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Nach erstem Punkt: Wehrlein bläst zum Angriff auf Renault

Bei Manor ist die Stimmung auf dem Höhepunkt, nachdem Pascal Wehrlein in Österreich gepunktet hat - Greift das kleine Team nun Renault an?

(Motorsport-Total.com) - Der Punkt von Pascal Wehrlein beim Großen Preis von Österreich 2016 hat bei Manor für Feststimmung gesorgt. Für den Deutschen ist selbst Wolke sieben nicht genug, um die Lage zu beschreiben. "Wir haben Österreich auf Wolke neun verlassen und die Erinnerung ist immer noch frisch", lacht er. Für das Team waren es die ersten Punkte nach über zwei Jahren. Nach dem Beinahe-Kollaps und einer punktelosen Saison mit Vorjahresmaterial war dies genau das, was das Team gebraucht hat.

Pascal Wehrlein

Hohe Ziele, aber auch Bodenständigkeit: Pascal Wehrlein bringt Manor voran Zoom

Silverstone wäre ohnehin für Manor ein Höhepunkt im Kalender gewesen, schließlich ist das Hauptquartier nur 25 Kilometer entfernt in Banbury. Mit dem Punkt hat sich die Lage noch einmal verändert. "Ich hatte so viele Interviews, in denen ich alles noch einmal erleben konnte", schwärmt Wehrlein. "Es war so speziell, vor dem Team zu stehen und ihnen für die harte Arbeit zu danken, die uns in diese Position gebracht hat." Er hatte dafür der Fabrik einen Besuch abgestattet, um sich bei den Mitarbeitern zu bedanken.

Die Formsteigerung hatte sich bei den Rennen zuvor schon angekündigt. Sauber ist längst überholt, in Baku standen auch die beiden Renault schon einmal hinter den MRTs. "Ich hoffe, wir können uns in den nächsten Rennen weiter steigern und Renault in der Meisterschaft herausfordern", setzt er seinem Team hohe Ziele. Wehrlein hat mittlerweile klar die Führungsrolle im Team übernommen, die von ihm erwartet wurde. "In den ersten Rennen hatten wir noch Probleme, aber dann haben wir uns sehr verbessert, würde ich sagen", rekapituliert er.

Reifennutzung das A und O

Einen Schlüssel sieht er in der Reifennutzung. "Wir bringen sie jetzt zum Arbeiten und halten sie in einem guten Temperaturfenster, in dem wir nie zuvor gewesen sind", erläutert der 21-Jährige. "Wir hatten immer Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bringen, jetzt ist es wesentlich besser. Auch haben wir keine Probleme mehr mit dem Abbau - wir konnten in Österreich über 40 Runden auf dem weichen Reifen abspulen. Das zeigt, wie gut wir das Auto dort zum Arbeiten gebracht haben."

Er weiß aber auch, dass das nicht automatisch bedeutet, dass Manor auch in Silverstone in die Punkteränge fahren kann. "Es wäre sehr schön (wieder die Punkteränge zu erreichen; Anm. d. Red.), aber das hier ist ein anderes Wochenende und eine andere Strecke." Dass man in Österreich gut gewesen sei, übersetze sich nicht einfach auf eine andere Strecke. Wehrlein bleibt also auf dem Boden.

Rio Haryanto

Schlägt nach Wehrleins Glanztat in Silverstone die Stunde von Rio Haryanto? Zoom

Rio Haryanto hat das Gefühl, dass er nun derjenige sei, der an der Reihe ist, Kapital aus den jüngsten Verbesserungen bei Manor zu schlagen. "In Österreich lief es für mich nicht so gut", sagt der Indonesier. "Pascal und ich waren auf unterschiedlichen Strategien. Das war das Beste für das Team, weil wir so beide aus verschiedenen Situationen hätten profitieren können." In dem Fall lief es seines Erachtens also auf das Wehrlein-Szenario heraus. "Aber das Auto war wirklich wesentlich besser", fügt er hinzu. "Aber ich kann die Stimmung im Team nach dem ersten Punkt fühlen und jetzt geht es auf heimisches Geläuf."

Nicht nur Haryanto, auch Teamchef Dave Ryan freut sich auf die Gelegenheit, quasi vor der eigenen Haustür zu fahren: "Es ist eine seltene Gelegenheit für alle, die normalerweise in der Fabrik stationiert sind, ein ganzes Rennwochenende vor Ort zu erleben." Auch Ryan warnt, dass das Team auf dem Boden bleiben müsse und ein weiterer Punkt keine Selbstverständlichkeit sei. "Aber ich kann versprechen, dass wir wie bei jedem Event unser Bestes geben werden." Und vielleicht sorgt die Stimmung bei Manor sogar dafür, dass das Team noch weitere Reserven findet...

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