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  • 25.01.2004 · 13:09

  • von Marco Helgert

Montezemolo: "Generationswechsel in der Formel 1"

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo über den derzeitigen "Generationsswechsel" und die WM-Chancen von Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Spätestens seit der letzten Saison ist klar, dass die Überlegenheit von Ferrari verflogen ist. Michael Schumacher musste bis zum letzten Rennen warten, ehe er sich seinen sechsten WM-Titel sichern konnte. Wenn nichts Unerwartetes passiert, dann wird wohl auch die bald in Australien beginnende Saison spannend und hart umkämpft werden.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo kennt die Gegner von Ferrari

Doch in Maranello sind die Saisonziele klar definiert: erneute Wiederholung des Triumphes in der Fahrer- und Konstrukteurswertung. "Wir wollen wieder gewinnen, aber ich erwarte eine extrem massive Konkurrenz", erklärte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo in einem Interview mit der 'Welt am Sonntag'.#w1#

Schumachers Gegner: Barrichello, Montoya und Räikkönen

Die Namen der potenziellen Gegner von Michael Schumacher in diesem Jahr stehen für den Italiener bereits fest: "Barrichello, Montoya, Räikkönen und wie jedes Jahr eine Überraschung. Die Formel 1 erlebt im Moment einen Generationswechsel, der wird sich 2004 massiv bemerkbar machen", so Montezemolo. Gerade vor Räikkönen hat er immensen Respekt: "Der ist zwar noch extrem jung, aber neben Barrichello ist er nach Michael der Beste."

Sowohl Michael Schumacher als auch Rubens Barrichello werden in Melbourne im Cockpit des neuen Ferrari-Boliden sitzen, ein Einsatz des F2003-GA ist derzeit nicht geplant, liegt als Notlösung aber immer parat. Die verspätete Vorstellung des neuen Renners, der am Montag in Maranello der Öffentlichkeit präsentiert werden wird, beunruhigt Montezemolo indes nicht.

"Wir haben, bevor wir zwei Jahre mit einem Vorjahrswagen die Saison begonnen haben, auch gesiegt und die WM gewonnen", so der 56-Jährige. "Die Rückkehr zum alten System hat unsere Leute nur noch mehr angefeuert, denn alle mussten sich auf ein ultimatives Datum für die Fertigstellung des neuen Autos konzentrieren. Keiner hatte die Chance, sich auf den Einsatz des letztjährigen Autos zu verlassen."

Bridgestone muss für Ferrari kein Nachteil sein

Ein großes Fragezeichen steht jedoch noch hinter der Leistungsfähigkeit der Bridgestone-Reifen Die letzten Testfahrten haben jedoch gezeigt, dass die Japaner keineswegs hoffnungslos zurückliegen. Auch dass sechs Michelin-Teams, die alle über ein recht umfangreiches Budget verfügen, gegen Ferrari antreten, bringt durchaus Vorteile, davon ist Montezemolo überzeugt.

"Bridgestone arbeitet praktisch nur für uns nach Maß", so der Italiener, aber: "Dadurch liegt die Last der Test- und Entwicklungsarbeit bei uns alleine." Darin liegt jedoch auch ein Vorteil: "Wir können unser Auto wie ein Maßschuh um den Reifen und den Reifen um unser Auto bauen. Was kommt, weiß keiner."

Die absolute Siegessicherheit ist verflogen, bei Ferrari weiß man, dass jede Siegesserie auch ein Ende finden wird. "Alle warten darauf, dass wir verlieren", so Montezemolo. "Wenn wir verlieren, wünsche ich mir, dass wir zumindest Zweiter werden." Eine Katastrophe wäre eine WM-Niederlage aber nicht. "Ich würde mit meinen Leuten darüber nachdenken, wie wir im nächsten Jahr wieder gewinnen könnten."

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