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Helmut Marko: Formel 1 muss von MotoGP lernen

Helmut Marko will im Kampf gegen sinkendes Zuschauerinteresse von der aufstrebenden MotoGP lernen, wo "die Fahrer das Wichtigste" seien

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Dominanz, sinkende Zuschauerzahlen und explodierende Ticketpreise - die Formel 1 2016 muss sich in der Gunst der Fans anstrengen, um weiterhin die Königin aller Motorsportklassen zu bleiben. Boomende Rennserien wie die MotoGP machen der Formel 1 immer mehr Konkurrenz. Daher will Helmut Marko über den Tellerrand hinausschauen: "Von der MotoGP können wir lernen, dass das Wichtigste der Fahrer ist und sein muss. Und der steht in der MotoGP ganz klar im Vordergrund."

Helmut Marko

Sorgt sich um die Attraktivität der Formel 1: Helmut Marko Zoom

Kritiker äußern sich immer wieder über extrem steigende Ticketpreise an den Rennstrecken sowie der zu großen Distanz der Piloten gegenüber den Fans. Red-Bull-Motorsport-Chef Helmut Marko sieht in diesen Bereichen die MotoGP klar im Vorteil, wie der 73-Jährige der 'Tiroler Tageszeitung' verrät: "Ganz wesentlich ist, dass die Königsklasse auf zwei Rädern einen näheren Bezug zu den Fans hat. MotoGP ist Rennsport zum Anfassen. Zusätzlich sind die Tickets 50 Prozent günstiger. Das alles trägt dazu bei, dass sie sich in einem Hoch befindet."

Wie schon im Vorjahr, dominiert im Formel-1-Kalender 2016 das Mercedes-Team - wie einst auch Red-Bull-Racing zu Sebastian Vettels Weltmeisterjahren. Eine zu starke Vorhersehbarkeit der Ergebnisse schade dem Sport aber, wie der Österreicher analysiert. Dies sei in der MotoGP besser: "Es gibt eine ausgeglichenere Situation an der Spitze zwischen drei Marken, zugleich können vier Piloten gewinnen. Es ist daher im Vorhinein nie klar erkenntlich, wer das Qualifying gewinnt oder wer im Rennen die Nase vorne hat."

Um die Formel 1 wieder attraktiver zu machen, wurde zuletzt ein neues Reglement angeschoben. Dieses sieht eine aggressivere Aerodynamik für deutlich mehr Abtrieb vor. Neben breiteren Reifen soll es kostengünstigere, aber lautere Antriebe geben. Spätestens ab 2018 soll ein künstlich generierter Sound die Kritiker besänftigen, denen die Formel 1 aktuell zu leise daherkommt. Um den Fans Gelegenheit zu geben, sich an das neue Reglement zu gewöhnen, solle dieses bis mindestens 2020 stabil bleiben.

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