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Enttäuschend: Aprilia verfehlt die gesteckten Ziele deutlich

Die Milwaukee-Crew wollte Aprilia in diesem Jahr zurück an die WSBK-Spitze bringen, doch zu Kawasaki und Ducati fehlen momentan Welten

(Motorsport-Total.com) - Die Aprilia RSV4 zählt zu den erfolgreichsten Superbikes der vergangenen Jahre. Doch seit Aprilias werksseitigem Rückzug nach dem Titelgewinn 2014 ging es Schritt für Schritt abwärts. In diesem Jahr wollte Aprilia zusammen mit dem Milwaukee-Team zu alter Stärke finden. Mehr werksseitige Unterstützung und die Verpflichtung von Ex-MotoGP-Pilot Eugene Laverty sollten das ermöglichen. Doch die Halbzeitbilanz ist ernüchternd.

Eugene Laverty

Eugene Laverty kehrte in die WSBK zurück, weil er um die WM kämpfen wollte Zoom

Laverty geht als WM-Zehnter in die Sommerpause und ist bester Aprilia-Pilot. In die Nähe der Top 3 kam der ehemalige Vizeweltmeister aber nur, wenn die Ausfallquote hoch war. Bei den bisherigen Rennwochenenden gelang Laverty nur ein Top-5-Ergebnis. Zuletzt kam er in Laguna Seca als Sechster ins Ziel. Vor der Saison sprach der Aprilia-Pilot von Siegen und schaute sogar auf die Meisterschaft. Davon ist Laverty momentan meilenweit entfernt.

Den sechsten Platz in Laguna Seca stuft er als Erfolgserlebnis ein: "Es war ein positives Ergebnis, wenn man bedenkt, dass wir von Startplatz zehn ins Rennen gehen mussten. Die umgedrehte Startaufstellung half uns dieses Mal nicht", kommentiert er. Durch den Sturz im ersten Lauf musste Laverty am Sonntag aus Reihe vier starten.

Eugene Laverty, Leon Camier

Bittere Realität: Aprilia hat große Mühe, sich vor MV Agusta zu behaupten Zoom

"Platz fünf wäre möglich gewesen, wenn wir besser gestartet wären, doch ich denke, dass es unser bestes Rennen des Jahres war. Wir haben eine gute Basis für den Lausitzring. Die Verbesserungen an der Front waren eine große Hilfe, wie wir im Freien Training zeigen konnten. Das Ziel ist es, mit der RSV4 einen weiteren Schritt zu machen", bemerkt Laverty.

Teamkollege Lorenzo Savadori belegt in der Fahrerwertung momentan Platz 14. In Laguna Seca wurde Savadori Achter und Zehnter. "Wir müssen uns auf die positiven Aspekte des Wochenendes konzentrieren. Am Freitag hatte ich mit dem Motorrad und dem Rhythmus zu kämpfen, doch wir machten Schritt für Schritt Fortschritte", erklärt er.


Fotos: Superbike-WM in Laguna Seca


"Ich weiß, dass ich bei den kommenden Rennen noch besser sein kann. Wir haben beim Test auf dem Lausitzring viel zu tun. Es gibt einige Bereiche, die uns Probleme bereiten. Die müssen wir verbessern. Ich weiß, dass das Team sehr hart arbeitet, um sicherzustellen, dass wir uns in Deutschland verbessern können", so Savadori.

Teammanager Mick Shanley hat seine Erwartungen durch die durchwachsenen Ergebnisse zurückgeschraubt. "Es steht in ein paar Wochen ein wichtiger Test auf dem Lausitzring bevor", bemerkt er und hält fest: "Wir können positiv in die Sommerpause starten und uns damit beschäftigen, für die ausstehenden fünf Rennwochenenden stärker zu sein." Auch in der Herstellerwertung sieht es momentan düster aus für Aprilia. Lediglich MV Agusta und Honda liegen hinter dem erfolgsverwöhnten Hersteller aus Noale.

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