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Stuck ergreift Partei für "Schumi II"

F1-Experte Hans-Joachim Stuck findet, dass die Kritik an Ralf Schumacher nur teils wirklich berechtigt ist

(Motorsport-Total.com) - Sportlich gesehen lief es für Ralf Schumacher in dieser Saison mit 3 Siegen und insgesamt 49 geholten WM-Punkten sowie dem zu seinen Gunsten ausgefallen Teamduell von 11:6 eigentlich fabelhaft, dennoch aber sieht sich der 26-Jährige in den letzten Wochen des Öfteren in der Schusslinie stehen und wird mit jeder Menge an Kritik überhäuft.

Ralf Schumacher (BMW-Williams)

Ralf Schumacher steht derzeit in der Kritik

Ganz unschuldig an der über ihn hereingebrochenen Welle an Negativ-Presse ist der Bruder des vierfachen Formel-1-Weltmeisters jedoch nicht, denn seine öffentliche Forderung, BMW-Williams möge 2002 einen festen Nummer 1-Piloten benennen, brachte die Diskussion erst in Gang. Inzwischen hat "Schumi II" zwar seine ursprüngliche Meinung korrigiert, jedoch gab es zuletzt für ihn Schelte vom WilliamsF1-Führungsduo Frank Williams und Patrick Head. Die beiden kritisierten, dass der Jung-Vater zum Ende der Saison nicht mehr die Leistungen erbrachte die man von ihm hätte erwarten können und gegenüber seinem kolumbianischen Teamkollegen stark abgefallen war und lustlos bei Testfahrten arbeitete.

Schumacher-Manager Willi Weber hat für seinen Schützling einen einfachen Ratschlag parat: "Ralf lernt sehr schnell, er kann Rennen gewinnen, das hat er gezeigt. Den Speed hat er auf jeden Fall. Vielleicht muss er noch analytischer werden - und sich wie Michael mehr und konsequenter um das Auto, die Abstimmung und das Team kümmern", erklärte Weber in einem auf der Homepage von Ralf Schumacher veröffentlichten Gespräch.

Weber glaubt, dass Ralf, der zuletzt mitteilte, dass Frank Williams sich viel mehr mit Juan-Pablo Montoya beschäftigt habe und sich die beiden offensichtlich näher stehen würden, einfach nur sicherstellen muss, dass er 2002 schneller als Montoya ist. "Jeder Teamchef, egal wie er heißt, wird immer hinter dem schnelleren Mann stehen."

ALMS-Pilot und Formel-1-Experte Hans-Joachim Stuck findet die an Ralf geäußerte Kritik nur teilweise berechtigt, wie er gegenüber dem Sportinformationsportal 'sport1' verriet.

"Die Vorwürfe sind nicht aus der Luft gegriffen. Ralf Schumacher ist wohl nicht derselbe konsequente Arbeiter, wie zum Beispiel ein Juan-Pablo Montoya", teilte Stuck seine Meinung zum Thema mit und führte darüber hinaus an, dass Montoya sowohl mit Erfolgen als auch Niederlagen öffentlich gut umgehen kann und in dieser Hinsicht lockerer als sein deutscher Teamkollege sei, was ihm natürlich Sympathien eingebracht habe.

Die "Hetz-Politik" der WilliamsF1-Führungsduos, allen voran von Patrick Head, kann und will Stuck aber nicht gutheißen: "So wie ich Ralf kenne, hoffe ich, dass er sich die Aussagen von Head und Williams nicht zu sehr zu Herzen nimmt. Denn solche Aussage von einem Teamchef halte ich für äußerst undiplomatisch."

Während Williams und Head die Meinung vertreten, dass ein wenig "Ansporn" wohl nicht schaden und der Teamleistung nur dienlich sein kann, ist Stuck ein Vertreter der Fraktion, welche für "Harmonie" in einem Formel-1-Team plädiert.

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