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Komfortabler Vorsprung: Rea lässt Sykes keine Chance

Jonathan Rea widmet seinen Sieg in Laguna Seca Nicky Hayden - Beeindruckende Saisonbilanz des Weltmeisters - Die Weichen sind auf dritten Titel gestellt

(Motorsport-Total.com) - "Jetzt freue ich mich auf den Urlaub", lacht Jonathan Rea nach seinem neunten Saisonsieg in Laguna Seca. "Donington und Misano waren schwierige Rennen, aber hier konnte ich mit weniger Problemen fahren. Es war ein schöner Ausflug in die USA." Acht Rennwochenenden sind in der Superbike-WM-Saison 2017 absolviert, sechs warten im Herbst noch. Und die Weichen sind auf einen dritten WM-Titel in Serie für Rea gestellt. Das gelang bisher noch keinem Fahrer in der Geschichte der Serie.

Jonathan Rea

15 Podestplätze in 16 Rennen: Jonathan Rea kann den Urlaub in Ruhe genießen Zoom

Die Zwischenbilanz des Kawasaki-Werksfahrers ist mehr als beeindruckend. Bei 16 Rennen schied Rea nur einmal aus (Reifenschaden in Donington). Alle anderen 15 Läufe beendete der 30-Jährige nicht nur im Ziel, sondern auch auf dem Podium. Zu seinen neun Siegen kamen fünf zweite Plätze und ein dritter Rang. In der WM hat Rea komfortable 59 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Tom Sykes.

"Jetzt können wir langsam über die Mathematik nachdenken, um zum großen Ziel zu kommen", sagt Rea zur WM-Wertung. "Alles ist auf Kurs. Ich versuche, es Rennen für Rennen anzugehen und den Moment zu genießen." In den vergangenen beiden Jahren ging Rea in der ersten Saisonhälfte Risiko. An die WM dachte er erst im Herbst und nahm die notwendigen Podestplätze mit. Rea ist nun in der Position, die gleiche Taktik zu verfolgen.


Fotos: Superbike-WM in Laguna Seca


Laguna Seca könnte bereits ein Vorgeschmack darauf gewesen sein. Im ersten Lauf attackierte Rea in der Schlussphase nicht mehr Ducati-Ass Chaz Davies und belegte vor Sykes Platz zwei. Im zweiten Lauf zeigte Rea dann eine unglaubliche Dominanz. "Es könnte nicht besser sein. Die Pace war super schnell und mein Motorrad funktionierte sehr gut", sagt er über das Sonntagsrennen. Trotz Startplatz in der dritten Reihe beendete das Kawasaki-Duo die erste Runde auf den ersten beiden Positionen.

Jonathan Rea; Tom Sykes

Auch in Laguna Seca sah Tom Sykes nur den Hinterreifen seines Teamkollegen Zoom

In der dritten Runde überholte Rea Sykes und fuhr vorne auf und davon. "Nach zwei, drei Runden fühlte ich mich stark. Hinter Tom hatte ich das Gefühl, dass ich die erste Gelegenheit nutzen möchte", sagt Rea. "Nach drei Vierteln der Distanz drehte sich der Hinterreifen auf der Felge durch und ich hatte starke Vibrationen. Ich versuchte fokussiert zu bleiben. Als ich ruhiger wurde, wurden meine Rundenzeiten sogar noch schneller und mein Vorsprung vergrößerte sich."

Im Ziel hatte Rea knapp drei Sekunden Vorsprung auf Sykes. Von außen betrachtet war der Sieg ein Kinderspiel. "Solche Tage kommen nicht oft. Ich musste mich auf dem Motorrad nicht anstrengen und muss mich beim Team und Kawasaki bedanken. Wir haben nach dem ersten Rennen die notwendigen Fortschritte gemacht", lobt der zweimalige Weltmeister seine Mannschaft. Kawasaki ließ Davies am Sonntag nicht den Hauch einer Chance.

Den Sieg widmete Rea dem verstorbenen Kollegen Nicky Hayden. "Es ist unmöglich, hier zu sein und nicht an Nicky zu denken. Ich möchte das Rennen ihm widmen, denn es ist schön, seine Familie im Paddock zu sehen." Roger Hayden, der jüngere Bruder von Nicky, trat in Laguna Seca in der US-Meisterschaft MotoAmerica an.

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