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Gerhard Berger wünscht sich "diktatorische" Formel-1-Führung

Demokratie funktioniert nicht: Gerhard Berger fordert, dass auch in der Ära nach Bernie Ecclestone ein starker Mann in der Formel 1 das Sagen haben muss

(Motorsport-Total.com) - Während in der Weltpolitik stetig versucht wird, demokratische Prinzipien in möglichst allen Ländern einzuführen und in vielen Unternehmen flache Hierarchien an der Tagesordnung sind, sollte nach Ansicht von Gerhard Berger in der Formel 1 ein anderes Prinzip herrschen: Die harte Hand eines starken Mannes. "Die Formel 1 muss von einem Profi diktatorisch geführt werden", wird Berger von der Nachrichtenagentur 'APA' zitiert.

Bernie Ecclestone, Gerhard Berger

Nach Ansicht von Gerhard Berger braucht die Formel 1 einen Diktator wie Ecclestone Zoom

Dieser starke Mann war viele Jahre lang Bernie Ecclestone, doch in jüngerer Vergangenheit hatte man bisweilen den Eindruck, als habe der 84-Jährige das Heft des Handelns nicht mehr fest in die Hand. Vielmehr muss das von ihm geführte Formula-One-Management (FOM) Kompromisse mit dem Automobilweltverband FIA und den Formel-1-Teams aushandeln.

In den Augen von Berger ist das eine unglückliche und wenig effektive Kombination. "Die sind sich nie einig, weil jeder nur seine eigenen Interessen im Sinn hat", sagt er. "Dabei schreien der Sport und der Fan nach Verbesserungen." Dabei mangele es nicht an Vorschlägen, doch konnten sich die Beteiligten bisher nicht auf konkrete Maßnahmen einigen.


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Das zeige, so Berger, dass Demokratie in der Formel 1 nicht funktioniert. Das beste Beispiel dafür sei die Strategiegruppe der Formel 1, in der Vertreter einzelner Teams sowie der FIA und FOM sitzen. "Es ist schon lange her, dass in einem Strategie-Meeting eine ordentliche Entscheidung herausgekommen ist", sagt Berger.

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot fordert daher: "Einer muss die Entscheidungen treffen. Bernie hat das in der Vergangenheit sehr gut gemacht. Er muss versuchen, das Heft zurück in seine Hand zu bekommen."