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Zankapfel Strategiegruppe: Wird am Ziel vorbei gedacht?

Für Manor-Marussia-Sportdirektor Graeme Lowdon ist die Formel-1-Strategiegruppe eine Instanz, in der die relevanten Fragen gar nicht erst auf den Tisch kommen

(Motorsport-Total.com) - Wiedereinführung der Tankstopps, generelle Einführung von Kundenautos, Rückkehr zu breiteren Reifen, Veränderung der Aerodynamik: All das sind Punkte, die beim jüngsten Treffen der Formel-1-Strategiegruppe in London diskutiert wurden. Mitglieder der Strategiegruppe sind die Topteams Ferrari, McLaren, Mercedes, Red Bull und Williams sowie das in der Konstrukteurswertung des Vorjahres bestplatzierte weitere Team - aktuell Force India.

Graeme Lowdon

Graeme Lowdon fragt sich, ob die Strategiegruppe die richtigen Fragen stellt Zoom

Am Endes des Feldes hat man nicht nur erhebliche Zweifel daran, dass die großen Teams die für alle richtigen Entscheidungen treffen. Graeme Lowdon, Sportdirektor des Manor-Marussia-Teams, geht noch einen Schritt weiter und zweifelt das Gesamtkonzept der Strategiegruppe an.

"Eine Strategie besteht zunächst einmal darin, eine Analyse vorzunehmen. Anschließend werden Ziele und Meilensteine gesetzt. Abschließend wird ein Plan ausgearbeitet", erklärt Lowdon gegenüber 'Autosport' sein Verständnis von Strategie und fügt hinzu: "Wenn ich mir die Strategiegruppe so ansehe, dann kann ich nicht erkennen, dass diese jemals eine Strategie ausgesprochen hätte."

Stattdessen tut diese Instanz in den Augen Lowdons "nichts anderes als einzelne Teile von Ideen herauszupicken, sei es das Nachtanken, die Kundenautos oder was auch immer". Dabei seien "Nachtanken und Kundenautos keine Strategien", wie der Manor-Marussia-Sportdirektor darlegt. Und so stellt er sich die Frage, ob in der Strategiegruppe überhaupt die relevanten Fragen gestellt werden.

"Meiner Ansicht nach wird wahnsinnig viel Mühe darin investiert, Fragen zu beantworten. Vielleicht aber sind die Fragen schon falsch. So ziemlich das Schlimmste, was man tun kann, ist, die falsche Frage zu stellen und dann jedermann damit zu beschäftigen, das falsche Problem zu lösen", sagt Lowdon. Dem Verständnis des Briten zufolge müsse man vielmehr die Frage klären, wie die Gesamtstrategie der Formel 1 aussehen soll. Konkret: Was wird unternommen, um die Formel 1 wachsen zu lassen?

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