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WSBK Aragon (Lauf 2): Alvaro Bautista dominiert, Philipp Öttl auf P7!

Alvaro Bautista feiert bei der Superbike-WM in Aragon einen souveränen Sieg - Motorschäden bei Yamaha und Ducati - Philipp Öttl zeigt starke Leistung

(Motorsport-Total.com) - Ducati-Werkspilot Alvaro Bautista hat bei der Superbike-WM in Aragon (Spanien) das zweite Hauptrennen gewonnen. Bautista setzte sich zeitig an die Spitze und entkam dem restlichen Feld (zum Rennergebnis). Mit dem Sieg vergrößerte Bautista seine Führung im Gesamtklassement und befindet sich auf Kurs zur Titelverteidigung.

Titel-Bild zur News: Alvaro Bautista

Alvaro Bautista baute seine WM-Führung auf 47 Punkte aus Zoom

Die Yamaha-Werkspiloten Toprak Razgatlioglu und Andrea Locatelli duellierten sich rundenlang um Platz zwei. Ein technisches Problem an Locatellis Yamaha beendete das Duell der Teamkollegen vorzeitig. Razgatlioglu wurde als Zweiter gewertet. Samstags-Sieger Michael Rinaldi (Ducati) komplettierte das Podium.

Sprintrennen-Sieger Alvaro Bautista ging von der Pole ins finale Rennen. Jonathan Rea (Kawasaki) und Toprak Razgatlioglu komplettierten die erste Startreihe. Philipp Öttl (GoEleven-Ducati) stand auf Startplatz acht.

Viele aggressive Manöver nach dem Start

Beim Start setzte sich Bautista durch und bog als Führender in die erste Kurve. Mit einem aggressiven Manöver schob sich Rea in Kurve 4 an die Spitze. Bautista verlor daraufhin eine weitere Position an Locatelli. Razgatlioglu fuhr nur auf der vierten Position.

Zu Beginn der zweiten Runde ging es chaotisch weiter. Locatelli übernahm die Führung, wurde später aber von Bautista verdrängt. Rea wurde bis auf die dritte Position durchgereicht. Razgatlioglu schaute sich die Zweikämpfe von der vierten Position an und zog auf der Gegengeraden aus dem Windschatten an Rea vorbei.

Bautista nutzte die frei Fahrt und hatte nach drei Runden bereits fast eine Sekunde Vorsprung auf die beiden Werks-Yamahas hinter ihm. Razgatlioglu verlor hinter Teamkollege Locatelli Zeit, was Bautista in die Karten spielte.

Andrea Locatelli behauptet sich rundenlang vor seinem Teamkollegen

An der Spitze setzte sich Bautista von Runde zu Runde weiter ab. Locatelli behauptete sich vor Razgatlioglu. Rea verlor den Anschluss an die beiden Werks-Yamahas und wurde nach einem Drittel der Renndistanz von Michael Rinaldi unter Druck gesetzt.

Danilo Petrucci kratzte nach sieben Runden bereits an den Top 10. Doch ein Motorschaden beendete das Rennen des Ducati-Piloten vorzeitig. Eine Wiederholung der Aufholjagd vom Vortag war damit nicht mehr möglich.

Michael Rinaldi übernahm in der achten Runde die vierte Position von Jonathan Rea und startete die Verfolgung der beiden Yamaha-Piloten vor ihm. Rinaldi kam in großen Schritten näher an Locatelli und Razgatlioglu.

Bange Momente vier Runden vor Rennende

Fünf Runden vor Rennende hatte Michael Rinaldi den Anschluss an das Yamaha-Werksduo hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Alvaro Bautista bereits mit knapp fünf Sekunden vom Rest des Feldes abgesetzt.

Razgatlioglu schob sich vier Runden vor Rennende an Locatelli vorbei. Für Locatelli kam es noch schlimmer: Die Yamaha R1 des Italieners qualmte. Locatelli fuhr weiter und war sich nicht bewusst, dass sein Motorrad einen technischen Defekt hat.

Die Marshalls signalisierten ihm, dass es ein technisches Problem gibt, doch durch den Zweikampf mit Razgatlioglu dauerte es eine halbe Runde, bis Locatelli das Problem erkannte. Glücklicherweise kam der Yamaha-Pilot nicht auf seinem eigenen Öl zu Sturz. Er stellte seine R1 an der Box ab und wirkte sehr frustriert.


Fotos: Superbike-WM 2023: Aragon (Spanien)


Alvaro Bautista wird seiner Favoritenrolle gerecht

Alvaro Bautista bekam vom Drama hinter ihm nichts mit und fuhr einem weiteren Sieg entgegen. Nach 18 Runden hatte der Titelverteidiger fünf Sekunden Vorsprung auf Toprak Razgatlioglu herausgefahren und machte durch den Sieg fünf Punkte gut. Michael Rinaldi rundete das Wochenende mit Platz drei ab.

Jonathan Rea kam auf Position vier ins Ziel. Axel Bassani (Motocorsa-Ducati) war als Fünfter bester Independent-Pilot. Iker Lecuona brachte Honda in die Top 6. Philipp Öttl setzte sich in der Schlussphase gegen Honda-Werkspilot Xavi Vierge durch und wurde auf P7 gewertet.

Remy Gardner (GRT-Yamaha) und Garrett Gerloff (Bonovo-BMW) komplettierten im zweiten Rennen die Top 10. Die finalen Punkte gingen an Michael van der Mark (BMW), Dominique Aegerter (GRT-Yamaha), Loris Baz (Bonovo-BMW), Scott Redding (BMW) und Florian Marino (Kawasaki).

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