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Kindheitstraum: Aston-Martin-Deal motiviert Adrian Newey

Wieso Red Bull mit dem Aston-Martin-Deal auch für die Formel 1 ein wichtiger Schachzug gelungen ist und welche Rolle Adrian Newey beim Red-Bull-Team spielt

(Motorsport-Total.com) - Was steckt hinter dem Red-Bull-Deal mit Aston Martin? Ist Adrian Neweys Einfluss auf das Formel-1-Team durch das Design eines Supersportwagens endgültig Geschichte? Oder will sich Red Bull mit Aston Martin gerade für das Formel-1-Team besser aufstellen? Die Präsentation des Projekts in Melbourne, aus dem der Hybrid-Sportwagen AM-RB 001 entspringen soll, warf zahlreiche Fragen auf.

Adrian Newey

Adrian Newey erfüllt sich mit dem Supersportwagen einen Traum Zoom

Newey ist die zentrale Figur des Deals. Er erfüllt sich mit dem Design eines Supersportwagens einen lange gehegten Traum. Ein cleverer Schachzug Red Bulls, denn so kann man immerhin dafür sorgen, dass der Brite mit seinen Genieblitzen nicht innerhalb der Formel 1 eine neue Herausforderung sucht. Interessenten gäbe es genug.

Marko: Neue Herausforderung für Newey

"Adrian ist jetzt wieder motiviert", freut sich Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko, der beim Formel-1-Team die Fäden zieht. "Er ist sehr angetan von diesem Projekt und steckt viel Energie hinein."

Davon profitiert laut dem Österreicher auch das Formel-1-Team. "Seine neue Motivation wirkt sich auf den Rennsportbereich aus. Und die war ja in der Vergangenheit wegen des Reglements und unseres Motorendefizits nicht so groß."

Newey genießt technischen Freiraum

Der Stardesigner, der in der Formel 1 neben Red Bull bereits für Williams und McLaren in der Formel 1 Siegerautos baute, bestätigt, dass ihn die neue Herausforderung reizt: "Das ist eine frische Stimulation."

Helmut Marko, Adrian Newey

Helmut Marko fällt auf, dass Adrian Newey wieder motiviert ist Zoom

Tatsächlich genießt der Brite nun die Freiheit, sich bei seinem Aston Martin austoben zu können: "In der Formel 1 sorgt im Grunde das Regelbuch für das Design des Autos, aber hier ist alles viel offener, man hat viel mehr Raum für Kreativität."

Obwohl er bei seinem "Formel-1-Baby" immer noch die Finger im Spiel hat, steht dieses nun laut Neweys Angaben auf eigenen Beinen. "Wir haben jetzt in unserem Team eine sehr hohe Ingenieursdichte. Das bedeutet, dass ich mich ein bisschen zurückziehen kann, und sie wissen genau, was sie tun. Wir haben ein paar sehr kluge Köpfe, die jetzt etwas mehr Freiheit haben."

Aston Martin erhält Technologie, Red Bull Serien-Know-how

Dass das Projekt ein Versuch sei, über Aston Martin an Mercedes-Motoren heranzukommen oder gar gemeinsam mit der britischen Nobelmarke eine Formel-1-Antriebseinheit zu bauen, wird dementiert.

Vielmehr will sich der Red-Bull-Konzern, der bereits in der Medien- und Lifestyle-Branche in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv ist, noch breiter aufstellen. "Wir wissen über den Straßenauto-Bereich absolut nichts", gibt Newey zu. "Aston Martin hat da sehr viel Wissen und Stil - es ist toll, mit ihnen zusammenarbeiten zu können."

Doch neben dem klingenden Namen Adrian Newey hat auch Red Bull für die britische Nobelmarke einiges zu bieten. "Wir werden versuchen, Technologien aus der Formel 1 zu Aston Martin zu bringen", erklärt Newey. "Das gilt auch für die raschen Arbeitsabläufe und Produktionstechniken."

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