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Michele Mouton bleibt dabei: Carmen Jorda nicht gut genug

Michele Mouton wiederholt ihre Kritik an Lotus-Testfahrerin Carmen Jorda und spricht sich gegen eine Formel-1-WM für Frauen aus

(Motorsport-Total.com) - Die verbale Auseinandersetzung zwischen Michele Mouton, der Vorsitzenden der FIA-Frauenkommission, und der Formel-1-Testfahrerin Carmen Jorda geht weiter. Nachdem Jorda auf die ursprüngliche Kritik von Mouton gekontert und gesagt hatte, diese verstehe möglicherweise nichts von der Formel 1, meldet sich Mouton nun in einem Interview mit 'As' wieder zu Wort.

Michele Mouton

Michele Mouton hält Carmen Jorda in erster Linie für einen PR-Gag von Lotus Zoom

In ihren Augen gibt es keine Kontroverse: "Ich weiß nicht mehr genau, was ich gesagt habe. Ich denke, die Presse hat meine Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen", sagt Mouton, nur um dann aber exakt das zu wiederholen, was die Kontroverse ausgelöst hat: "Ich wünsche Carmen alles Gute. Aber wenn Sie mich fragen, ob sie in der Formel 1 sein sollte, dann muss ich sagen, dass es Fahrer mit besseren Ergebnissen gibt."

Die Rallye-Vize-Weltmeisterin von 1982, geschlagen nur von Walter Röhrl, macht sich zwar grundsätzlich für Frauen im Motorsport stark, glaubt aber, dass die hübsche Jorda in erster Linie aus Marketingüberlegungen von Lotus angeheuert wurde. Jorda möchte Mouton jedoch davon überzeugen, dass das nicht der Fall ist, und hat die FIA-Funktionärin daher zu einem ihrer Formel-1-Wochenenden eingeladen. Eine Antwort darauf steht aber noch aus.

Indes spricht sich Mouton im Gegensatz zu Jorda gegen die Idee von Bernie Ecclestone aus, eine eigene Formel-1-Weltmeisterschaft für Frauen ins Leben zu rufen: "Dafür sind wir nicht vorbereitet", findet sie. "Wir könnten keine Startaufstellung mit Frauen füllen. Hoffentlich werden wir es eines Tages können. Außerdem gibt es Sportarten, in denen Frauen gegen Männer antreten: Reiten, Segeln, Motorsport. Warum also Frauen und Männer trennen?"

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