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Red Bull in Monaco: Aufwind dank Ricciardos "Heimvorteil"?

Das Red-Bull-Team blickt mit Sorgenfalten ins Fürstentum - Daniel Ricciardo freut sich auf den Klassiker, bei dem er im Vorjahr Dritter wurde

(Motorsport-Total.com) - Das Red-Bull-Team reist mit mageren 30 Zählern ins Fürstentum Monte Carlo. Bisher lief die Saison alles andere als nach Wunsch. Bei den Bullen machte sich der Frust schnell breit, sogar von einem Ausstieg aus der Formel 1 war die Rede. Nun flammten neue Gerüchte um einen möglichen Einstieg von Audi auf. Abgesehen von all diesen Spekulationen werden Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat das Rennwochenende in Monaco bestreiten.

Daniel Ricciardo

Monaco 2014: Daniel Ricciardo wird Dritter hinter den Mercedes-Jungs Zoom

Für den Australier ist es in diesem Jahr bereits sein zweites "Heimrennen", da der Sonnyboy im Fürstentum lebt. Er beschreibt im Vorfeld die Faszination Monaco: "Von Standpunkt des Fahrers aus gesehen ist es ein Kurs, wo der Fahrer mehr Einfluss hat. Ein Formel-1-Auto zu fahren ist immer besonders - das Tempo, die Power, die Beschleunigung haut dich um - aber hier ist es als ob du eine schnelle Runde in einem Supermarkt fahren würdest, das ist so cool."

Er hat sich schon als kleiner Junge mehr oder weniger auf den Straßenkurs vorbereitet: "Da gibt es diesen Spruch, dass Rennfahrern in Monaco ungefähr so ist, als würde man mit dem Fahrrad im Badezimmer fahren. Ich habe es als kleines Kind geliebt mit dem Rad im Haus herumzufahren, weil es dort viel mehr Hindernisse gab und es gefährlicher war. So ist das hier: Du hast die Mauern rund um die Strecke und die Wellen im Kurs, das fühlt sich so real an. Die Strecke hat viel Charakter, das kann man im Auto spüren."

Keine Fertignudeln um 3 Uhr früh...

Er weiß: "Fehler darfst du dir nicht erlauben, deine Konzentration ist am Anschlag und du bist von dir selbst überrascht, wie schnell du alles machst. Nur eine Runde zu vollenden ist schon eine Errungenschaft." Eine Errungenschaft war im Vorjahr auch sein dritter Platz beim Grand Prix hinter Nico Rosberg und Lewis Hamilton.


Fotostrecke: F1 Backstage: Monte Carlo

Die Energie, die von der besonderen Atmosphäre in Monte Carlo ausgehe, sei einzigartig. "Die großen Boote, die Gönner, die coolen Leute, Hollywood - das ist alles dort. Ich bin nicht wirklich sehr daran interessiert, aber es erschafft eine verrückte Atmosphäre über das Wochenende und es lässt das Adrenalin hochschießen."

Als fast Einheimischer kennt sich Ricciardo auch bei den Clubs und Restaurants aus. "Man kann es am TV nicht sehen, aber es gibt diesen netten Ort - ständig ändert er den Namen, aber ich glaube es gehört Flavio - unterhalb von der Einfahrt des Tunnels mit einem wirklich tollen Blick über das Mittelmeer. Dann sind da die Bars rund um Rascasse, da hat man immer Spaß. Auch Sass Cafe ist nett. Dort hast du den Vorteil, dass er sieben Nächte in der Woche offen hat und sogar am Sonntag bis 3 Uhr früh. Das kann praktisch sein, wenn du spät von einem Rennen oder einem Event nach Hause kommst und keine Fertignudeln als Abendessen haben willst", witzelt der dreifache Grand-Prix-Sieger.

Kwjat hat's gerne ruhig

Sein Teamkollege Daniil Kwjat hatte in der bisherigen Saison wenig zu lachen. Gerade einmal fünf Punkte kann er in der WM-Wertung für sich verbuchen - die restlichen 25 auf dem Red-Bull-Konto kommen von Ricciardo. Der junge Russe ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal in Monaco gefahren. Daran erinnert er sich gerne zurück: "Ich habe mich gut geschlagen im Qualifying (neunter Platz; Anm. d. Red.) vergangenes Jahr, aber konnte nur eine Handvoll Runden absolvieren, weil ich ein Problem mit dem Auto hatte. Es ist wirklich eine tolle Runde, in einem Atemzug scheint alles vorüber zu sein."


Fotos: Red Bull, Großer Preis von Spanien


Der 21-Jährige weiß, was es in Monaco braucht: "Auf dieser Strecke geht es um Selbstvertrauen. Du musst dich selbst finden und in den Rhythmus kommen. Am Anfang ist es ein großer Test. Rauszugehen und das Selbstvertrauen zu finden, das ist nicht einfach." Mit dem Trubel und dem wenigen Platz kommt Kwjat weniger gut zurecht: "Es ist sehr eingeschränkt und man hat nicht viel Platz für einen selbst. Es ist einzigartig und beeindruckend, aber ich versuche mich auf das zu konzentrieren, weshalb wir dort sind."

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