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  • 16.05.2016 · 14:41

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Villeneuve bremst Verstappen-Euphorie: "Es war Glück dabei"

Warum der Himmelsstürmer sich seinen Sieg mit Qualifying-Dusel holte - Geht es Daniel Ricciardo mit Max Verstappen wie einst Sebastian Vettel mit ihm?

(Motorsport-Total.com) - Das Paddock schwärmt nach dem Sensationssieg Max Verstappens am Sonntag in Barcelona von einem neuen Stern am Formel-1-Himmel. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ist ebenfalls voll des Lobes für den 18-jährigen Niederländer, bemerkt aber, dass er Fortuna auf seiner Seite hatte. "Es ist alles perfekt zusammengekommen und er hat die Situation genutzt", erklärt Villeneuve im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und fügt an: "Er hat alles richtig gemacht und die Situation genutzt."

Max Verstappen, Daniel Ricciardo

Teamkollege mit Glück: Ricciardo dürfte der Verstappen-Sieg zu denken geben Zoom

Heißt unter dem Strich: Note eins für Max Verstappen. Zumindest fast, denn es sei auch eine Menge Glück dabei gewesen. "Die letzte Runde im Qualifying hat er falsch getimt", schränkt Villeneuve ein. Er will den Red-Bull-Youngster nicht für einen Fauxpas des Teams verantwortlich machen, auch wenn eine falsche Frontflügel-Einstellung ebenfalls der Grund gewesen sein könnte. "Deshalb, weil er nicht das Maximum aus dem Auto geholt hat", kreidet er dem Dreikäsehoch der Szene an.

Platzhirsch Daniel Ricciardo war am Samstag eine halbe Sekunde schneller. Das hätte Verstappen schon nach dem Qualifying alle Chancen verbauen können. "Im Qualifying eine halbe Sekunde hinter dem Teamkollegen? Diesmal nur eine Position Unterschied. Normal stehst du damit fünf Positionen weiter hinten", zieht Villeneuve die Augenbrauen hoch. Nicht so tragisch war die Sache nur, weil die Top-3-Teams in Barcelona so weit vom Rest des Feldes weg waren. "Da hat also viel für zusammengespielt", ruft Villeneuve allen das Zustandekommen des Wunders in Erinnerung.

Trozdem sieht er den Australier unter Druck. Ricciardo selbst machte als Toro-Rosso-Aufsteiger einst Sebastian Vettel das Leben schwer. "Jetzt ist es genau die umgekehrte Situation", erkennt Villeneuve gegenüber der 'Daily Mail' und sieht ihn auf der Strecke unter Zugzwang: "Sein Lächeln wird ihm nun auch nicht helfen können." Schlummert auch in Verstappen das berühmte Siegergen?


Fotostrecke: Max Verstappen: Die schönsten Jubelfotos

Villeneuve moniert: "Er ist einer dieser Fahrer, die gut fahren, für die aber auch alles rundherum perfekt zusammenpasst." Zum Beispiel die Strategie, mit der Red Bull Ricciardo sein Rennen zerstörte. Mit der gleichen Taktik wie Verstappen wäre wahrscheinlich der Mann aus Down Unter der strahlende Sieger gewesen. "Warum hat Red Bull Ricciardo auf diese eigenartige Strategie geschickt, aus welchem Grund? Warum hat man ihm den Sieg weggenommen?", fragt Villeneuve.

Es seien lauter solche Situationen gewesen, die bestimmt nicht aus Absicht passiert seien, aber geholfen hätten. Klar ist allerdings: Mit Nervenflattern bei Verstappen wird Ricciardo nicht rechnen dürfen. Obwohl Ex-Champion Kimi Räikkönen im Ferrari ihm in der Schlussphase auf den Schlappen hing, leistete er sich nicht den kleinsten Schnitzer. "Die Art und Weise, wie er sich im Rennen verhalten hat, kein einziger Fehler, keine zerstörten Reifen", führt Villeneuve an und fährt nicht fort. Er hätte den Satz mit den Worten "wie ein Weltmeister" beenden können. Ein glücklicher Weltmeister.

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