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Alain Prost: Es braucht Visionen in der Formel 1

Kein Gerangel um Details, sondern eine grundsätzliche Marschroute für die kommenden zehn Jahre: Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost sucht Visionen

(Motorsport-Total.com) - Bei der heutigen Sitzung der Formel-1-Strategiegruppe stehen wichtige Beratungen über die zukünftige Ausrichtung der Grand-Prix-Szene auf der Tagesordnung. Mit Blick auf das Reglement 2017 wird weiter über Sparmaßnahmen, veränderte Antriebe oder ein Windkanal-Verbot diskutiert. Beobachter bezweifeln, dass die Strategiegruppe, in der Bernie Ecclestone, die FIA und sechs Teams (gemeinsam) jeweils sechs Stimmen haben, zu wichtigen Entscheidungen kommen wird.

Alain Prost

Kaum Wunsch zum Wandel: Alain Prost sieht die Formel 1 als ein starres Gebilde Zoom

"Das einzige, was dieses Gremium bisher auf den Weg gebracht hat, ist die neue Regelung, dass Fahrer ihre Helmdesigns während der Saison nicht mehr verändern dürfen", kritisiert Ecclestone die bei ihm ungeliebte demokratische Entscheidungsfindung in der Formel 1. Der Brite will den Umbruch, und zwar möglichst schnell. Nur mit einer grundsätzlichen Neuausrichtung und der gleichzeitigen Besinnung auf traditionelle Werte könnten die TV- und Besucherzahlen wieder nach oben gebracht werden.

Ecclestone steht mit seiner Haltung nicht allein da. Neben CVC-Boss Donald Mackenzie, der die Sitzung selbst vor Ort verfolgen wird, sieht auch Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost die Zeit für eine Neuausrichtung gekommen. "Man ändert bisher immer nur einzelne Kleinigkeiten. Wenn es auf diesem Weg nicht funktioniert, dann muss man vielleicht mal Veränderungen am grundsätzlichen Konzept vornehmen", sagt der Franzose gegenüber 'motorsport.com'.


Fotostrecke: Die Formel-1-Motorhomes

"Es gibt so viele Dinge, wie zum Beispiel die technischen Regeln oder die Budgetprobleme - so vieles. Man müsste sich in der Formel 1 die Frage stellen, wo man in zehn Jahren eigentlich stehen will", meint Prost, der selbst intensiv in die Entwicklung der neuen Formel E involviert ist. Genau dort könne sich die Formel 1 einiges abschauen, meint der viermalige Champion. "Dort läuft es anders, weil alles im Aufbau ist. Die Formel 1 ist ein etabliertes Gebilde. Da will niemand Veränderungen. Und genau das ist das Problem."

"Es gibt Meetings, Meetings und Meetings. Jeder gibt seinen Input", kritisiert Prost die teils unendlichen Debatten in der Formel 1. "Man muss sich Sorgen machen über das, was in der Formel 1 passiert - und was schon im Hinblick auf die Kosten passiert ist", meint der 60-Jährige. "Man muss zuerst auf die allgemeinen Interessen schauen. Das passiert nicht. Darüber sollte die Formel 1 aber mal nachdenken. Allerdings gehört so etwas nicht gerade zu den Stärken der Leute in der Formel 1."

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