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Rahal: "Irvine ist unser Mann"

Jaguar-Teamchef Bobby Rahal würde eine Vertragsverlängerung mit Irvine zum jetzigen Zeitpunkt befürworten

(Motorsport-Total.com) - Als Eddie Irvine als Vizeweltmeister von Ferrari in der Saison 2000 zu Jaguar wechselte, da erwarteten die Experten nach der starken Saison von Stewart in der Saison 1999, dass der Ire bei den Grünen das eine oder andere Mal auf das Podium fahren wird. Stattdessen musste das Team erkennen, dass der Jaguar R1 ein Rückschritt war. Die schwache Saison jedoch rief erneut die Irvine-Kritiker auf den Plan, auch Niki Lauda, der in seinen Analysen nicht immer von der Leistung des Iren überzeugt war.

Eddie Irvine

Irvine hat in letzter Zeit viele Kritiker zum Schweigen gebracht

Und ausgerechnet jener Mann nahm seine Arbeit vor ein paar Monaten bei Jaguar als Rennsportleiter auf. Mittlerweile hat der Österreicher seine Meinung geändert. Eddie Irvine ist sicherlich nicht der schnellste Fahrer, aber das Image des faulen Playboys hängt ihm absolut zu unrecht an, wie der dreifache Formel-1-Weltmeister anerkennend meint.

Die Rennen in Monaco, als Eddie Irvine Dritter wurde, und seine packende Aufholjagd in Magny-Cours mit brillanten Überholmanövern haben weitere Kritiker zurecht verstummen lassen. Jaguars neuer Teamchef Bobby Rahal war nie ein Kritiker des 35-Jährigen gewesen, höchstens ein vernünftger Skeptiker, den der Ire aber mittlerweile voll und ganz überzeugt hat: "Eddie ist mit seiner momentanen Fahrweise für uns eine ziemlich sichere Wette. Er ist ein echter Racer, aus diesem Grund war er auch in Monaco so gut. Es gibt viele Fahrer, die eine schnelle Runde fahren können, aber es gibt wenige, die einen Fahrer verfolgen und in einen Fehler treiben oder überholen können. Eddie kann das", so der Amerikaner in der englischen Presse.

Immer wieder wurde Eddie Irvine als Wackelkandidat gehandelt, weil er vielleicht zu teuer sei, aber für die kommende Saison sind sowohl er als auch Pedro de la Rosa gesetzt. Was den Sitz des Spaniers für die Saison 2003 anbelangt, so gibt man sich bedeckt. De la Rosa könnte noch Eingewöhnungszeit brauchen, aber momentan wird er den Erwartungen seines Teams nicht gerecht.

Rahal ist von Irvine so überzeugt, dass er zum jetzigen Zeitpunkt an eine Vertragsverlängerung denken würde. Für ihn ist Eddie ein Fahrer, der sich im Gegensatz zu allen Gerüchten sehr wohl darum bemüht, das Team nach vorne zu bringen: "Eddie ist hier bei uns am längsten und hat zwei Jahre seiner Karriere und seines Lebens investiert. Es wäre schön, wenn er unseren ersten Sieg holt." Irvine hatte erst jüngst erklärt, dass es weiterhin sein Ziel ist, den WM-Titel zu gewinnen. Dass er dieses Ziel bei Jaguar verfolgen möchte ist nur allzu verständlich. Jaguar kommt in Sachen Mythos nach Ferrari und er würde sich auch schon mit dem ersten Sieg für die Katze unvergessen machen.

Das Ziel für die kommende Saison sieht bei Jaguar Racing natürlich viel bescheidener aus. Bobby Rahal befürchtet, dass Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Williams auch in der kommenden Saison ganz vorne mitfahren werden. Das erklärte Ziel ist es aus diesem Grund, Rang 4 in der Konstrukteurswertung herauszufahren: "Das ist unser Ziel für die Saison 2002."

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