der verhältnismäßig bedeutungslosen Spielwiese Formel 1 niemals aus Spiel setzen, indem man dem Partner proaktiv den Partner abjagt. Das wurde nie anders dargestellt.

Wir haben Toto Wolff schon vergangene Woche in unserer ausführlichen Story zum Thema mit den folgenden Worten zitiert: "Wir brauchen eine Carte blanche von Renault. Renault ist ein Industriepartner von Mercedes, und wir würden nie etwas gegen Renault unternehmen. Solange uns Renault kein grünes Licht gibt, sind uns die Hände gebunden." Das habe man auch Red Bull immer klar gemacht.

Die Verschwörungstheorie, dass Mercedes gegenüber Red Bull absichtlich den Eindruck erweckt haben könnte, Motoren liefern zu wollen, damit Red Bull den Renault-Vertrag kündigt und am Ende dumm da steht, liest sich spannend. Sollte sie stimmen, wären die Herren bei Red Bull aber sehr leichtgläubig vorgegangen. So viel Naivität trauen wir einem Business-Profi wie Dietrich Mateschitz und einem ausgebufften und mit allen Wassern gewaschenen Schlitzohr wie Helmut Marko nicht zu.

Christian Horner Cyril Abiteboul Red Bull Infiniti Red Bull Racing F1 ~Christian Horner und Cyril Abiteboul ~

14:54 Uhr

#PlacesAlonsoWouldRatherBe

Es nimmt und nimmt kein Ende... Immer mehr kreative Internet-Fans zerbrechen sich den Kopf, in welchen Hintergrund sie Fernando Alonsos Sonnenbad hineinmontieren könnten. Wir kommen gar nicht mehr hinterher, alle guten Ideen zu verfolgen. Eine der besseren wollen wir euch aber zeigen, von den inzwischen schon bekannten Karikaturisten des Bahrain International Circuit.

Gar nicht so abwegig, denn der Staat Bahrain hält über Umwege immer noch Anteile an der McLaren-Gruppe. Wenn auch nicht mehr am Formel-1-Team.

Unsere Fotostrecke zum Thema #PlacesAlonsoWouldRatherBe findet ihr hier.


15:03 Uhr

Paddock-Stimmung

Klickt euch mal durch die Fotos von heute Morgen, um aufzuschnappen, wie die Stimmung im Paddock in Interlagos ist. Uns fällt auf, dass alle FIA-Bediensteten schwarze Armbinden tragen, für die Opfer von Paris. Und Fernando Alonso ist heute der Liebling der Fans bei der Autogrammstunde.


Fotos: Großer Preis von Brasilien, Sonntag