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IndyCar-News Juni 2021: 25 Autos beim Double-Header in Detroit

Aktuelle Nachrichten aus der IndyCar-Szene, kurz und kompakt: Die 24 auf Vollzeitbasis eingesetzten Autos plus ein weiteres bilden Feld für die Detroit-Rennen

25 Autos beim Double-Header in Detroit (11. Juni)

Start zum IndyCar-Rennen in Detroit 2019

Auf der Belle Isle in Detroit wird Samstag und Sonntag gefahren (Foto: 2019) Zoom

Nach den traditionell 33 Rennteilnehmern beim Indy 500 geht die Fortsetzung der IndyCar-Saison an diesem Wochenende mit 25 Teilnehmern über die Bühne. Diese für die beiden Rennen am Samstag und Sonntag auf der Belle Isle in Detroit gemeldete Zahl ist dennoch ein Plus gegenüber den 24 auf Vollzeitbasis eingesetzten Autos. Das für Detroit zusätzliche Auto kommt von Rahal Letterman Lanigan Racing und wird wie schon beim Indy 500 wieder von Santino Ferrucci gefahren.

Weil es sich in Detroit um einen Stadtkurs handelt, sind anders als beim Indy 500 nun auch Jimmie Johnson und Romain Grosjean wieder mit dabei. Im vergangenen Jahr wurde Detroit aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. In diesem Jahr wird nicht nur gefahren, sondern auch vor Zuschauern. Das Samstagsrennen auf der Belle Isle wird kurz nach 14:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ) gestartet, das Sonntagsrennen schon um 12:50 Uhr Ortszeit (18:50 Uhr MESZ). Beide Rennen gehen über eine Distanz von 70 Runden.

St. Petersburg bis 2026 im Kalender verankert (10. Juni)

IndyCar-Stadtkurs in St. Petersburg

Auf dem Stadtkurs in St. Petersburg fahren IndyCars noch mindestens fünf Jahre Zoom

Gute Nachrichten für alle IndyCar-Fans in Florida: Das traditionelle Stadtrennen in St. Petersburg bleibt bis mindestens ins Jahr 2026 Bestandteil des IndyCar-Kalenders. Der ohnehin bis ins Jahr 2024 gültig gewesene Vertrag wurde nun vorzeitig um zwei weitere Jahre bis einschließlich 2026 verlängert. In diesem Zusammenhang hat man auch gleich die konkreten Renntermine veröffentlicht: 13. März 2022, 12. März 2023, 10. März 2024, 9. März 2025 und 15. März 2026.

Somit kehrt man in St. Petersburg nach zwei terminlichen Ausnahmen (2020 im Oktober und 2021 im April) ab dem kommenden Jahr wieder zum traditionellen März-Termin zurück. Noch nicht bestätigt ist aber, ob es sich in den fünf genannten Jahren jeweils um den Saisonauftakt handeln wird.

Auf der Kombination aus öffentlichen Straßen rund um den Pioneer-Park und das Dali-Museum sowie der Landebahn des Albert Whitted Airport gastierten die IndyCar-Boliden erstmals im Jahr 2003, damals noch unter dem Banner der CART-Serie. Nach einer Pause im Jahr 2004 tauchte das populäre Stadtrennen im März 2005 erstmals im Kalender Indy Racing League (IRL) auf. Seither gehört es jährlich zum Kalender, wobei seit 2008 nicht mehr die IRL, sondern die heutige IndyCar-Serie aktuell ist.

Indy-500-Sieg ändert nichts an Castroneves' Programm (9. Juni)

Helio Castroneves, Michael Shank

Helio Castroneves mit Michael Shank: 2021 bleibt es bei sechs Rennen Zoom

Im Winter wurde das IndyCar-Teilzeitprogramm 2021 für Helio Castroneves bei Meyer Shank Racing auf sechs Rennen angesetzt. Und an diesem Programm wird man trotz des großen Triumphs beim Indy 500 auch festhalten. "Dass man mit einem Teilzeitprogramm Indianapolis gewinnt, lässt sich natürlich nicht vorhersehen", wird Teambesitzer Michael Shank von 'Racer' zitiert und weiter: "Es wäre großartig, wenn wir ihn 2021 noch ein paar mehr Rennen als die sechs fahren lassen könnten, aber das ist kompliziert."

In diesem Zusammenhang offenbart Shank aber auch, dass es ab 2022 mehr Rennen für Castroneves werden könnten, sofern sich ein Sponsor findet: "Wir arbeiten an einem Deal für die kommenden zwei Jahre. Ich bin voll darauf konzentriert, dieses [zweite] Auto finanziert zu bekommen." Die fünf verbleibenden Rennen in Castroneves' Teilzeitprogramm 2021 sind Nashville (8. August), Indianapolis-Rundkurs (14. August), Portland (12. September), Laguna Seca (19. September) und Long Beach (26. September).

Dass Castroneves beispielsweise den Double-Header in Detroit am kommenden Wochenende nicht fährt, hängt nicht zuletzt mit Terminüberschneidungen zusammen. Denn beginnend mit kommendem Samstag fährt der Brasilianer genau wie unter anderem auch Marco Andretti die volle Saison der neuen Superstar Racing Experience (SRX). Diese umfasst sechs Rennen bis einschließlich 17. Juli.

Marco Andretti fährt 6h Watkins Glen mit Cousin Jarett (8. Juni)

Marco Andretti

Marco Andretti gibt Ende Juni in Watkins Glen sein IMSA-Debüt Zoom

Das vor gut einer Woche über die Bühne gegangene Indy 500 war für Marco Andretti das einzige geplante IndyCar-Rennen in diesem Jahr. Im Winter ist der Sohn von Michael und Enkel von Mario Andretti kürzer getreten. Weil er das Indy 500 vor wenigen Tagen aber nicht gewonnen, sondern lediglich auf P19 beendet hat, wird er es im kommenden Jahr wieder probieren. Im Falle eines Sieges beim 105. Indy 500 hätte sich Marco Andretti einen kompletten IndyCar-Rücktritt sehr gut vorstellen können.

Bis zum 106. Indy 500 ist es noch fast ein Jahr hin. Die Zeit bis dahin überbrückt Marco Andretti unter anderem, indem er beginnend mit kommendem Samstag die volle Saison der neuen Superstar Racing Experience (SRX) bestreitet. Abgesehen davon gibt er ebenfalls noch im Juni sein IMSA-Debüt. Bei den 6 Stunden von Watkins Glen fährt Marco Andretti am 27. Juni den von Andretti Autosport eingesetzten Ligier in der LMP3-Klasse. Das Cockpit teilt er sich mit Cousin Jarett Andretti und mit Oliver Askew, den beiden Stammfahrern. Jarett Andretti ist der 28-jährige Sohn des im Januar 2020 verstorbenen John Andretti.

Jarett Andretti

Jarett Andretti ist einer der Stammfahrer des Andretti-Ligier in der LMP3 der IMSA Zoom

Für Marco Andretti markieren die 6 Stunden von Watkins Glen zwar das IMSA-Debüt, nicht aber das Langstreckendebüt. In der American Le Mans Series (ALMS) fuhr er 2008 drei Rennen für Andretti Green Racing in der LMP2-Klasse. Abgesehen davon war er 2010 im LMP1-Auto von Rebellion bei den 24 Stunden von Le Mans am Start. Und auch die 24 Stunden von Daytona hat er bereits bestritten: 2012 für Starworks in der damaligen DP-Klasse.

Ist Alex Palou der Titelfavorit? (7. Juni)

Alex Palou

Ganassi-Youngster Alex Palou ist bisher die Offenbarung der IndyCar-Saison 2021 Zoom

Nach sechs von derzeit nur 16 im Kalender stehenden Rennen der IndyCar-Saison 2021 führt Ganassi-Pilot Alex Palou die Gesamtwertung mit 36 Punkten Vorsprung auf Teamkollege und Titelverteidiger Scott Dixon an. Ist der 24-jährige Spanier schon der Titelfavorit? Viel falsch gemacht hat er bei seinen ersten sechs Rennen für Ganassi jedenfalls nicht.

Beim Saisonauftakt im Barber Motorsports Park fuhr Palou seinen ersten IndyCar-Sieg ein. Beim Indianapolis-Grand-Prix fuhr er ein weiteres Mal auf das Podest. Noch beeindruckender als seine Form auf Rundkursen aber ist, dass Palou die drei bisherigen Ovalrennen der Saison (Double-Header in Fort Worth sowie das Indy 500) auf P4, P7 und P2 beendet hat. Der zweite Platz beim Indy 500 kam mit gerade mal 0,493 Sekunden Rückstand auf Sieger Helio Castroneves zustande. Dass es beim Indy 500 doppelte Punkte gab, spielt Palou als dort bestplatziertem Vollzeitfahrer natürlich in die Karten.

Im weiteren Verlauf der IndyCar-Saison 2021 gibt es nur noch ein fest angesetztes Ovalrennen (St. Louis am 21. August). Die übrigen Rennen finden allesamt auf Rundstrecken oder Stadtkursen statt. Und diese Art von Strecken kennt Palou aus seiner Zeit aus Europa (Formel 3 und Formel Renault 3.5) sowie aus Japan (Formel 3, Super Formula und Super GT) ohnehin bestens. 2020, in seiner ersten IndyCar-Saison für Dale Coyne Racing, hatte Palou den Gewinn der Rookie-Wertung einzig gegen Rinus VeeKay verpasst. Holt er 2021 zum ganz großen Schlag aus?

Will Power außerhalb der Top 10 der Tabelle (4. Juni)

Will Power

Will Power liegt nach sechs Rennen 2021 nur auf dem zwölften Tabellenplatz Zoom

Das Indy 500 als größtes und wichtigstes Rennen der IndyCar-Saison hat in diesem Jahr nicht nur ein neues Rekordtempo verzeichnet. Auch in der Gesamtwertung hat sich aufgrund der doppelten Punkte für dieses Rennen einiges getan. Während Alex Palou die Tabellenführung von Ganassi-Teamkollege Scott Dixon übernommen hat und mit 36 Punkten Vorsprung auf den Titelverteidiger zum Double-Header in Detroit (12./13. Juni) reist, findet sich Will Power in ungewohnter Position wieder.

Power nämlich, für den das Indy 500 (P32 in der Startaufstellung und P30 im Rennen) eine sportliche Pleite war, liegt trotz P2 beim Saisonauftakt (Birmingham) plötzlich außerhalb der Top 10 der IndyCar-Gesamtwertung 2021. Mit 128 Punkten, die der Australier bei den ersten sechs Saisonrennen gesammelt hat, hat er gerade mal 25 Punkte mehr als Helio Castroneves. Für den Brasilianer wiederum war das Indy 500, das er zum vierten Mal als Sieger beendet hat, der erste Renneinsatz in dieser Saison.

In Detroit wird Castroneves am nächsten Wochenende nicht dabei sein. Sein zweiter Einsatz im Rahmen seiner Teilzeitsaison für Meyer Shank Racing ist für den 8. August auf dem spektakulären neuen Stadtkurs in Nashville vorgesehen.

1,179 Millionen US-Dollar für 0,493 Sekunden (3. Juni)

Helio Castroneves, Alex Palou

Helio Castroneves errang seinen vierten Indy-500-Sieg knapp vor Alex Palou Zoom

Alex Palou, der in der Schlussphase des Indy 500 am vergangenen Sonntag von Helio Castroneves auf der Außenbahn von Turn 1 überholt wurde, hat bei seinem zweiten Start beim 500-Meilen-Klassiker den Sieg um weniger als eine halbe Sekunde verpasst, konkret um 0,493 Sekunden. In dieser kurzen Zeitspanne sind ihm unterm Strich 1,179 Millionen US-Dollar durch die Lappen gegangen.

Denn während Castroneves laut offizieller Preisgeld-Tabelle 1.828.305 Millionen Dollar für den Sieg kassiert hat, muss sich Palou mit 649.305 Dollar begnügen. Der 24-jährige Spanier darf sich aber mehr als nur trösten damit, dass seine IndyCar-Karriere gerade erst ins Rollen kommt. Mit dem zweiten Platz beim Indy 500 hat Palou die klare Führung in der aktuellen IndyCar-Gesamtwertung 2021 übernommen.

Zu verdanken hat Palou seinen 36-Punkte-Vorsprung auf Ganassi-Teamkollege und Vorjahreschampion Scott Dixon nicht zuletzt der Tatsache, dass das Indy 500 das einzige Saisonrennen ist, für das es doppelte Punkte gibt. Hinzu kommen beim Saisonhöhepunkt noch die Bonuspunkte für die Top 9 der Startaufstellung. In diesem Fall freilich hat Dixon als der Polesetter die meisten Punkte kassiert, nämlich neun.

30. Jahrestag des kompletten Andretti-Podiums (2. Juni)

John Andretti, Michael Andretti, Mario Andretti

In Milwaukee 1991 siegte Michael Andretti vor John Andretti und Mario Andretti Zoom

Am 2. Juni 1991 wurde beim CART-Rennen in Milwaukee IndyCar-Geschichte geschrieben. Denn aus der Andretti-Familie fuhr nicht nur einer, nicht nur zwei, sondern gleich drei auf das Podium. Michael Andretti, der für Newman/Haas fuhr, gewann das Rennen nach 200 Runden auf dem Ein-Meilen-Oval. Cousin John Andretti, der für das Team von Jim Hall fuhr, wurde Zweiter. Und Mario Andretti, Vater von Michael und Onkel von John, belegte als Michaels Newman/Haas-Teamkollege den dritten Platz.


CART 1991: Milwaukee

Weder zuvor noch seitdem hat es ein zweites Beispiel eines solchen, komplett von einer Rennfahrerfamilie besetzten, Podiums bei einem IndyCar-Rennen gegeben. Für Michael Andretti war der denkwürdige Triumph, der sich heute zum 30. Mal jährt, der erste von acht Saisonsiegen auf dem Weg zu seinem einzigen IndyCar-Titel als Fahrer. Der im Januar 2020 verstorbene John Andretti hatte zweieinhalb Monate vor Milwaukee seinen einzigen IndyCar-Sieg eingefahren. Und für Mario Andretti war es eines von insgesamt 15 IndyCar-Rennen, bei denen er gemeinsam mit Sohn Michael auf dem Podium stand.

Castroneves' Indy-500-Siegesjubel in Bildern (1. Juni)

Helio Castroneves

Helio Castroneves feierte seinen vierten Indy-500-Sieg überschwänglich Zoom

Mit seinem am Sonntag eingefahrenen Indy-500-Sieg für Meyer Shank Racing hat Helio Castroneves in dreifacher Hinsicht ein Ausrufezeichen gesetzt. Neben der Tatsache, dass er nun der vierte Vierfachsieger (neben A.J. Foyt, Al Unser und Rick Mears) ist, waren nur drei Fahrer bei einem Indy-500-Sieg älter als der 46-jährige Castroneves: Emerson Fittipaldi, Bobby Unser und Rekordhalter Al Unser, dessen vierter Indy-500-Sieg (1987) fünf Tage vor seinem 48. Geburtstag gelang.

Abgesehen davon ist Castroneves, dessen erste drei Indy-500 für das Penske-Team zustande kamen, nun der 13. Fahrer, der das "Greatest Spectacle in Racing" für unterschiedliche Teams gewonnen hat. Die anderen, denen das gelungen ist, sind: A.J. Foyt, Al Unser, Louis Meyer, Wilbur Shaw, Johnny Rutherford, Bobby Unser, Dario Franchitti, Tommy Milton, Emerson Fittipaldi, Arie Luyendyk, Dan Wheldon und Juan Pablo Montoya.

Die schönsten Bilder der Siegesfeiern von Castroneves und dem zum ersten Mal überhaupt bei einem IndyCar-Rennen siegreichen Rennstall von Michael Shank in Indianapolis gibt es in unserer Bildergalerie. Diese enthält sowohl die emotionalen Fotos vom Sonntag, als Castroneves auch von zahlreichen Fahrerkollegen gratuliert wurde, als auch die offiziellen Siegerfotos vom Montag.

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