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Lauda liebäugelt für 2003 mit neuer Fahrerpaarung

Der Jaguar-Teamchef hat in punkto Fahrerpaarung der Raubkatzen in der kommenden Saison schon genauere Vorstellungen

(Motorsport-Total.com) - In den letzten Jahren hat sich in Sachen Fahrerwahl der Teams mehr und mehr eine Trendwende vollzogen. Waren es einst die "alten Hasen" die bei den Teamchefs hoch im Kurs standen, laufen die sich in den niedrigeren Formel-Klassen beweisenden "Youngster" den etablierten Formel-1-Piloten immer mehr den Rang ab.

Niki Lauda

Lauda hält die Augen nach einem Ersatz für seine jetzige Fahrerpaarung offen

Ein Blick auf das Alter der jetzigen Piloten verrät außerdem, dass langsam aber sicher ein Generationswechsel in der Königsklasse des Motorsports bevorsteht. Der Jugend gehört die Zukunft. So scheint es auch Niki Lauda zu sehen, der der Zeitschrift 'Autocar' gegenüber erklärt haben soll, dass er mit Interesse die Entwicklung von Jenson Button und Nick Heidfeld verfolge, was in Kombination mit den Äußerungen von Eddie Irvine, dem mit 36 Jahren derzeit ältesten Formel-1-Piloten, bereits zum jetzigen Zeitpunkt das Fahrerkarussell langsam aber sicher in Bewegung bringt.

Der Nordire hatte nach den enttäuschenden Testfahrten in der Vorbereitungszeit auf die Saison 2002 und nach der wenig berauschenden Performance in Australien und Malaysia keinen Hehl daraus gemacht, dass er so langsam aber sicher die Lust verliere. Nach dem letzten Rennen in Brasilien berichtete Irvine jedoch zufrieden über spürbare Fortschritte. So lange Jaguar Racing an seinen Diensten interessiert ist und er Verbesserungen erkennen kann, dürfte der in Newtownards geborene Nordire kein Interesse haben zu einem anderen Team zu wechseln. Schließlich sei es ja sein Ziel, die Fürchte des Erfolges nach der harten Aufbauarbeit auch irgendwann zu ernten und das Team aus Milton Keynes auf die Siegerstraße zu führen. Sollten sich die Wege von Irvine und Jaguar auf Grund des diese Saison auslaufenden Vertrages trennen, so könnte 2002 die letzte Saison des Rennfahrers in der Formel 1 sein, denn mit seinen 36 Jahren ist er sicherlich nicht mehr die erste Wahl bei anderen Teams, die nach Fahrern suchen. Als weiterer Faktor dürfte das Gehalt eine Rolle spielen, heißt es doch, dass der Nordire ziemlich hoch bezahlt wird.

Mit einem jüngeren Fahrer, als Ersatz für Irvine, würde Lauda gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits würde sein Team so etwas Geld sparen, welches man in die Entwicklung des Autos investieren könnte, andererseits würde man sich einen unverbrauchten Fahrer holen. Was die auf Laudas Wunschliste stehenden Piloten - Button und Heidfeld - anbelangt, so können beide jedoch nicht "frei" entscheiden wo sie fahren wollen. Der bei Renault zurzeit glückliche Jenson Button hat einen Vertrag mit Frank Williams, welcher ihn Ende 2000 für zwei Jahre an die Franzosen auslieh. Nick Heidfeld ist bei Sauber ebenfalls glücklich und hat darüber hinaus einen Langzeitvertrag mit McLaren.

Nach dem derzeitigen Stand sind Renault und Sauber konkurrenzfähiger als Jaguar. Deshalb dürfte momentan auch keiner der oben genannten Fahrer großes Interesse an einem Wechsel nach Milton Keynes haben. Es sei denn, dass sich dies vielleicht finanziell auszahlen würde und Lauda davon überzeugen kann, dass die Raubkatzen ab 2003 dort mitmischen können wo man eigener Aussage nach anstrebt zu sein - im vorderen Mittelfeld.