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Schneller, attraktiver, besser: Aero-Regeln für 2017 festgelegt

Die Strategiegruppe hat sich in dieser Woche auf einen neuen Look der Formel-1-Autos geeinigt: Boliden sollen schneller, aggressiver und schöner werden

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat sich auf ein neues Aussehen der Autos ab 2017 geeinigt. Wie Williams-Technikchef Pat Symonds am Rande des Großen Preises von Abu Dhabi erklärt, wurde ein neues Aerodynamik-Reglement am Dienstag von der Strategiegruppe definiert und festgezurrt. Jetzt müssen die Vorschläge nur noch vom Motorsport-Weltrat bestätigt werden, doch das hält der Brite für eine Formalität.

Studie 2017, Andries van Overbeeke

Derzeit geistern einige Studien über die Autos 2017 durch die Gegend Zoom

Ein Großteil der Änderungen wurden von einem Vorschlag übernommen, den Red Bull vor Kurzem eingebracht hat. "Wir haben einen größeren Diffusor, einen beträchtlichen Frontflügel und ich denke ein ziemlich attraktives Aussehen", beschreibt Symonds das neue Design der Boliden. "Es ist ein kleines bisschen retro, aber der Auftrag der Strategiegruppe war es, die Autos schneller und das Aussehen besser zu machen - ich denke, diese beiden Dinge haben wir erreicht."

Das neue Aerodynamik-Paket soll dazu führen, dass die Rundenzeiten schneller werden und das Auto wieder zu einer größeren Herausforderung für die Fahrer wird. Dazu hat man Artikel 3 des Technischen Reglements, der Bodywork und Abmessungen regelt, überarbeitet und einen Entwurf an alle Teams verfasst, der in der kommenden Woche nach dem Saisonfinale herausgegeben wird.

Allerdings seien die Regeln ziemlich offen gestaltet worden, sodass das Paket ziemlich flexibel sein wird. "Wir haben eine ziemlich offene aerodynamische Plattform, und es wird nicht viel dazugehören, um Performance hinzuzufügen", so Symonds, der aber gleichzeitig die Kehrseite erwähnt: Das Überholproblem, das Lewis Hamilton in Brasilien anprangerte, wird dadurch nicht gelöst. "Je mehr Abtrieb man am Auto hat, desto schwieriger lässt es sich folgen. Und dieses Auto hat noch mehr Abtrieb."


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Die Situation kommt auch durch neue Reifen zustande: Pirelli hat sich darauf verständigt, breitere Reifen zu liefern, doch laut Symonds seien die erwarteten Gripzuwächse dennoch gering. "Daher müssen wir die Aero-Seite der Dinge ein wenig pushen", so der Brite. Die Reifenbreite wird im neuen Artikel nicht mit definiert, doch Pirelli will die Pneus von 375 auf 420 Millimeter verbreitern.

Insgesamt ist Symonds aber schon einmal zufrieden mit den Ergebnissen der Strategiegruppe von Paris. "Wir sind jetzt in einer Position, fortfahren zu können. Soweit ich weiß, ist jeder in der Strategiegruppe glücklich, und auch die Formel-1-Kommission ist glücklich." Bis zum März müssen die Regeln vom Weltrat ratifiziert werden. "Es ist genügend Zeit dafür da", so Symonds. "Wir haben das getan, worum wir gebeten wurden."