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Sainz verrät: Toro Rosso verzichtet auf Renault-Update

Carlos Sainz gibt bekannt, dass sein Toro-Rosso-Team 2015 nicht mehr mit dem Renault-Update an den Start gehen wird - Lösung in Motorenfrage lässt Rookie kalt

(Motorsport-Total.com) - Elf von zwölf Entwicklungstoken hat Motorenhersteller Renault im Vorfeld des Grands Prix der USA dazu verwendet, ein Motorenupdate in Austin an den Start zu bringen. Ein leistungsfähigerer und effizienterer Verbrennungsmotor soll den Renault-Kunden Red Bull und Toro Rosso am USA-Wochenende zur Verfügung stehen, doch will man die neue Spezifikation nicht nutzen. Zumindest Toro-Rosso-Rookie Carlos Sainz stellt im Vorfeld des Rennens klar, dass sein Team das Update in dieser Saison nicht mehr verwenden werde, da sich die nach sich ziehende Strafversetzung in der Startaufstellung nicht rentieren würde - dafür seien die Entwicklungsschritte zu klein.

Carlos Sainz

Sainz gibt sich gelassen über ungeklärte Motorensituation bei Toro Rosso: "Mir egal" Zoom

"Wir werden für das restliche Jahr mit dieser alten Spezifikation fahren", lässt der 21-Jährige die Medienvertreter am Donnerstag am Circuit of the Americas wissen. Die kommenden vier Strecken (USA, Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi) seien zwar nicht die besten für den Renault-Motor, da immer wieder lange Geraden gefahren werden, trotzdem rechnet Sainz damit, in die Nähe der Top 10 zu kommen.

"Als Letzter zu starten, das wäre zu viel. Das würde sich nicht auszahlen. Wir werden also mit dieser Modifikation fahren, die wir jetzt haben. Die ist gut genug, um die Saison damit zu beenden. Das Saisonende wird wichtig sein, weil wir noch vier Rennen haben, wo uns die Strecken nicht so schlecht liegen sollten", führt der Rookie aus. Schon Daniel Ricciardo vom Schwesternteam Red Bull hat in der Pressekonferenz am Donnerstag anklingen lassen, dass man bei Red Bull überlegt auf die Ausbaustufe zu verzichten, da die Vorteile zu gering seien, um eine Strafversetzung rechtfertigen zu können.

"Letzter Startplatz wäre zu viel. Das würde sich nicht auszahlen." Carlos Sainz

"Außerdem haben wir schon viele Punkte in der Saisonmitte verloren. Wir benötigen also vier Rennen, wo wir uns ordentlich qualifizieren", und am Ende auch Punkte ins Ziel bringen, so Sainz. Er möchte keine weiteren Strafen auf sich nehmen, gesteht der Spanier.

Zumindest fährt Toro Rosso in diesem Jahr überhaupt noch mit Renault-Antrieb, für 2016 ist das nicht gesichert. Die Motorensituation rund um die beiden Red-Bull-Teams ist weiterhin ungeklärt, was den Bullen-Sprössling jedoch nicht aus dem Konzept bringt: "Die Fahrer, Ingenieure und Mechaniker sind alle sehr gelassen. Alles hat sich ein bisschen beruhigt, obwohl wir noch keinen unterschriebenen Vertrag haben. Alles zeigt in die richtige Richtung."


Fotos: Carlos Sainz, Großer Preis der USA


Sainz gibt sich gelassen, obwohl er noch nicht weiß, ob er im kommenden Jahr überhaupt ein Cockpit sein Eigen nennen können wird: "Mir ist das völlig gleichgültig. Ich bin mir sicher, dass sie eine Lösung finden werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, hoffentlich früher als später, damit wir uns auf das nächste Jahr vorbereiten können. Ich denke, es wird sehr bald sein."

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