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  • 24.01.2004 · 16:15

  • von Fabian Hust

Schumacher: "Einen Rückstand habe ich nicht gesehen"

Michael Schumacher ist mit dem abgeschlossenen Barcelona-Test sehr zufrieden und blickt optimistisch auf die kommende Saison

(Motorsport-Total.com) - Vier Tage lang testete Ferrari in dieser Woche in Barcelona. Dabei saß neben Testfahrer Luca Badoer und Rubens Barrichello auch erstmals wieder Michael Schumacher am Lenkrad des F2003-GA, was besonders für Reifenhersteller Bridgestone wichtig war, dem in den letzten Wochen ein Rückstand auf die Konkurrenz nachgesagt wurde. In Spanien hatten die Japaner 20 neue Pneus dabei, die ganz offensichtlich hervorragend funktioniert haben.

Michael Schumacher

Michael Schumacher diese Woche bei Tests in Barcelona

Insgesamt konnte auf 2.000 Reifen zurückgegriffen werden, die der Reifenhersteller mit an den 'Circuit de Catalunya' mitgebracht hatte. Ziel war es, den Basisreifen für die kommende Saison zu finden, auf dessen Grundlage die Entwicklungsarbeit von Rennen für Rennen vorgenommen wird. Da war das Urteil des Rekordsiegers für Bridgestone natürlich von größtem Interesse: "Es macht viel Spaß, mit Michael zu arbeiten und die Rückmeldung eines Fahrers ist entscheidend. Michaels Input, zusammen mit jenem von Rubens, ist ein wichtiger Teil des Entwicklungsprogramms, das von den Testfahrern begonnen wurde", so Hisao Suganuma, Technischer Manager von Bridgestone.#w1#

Schumacher: "Wir leben noch!"

Am letzten Testtag, an dem Michael Schumacher hinter Testpilot Badoer die drittschnellste Zeit fuhr, standen erneut die Reifen, die Elektronik und der Motor im Mittelpunkt. Michael Schumacher zeigt sich auf seiner Internetseite zufrieden über den aktuellen Entwicklungsstand bei den "Roten": "Nachdem wir über den Winter von einigen Beobachtern schon fast totgesagt wurden, muss ich sagen: wir leben noch, wir sind noch dabei. Und ich denke, wir werden das auch noch eine ganze Weile lang bleiben. Es ist offensichtlich, dass wir gut gearbeitet haben. Einen Rückstand jedenfalls, wie ihn manche gesehen haben wollen, habe ich hier nicht erkennen können."

Schumacher rechnet mit starker Konkurrenz

Doch der Weltmeister muss auch einräumen, dass die Konkurrenz einen "sehr guten Eindruck" auf ihn hinterlassen hat: "Man sieht auch, dass die neuen Autos alle von Anfang an sehr zuverlässig sind, aber das Gleiche wird, denke ich, auch bei uns der Fall sein." In der kommenden Woche wird Ferrari ab dem 27. Januar in Valencia mit Michael Schumacher unterwegs sein. Am Montag ist die Präsentation des neuen F2004 - somit ist es wahrscheinlich, dass das Team aus Maranello das neue Auto gleich nach Spanien transportiert, um es dort nach einem Rollout am Montag in Fiorano zu testen.

Schumacher: Räikkönen als Titelgegner Nummer 1

Aus den Kommentaren des 35-Jährigen am Freitag war herauszulesen, dass er Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes für die kommende Saison als seinen ärgsten Titelrivalen ansieht und nicht etwa seinen Bruder Ralf oder Juan-Pablo Montoya. Sollte McLaren-Mercedes den Testplan nicht kurzfristig verändern und Ferrari tatsächlich mit dem neuen Auto in Valencia fahren, käme es dort zum ersten Aufeinandertreffen aller neuen Autos der Top-Teams.

Neben McLaren-Mercedes und BMW-Williams hat Michael Schumacher aber in diesem Jahr auch das Renault-Team auf der Rechnung, das in Barcelona erstmals mit dem neuen Auto unterwegs war: "Nach dem, was ich hier von Renault gesehen habe, scheint es doch ein Vierkampf um den Titel zu werden. Dass es ein anstrengendes und schwieriges Jahr werden wird, das habe ich ja nun schon ein paar Mal gesagt und dessen sind wir uns bewusst."

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