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Daimler-Chef Zetsche: Rosberg-Erfolge bergen auch Gefahr

Dieter Zetsche erkennt in Rosbergs Erfolgen eine Gefahr: "Die Nervosität wächst, wenn der Abstand schmilzt" - Gerhard Berger sieht keine Panik bei Hamilton

(Motorsport-Total.com) - Abgesehen vom teaminternen Crash mit Lewis Hamilton in Barcelona hat Nico Rosberg bisher eine fast perfekte Formel-1-Saison 2016 erlebt. Selbst nach dem Ausfall beim Grand Prix von Spanien hat er immer noch 39 Punkte Vorsprung auf seinen ersten WM-Verfolger Kimi Räikkönen (43 auf Hamilton), was bedeutet, dass er selbst nach Monaco auf jeden Fall weiter in Führung liegen wird.

Thomas Weber, Nico Rosberg und Dieter Zetsche

Mercedes-Vorstand Thomas Weber, Nico Rosberg und Konzernchef Dieter Zetsche Zoom

"Nico hat einen super Lauf", sagt Gerhard Berger - aber das birgt in den Augen von Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche, der höchstpersönlich in Barcelona war, auch eine Gefahr: "Erfolg produziert Selbstbewusstsein. Das ist bei Nico in den ersten Rennen passiert, und das ist ein Vorteil. Gleichzeitig wurde er vom Jäger zum Gejagten, und da wächst die Nervosität, wenn der Abstand dann schmelzen sollte."

"Insofern ist es für beide - und vor allem für den Sport insgesamt - eine tolle Situation, wenn es mal andersrum ist", sagt Zetsche, der sich alles andere als siegessicher fühlt: "Die Saison ist noch so lang - was am Ende dabei rauskommt, weiß heute keiner. Wir haben zwei supertolle Fahrer, wahrscheinlich die besten im Feld. Dass sie sich gegenseitig fordern, ist das Beste, was dem Sport passieren kann."

"Nico", ergänzt Berger, "ist ein superstarker Fahrer. Er ist im letzten Jahr ein bisschen in den Schatten von Lewis geraten, der einerseits auf der Rennstrecke sehr gute Leistungen bringt, anderseits neben der Rennstrecke auch seine Show liefert. Das ist nicht so Nico seins. Daher ist das Augenmerk mehr auf Lewis. Aber Rennfahrerisch sehe ich die beiden gleichauf."


Fotostrecke: Der Mercedes-Crash in Barcelona

Hamiltons Party-Exzesse neben der Strecke wertet Berger "überhaupt nicht" als Signal, dass der Weltmeister Formel-1-müde sein könnte: "Ich sehe ihn ganz anders. Er ist dieses Jahr ziemlich relaxt. Er wird pflegeleichter. Er schlägt nicht so um sich, wenn es mal nicht läuft." Bestes Beispiel: die Kollision in Barcelona. Hamilton entschuldigte sich öffentlich beim Team, auch wenn er das nicht als Schuldeingeständnis gewertet wissen wollte.

Dass er so viele Punkte Rückstand hat, sei laut Berger "einfach Pech. Technisch hat er keine perfekte Ausrüstung bekommen, Mercedes hat dauernd bei ihm gepatzt. Daher hat er nicht optimal punkten können, und daher ist er jetzt ein bisschen hinten. Das Punktesystem lässt aber zu, so was schnell aufzuholen, und ruckzuck hat er wieder den Anschluss. Vom Speed her fehlt ihm überhaupt nichts."

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