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Da Matta: Unterschiede zwischen CART und Formel 1

Cristiano da Matta erläuterte kurz vor Saisonbeginn noch einmal einige Unterschiede zwischen CART-Serie und der Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Nach Michael Andretti (USA), Jacques Villeneuve (Kanada) und Juan-Pablo Montoya (Kolumbien) ist der Brasilianer Cristiano da Matta der vierte CART-Champion, der in den letzten Jahren in die Formel 1 übergewechselt ist. Die Umstellung hat da Matta zwar noch nicht optimal hinter sich gebracht, zumindest aber kommt er von Tag zu Tag besser in Fahrt.

Cristiano da Matta

Langsam stellt sich da Matta besser auf die Formel 1 ein

Anfangs fehlte dem Toyota-Piloten bei den Tests eine volle Sekunde auf Olivier Panis, doch speziell in den letzten Wochen fand er sich immer besser zurecht. Dennoch glaubt er nicht, dass er seinen Höhepunkt schon erreicht hat: "Es geht relativ schnell, 95 Prozent des Potenzials auszuschöpfen, aber für 100 braucht man schon wesentlich länger." Gerade in langsamen Kurven könne er sich verbessern: "Da fehlt mir noch Finesse."

Hauptverantwortlich dafür, dass er sich erst langsam ans Limit herantasten muss, ist die Umstellung von den relativ schwerfälligen CART-Boliden auf die High-Tech-Raketen der Formel 1, wie er 'Reuters' erklärte: "Die PS-Leistung ist ähnlich, aber das Handling kann man überhaupt nicht vergleichen. Ein Formel 1 wiegt mit Fahrer 600 Kilogramm, ein CART 800. Das ist ein Unterschied von 25 Prozent im Gewicht."

Generell gelten Formel-1-Autos als agiler, aber auch schwerer kontrollierbar als CART-Autos. Abgesehen von der unterschiedlichen technologischen Philosophie ? in der Formel 1 steht die Technik im Vordergrund, in den Staaten der Fahrer ? kommt ein großer Unterschied auch von den Rillenreifen, die nahezu jeden Formel 1 am Limit instabil werden lassen. In der CART-Serie ist der Grat zwischen vollem Risiko und Abflug wesentlich breiter.

Daher hat da Matta vor, "eine Menge Informationen" mit Juan-Pablo Montoya, den er aus gemeinsamen Tagen in den USA noch gut kennt, auszutauschen: "Allerdings werden wir uns nicht so viel über das Fahren unterhalten, denn die Probleme, die ich habe, kennt er nicht mehr, weil er schon länger hier ist. Grundsätzlich ist ein Formel-1-Auto sehr fragil. Man muss ruhig und weich damit umgehen."