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  • 23.01.2004 · 11:44

  • von Marcus Kollmann

Ralf: "Ferrari bleibt das Maß aller Dinge"

Ralf Schumacher über die Tests mit dem FW26 in dieser Woche, die Konkurrenz und warum er das Wort Favoritenrolle nicht hören will

(Motorsport-Total.com) - Nach vier Testtagen auf dem Circuit de Catalunya, an denen er über 1.200 Kilometer im FW26 abspulen konnte, verabschiedete sich Ralf Schumacher gestern bereits vom BMW-WilliamsF1 Team, welches heute mit Juan-Pablo Montoya, Marc Gené und Nico Rosberg in Barcelona testet, ins Wochenende.

Ralf Schumacher

Auch Ralf blieb in dieser Woche nicht von "kleinen Problemchen" verschont

Aus Sicht von "Schumi II" war es eine durchaus positive Woche mit dem neuen Auto, "die uns wieder einen Schritt vorwärts gebracht hat!", resümiert der 28-Jährige auf seiner Internetseite zufrieden. Die gefahrenen Rundenzeiten haben ihm nämlich gezeigt, "dass wir immer bei der Musik dabei sind, auch wenn wir mit ein paar kleinen Problemchen zu kämpfen haben."

Dass die Konkurrenz ebenfalls ihre Hausaufgaben gemacht zu haben scheint, empfindet der Wahl-Österreicher sechs Wochen vor dem offiziellen Saisonbeginn als gute Motivation. Und der schon jetzt schnelle Zeiten ermöglichende FW26 wird bis Melbourne sowieso noch optimiert. "Es gibt einige Möglichkeiten", um das Auto weiter zu verbessern, kündigte Ralf Schumacher an.#w1#

Auch wenn kein Team so genau weiß mit wie viel Benzin die Konkurrenz fährt, so diente der Donnerstag den Weiß-Blauen als kleine Standortbestimmung, denn mit Michael Schumacher stieg gestern ja der Hauptgegner von Ralf und Juan-Pablo wieder in den Ferrari.

Dass der sechsfache Weltmeister durch die lange Winterpause nicht eingerostet und mit Ferrari zu rechnen ist, davon geht Ralf ohnehin aus: "Die Rundenzeiten waren überraschend gut. Überraschend insofern, als dass es ja noch nicht das neue Auto ist", kommentierte der BMW-Williams-Pilot den neuen Rundenrekord seines Bruders im F2003-GA, der wenig später noch einmal durch Jenson Button unterboten wurde.

In Sachen WM-Titel ist "Ferrari als Weltmeisterteam das Maß aller Dinge", findet Ralf Schumacher und erklärt: "Auch wenn's im Moment bei uns sehr gut läuft, so liegt es immer noch an uns, Ferrari zu schlagen, als umgekehrt. Gut zu wissen, dass die Konkurrenz nicht schläft. Dann wird bei uns keiner auf die Idee kommen, von einer Favoritenrolle zu sprechen. Dann bleiben alle schön am Boden und arbeiten hart und konzentriert weiter."

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