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Berger: Unsere Fahrerpaarung ist am besten

Gerhard Berger sieht Williams in Sachen Fahrer im Vorteil, rechnet aber damit, dass Ferrari erneut nicht zu schlagen ist

(Motorsport-Total.com) - Obwohl die Saison 2002 offiziell erst in vier Monaten mit dem Australien-GP startet, herrscht schon zum jetzigen Zeitpunkt wieder Hochbetrieb. Die Teams selbst sind mit der Konstruktion und dem Design ihrer neuen Boliden, sowie den demnächst anstehenden Präsentationen ihrer Autos beschäftigt, die Fahrer nutzen die testfreie Zeit um etwas mit der Familie oder Freunden zu relaxen und zum Fitness-Training, und die Verantwortungsträger der Teams äußern ihre Einschätzungen über das zu erwartende Kräfteverhältnis im nächsten Jahr.

Gerhard Berger

Berger denkt, dass man mit McLaren um Platz 2 kämpfen wird

Das BMW-Williams-Team, welches bereits im Vorjahr beeindruckte und in dieser Saison den Formel-1-Fans mit vier Rennsiegen und der gleichen Anzahl an Pole Positionen einen Vorgeschmack auf mehr gab, wird mittlerweile ganz offiziell als der einzige Rennstall gehandelt, welchem es gelingen könnte Ferrari vom Thron zu stürzen. Gerhard Berger, seines Zeichen als BMW-Motorsportdirektor in verantwortungsvoller Position und bestens über alle Entwicklungen informiert, bremste dieser Tage die Hoffnungen der Fans jedoch wieder ein wenig ein.

"Es wird zwischen uns und McLaren einen Kampf um Platz 2 in der Meisterschaft geben. Sie sind zu Michelin gewechselt, sie werden einen neuen Motor von Mercedes für die nächste Saison haben, und gegenwärtig sind sie dabei ihre neue Fabrik fertig zu stellen. Es verändert sich bei ihnen eine ganze Menge - bei Ferrari ist das Gegenteil der Fall", erklärte Berger, der das Risiko der vielen Veränderungen bei McLaren als möglichen Angriffspunkt ausgemacht hat, welcher BMW-Williams 2002 möglicherweise die Oberhand über die Konkurrenz aus Woking gewinnen lassen könnte, in London. Allerdings weiß der Österreicher aus eigener Erfahrung auch zu berichten, dass McLaren in der Lage ist einen vom ersten Renneinsatz siegfähigen Boliden auf die Beine zu stellen.

Aus diesem Grund stehen auch die Räder bei BMW in München nicht still. Während in der Williams-Fabrik in Grove an der Aerodynamik und dem Chassis im Allgemeinen gefeilt wird, tüfteln die Konstrukteure in Deutschland am Motor vom Typ P80, welcher seinen Vorgänger in Sachen Leistung, Gewicht und Standfestigkeit übertreffen soll.

"Wir werden genauso aggressiv vorgehen wir im letzten Jahr. Persönlich stellt sich für mich bei einem neuen Motor nicht zuerst die Frage wie groß oder schwer er ist, sondern ob er konkurrenzfähig und zuverlässig ist", deutete Berger gegenüber den englischsprachigen Medien an, dass man in Sachen Weiterentwicklung der ursprünglichen Strategie treu bleibt und nicht aus Angst vor möglichen Problemen zu konservativ entwickeln wird.

Wenngleich der 210-fache GP-Teilnehmer Ferrari auf Grund des Dreamteams Schumacher-Todt-Brawn-Byrne für eine hart zu knackende Nuss hält, sowie Michael Schumacher als den Mann bezeichnet, welchen es 2002 zu schlagen gilt, so ist der 42-jährige Österreicher davon überzeugt, dass man mit Ralf Schumacher und Juan-Pablo Montoya über die stärkste Fahrerpaarung aller Teams verfüge und dies BMW-Williams am Ende vielleicht von Vorteil sein wird.

"Meiner Meinung nach haben wir die stärkste Fahrerpaarung. Ferrari hat Michael, keine Frage, aber sie haben halt nur Michael. Bei Williams haben wir Ralf und Juan-Pablo, und zwischen den beiden eine weitere Situation wie es sie damals zwischen Nigel Mansell und Nelson Piquet gab."

Auf die Frage, ob denn nun der Deutsche oder der Kolumbianer die bessere Leistung in dieser Saison abgeliefert hat, äußerte sich Gerhard Berger diplomatisch: "Juan-Pablo hatte zu Beginn Schwierigkeiten das Maximum aus allem herauszuholen, jedoch hat er das dann später hinbekommen und in Japan sah ich einen komplett anderen Piloten als bei Saisonbeginn in Australien. Für mich stellt sich nur die Frage, ob er sich beständig weiter entwickeln wird, oder nicht. Was Ralf anbelangt, so haben wir in dieser Saison zwei unterschiedliche Ralfs gesehen. Den manchmal beeindruckenden und ein anderes Mal enttäuschenden Ralf. In den letzten vier Rennen hat ihm Montoya ziemlich die Show gestohlen, aber warten wir einfach mal ab was nächstes Jahr passiert."

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