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Toyota will in Melbourne 110 Prozent geben

Mit einigen Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr beginnt für Toyota am Sonntag in Melbourne die zweite Formel-1-Saison

(Motorsport-Total.com) - Fast genau ein Jahr ist es her, dass Toyota im Melbourner Albert Park dank Mika Salo gleich beim Debüt in der Formel 1 einen Punkt geholt hat. In der Zwischenzeit ist beim japanisch-deutschen Rennstall viel passiert und man hofft auf einen ähnlich guten Start in die Saison 2003.

Irvine, Salo

Mika Salo holte letztes Jahr den ersten Punkt überhaupt für Toyota

Aus den ? ohnehin nur wenigen ? Fehlern des ersten Jahres hat man bei Toyota Lehren gezogen: Die beiden Fahrer wurden ausgetauscht, das Management im Detail umstrukturiert, ohne dabei alles auf den Kopf zu stellen, die technische Seite verfeinert. Der neue TF103 ähnelt aerodynamisch stark dem letztjährigen Ferrari und lieferte im Windkanal vielversprechende Daten ab, während der Motor ein weiterer Sprung nach vorne ist und damit quasi in der ersten Liga der PS-Wertung anklopft.

Kurzum: Toyota wird als mögliche Überraschung der kommenden Saison gehandelt. Dennoch hielt sich Teamchef Ove Andersson mit seinen Prognosen wie gewohnt zurück: "Es ist seltsam, am Beginn unserer zweiten Saison wieder in Melbourne zu sein. Ein ganzes Jahr ist vergangen, seit wir hier unseren ersten WM-Punkt gefeiert haben. Wir haben jetzt sieben Wochen damit verbracht, den TF103 intensivst zu testen, um ihn gut auf dieses Rennen vorzubereiten."

Der Skandinavier weigerte sich, eine genaue Zielvorgabe für Melbourne in der Öffentlichkeit zu nennen, versicherte aber, dass seine beiden Fahrer "110 Prozent" geben werden. Und: "Ich bin sicher, die neuen Qualifying-Regeln werden uns einige Überraschungen bescheren." Ziel von Toyota muss sein, aus dem neuen Format der Grand-Prix-Wochenenden Vorteile zu ziehen, zumal man ? im Gegensatz zu anderen Teams ? noch nicht ganz so sehr an den bisherigen Ablauf gewöhnt war.

Bei den Fahrern hat sich Toyota für eine äußerst unterschiedliche Paarung entschieden: Olivier Panis gilt mit 125 Grand-Prix-Einsätzen und einem Sieg in Monaco 1996 als Veteran, während Cristiano da Matta am Sonntag zum ersten Mal in der Formel 1 antreten wird. Der Brasilianer kommt frisch aus der amerikanischen CART-Serie, wo er letztes Jahr überlegen den Titel geholt hat.

Vor seinem ersten Grand Prix stellt sich da Matta "auf eine große Herausforderung" ein: "Die Tests letzte Woche in Imola und Jerez waren recht vielversprechend und ich habe ein gutes Gefühl für den TF103. Wegen der veränderten Regeln werde ich vor dem ersten Qualifying am Freitag Nachmittag nicht so viel Zeit zum Lernen haben, aber ich bin trotzdem guter Dinge. Auf dem Papier sieht die Strecke technisch anspruchsvoll aus, ein Mix aus schwierigen Bremszonen und langsamen Kurven."

Weil der 29-Jährige zuletzt zugegeben hat, dass ihm in langsamen Passagen noch ein wenig die "Finesse" fehlt, steht ihm wohl ein herausforderndes Wochenende bevor. Ganz anders sieht es bei Olivier Panis aus, der mit Ausnahme von 2000 immer in Melbourne am Start war: "Die Strecke macht Spaß und es gibt ein paar Stellen zum Überholen, aber das Problem ist, dass es nur eine gute Ideallinie mit genug Grip gibt."

Daher sei es "leicht, einen Fehler zu machen." Und: "Am ersten Tag ist es immer sehr staubig. Es ist schwierig, die richtige Reifenmischung von Michelin auszusuchen. Nachdem ich jetzt seit Januar mehr als 3.000 Kilometer im TF103 getestet habe, wird das mein Renndebüt für Toyota. Die neuen Qualifying-Regeln halte ich für sehr interessant und ich freue mich auf ein spannendes Wochenende."

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