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  • 17.03.2016 · 10:29

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Aston Martin erklärt: Wieso Newey besser ist als James Bond

Die britische Marke setzt mit seinem Red-Bull-Sponsoring auf das Formel-1-Superhirn, um einen millionenteuren Hybrid-Sportwagen zu verkaufen

(Motorsport-Total.com) - Aston Martin bezeichnet Adrian Newey als Beweggrund für den Beginn der Partnerschaft mit Red Bull ('Motorsport-Total.com' berichtete). Die Briten wollen mit dem ins zweite Glied gerückten Formel-1-Stardesigner den Hybrid-Sportwagen AM-RB 001 entwickeln und engagieren sich als Sponsor der Österreicher. "Wir wollten einen Wagen, der bei der Fahrt um eine Rennstrecke der schnellste ist", erklärt Markenchef Andy Palmer und folgert: "Klar, dass Adrian da die logische Wahl war."

Adrian Newey

Adrian Newey darf seine Sportwagen-Kritzeleien endlich in die Tat umsetzen Zoom

Das Interesse an der Formel-1-Technik geht jedoch über ein Superhirn für das Zeichenbrett hinaus. "Wir schielen auch auf Energiespeicher und KERS", räumt Palmer ein und erklärt, wie der Deal funktioniert: Beteiligungen gibt es keine, die Zusammenarbeit beschränkt sich auf das Autoprojekt und das Sponsoring. "Wir haben eine technische Partnerschaft. Wir holen uns technisches Know-how von Red Bull und zahlen für unsere Logos auf dem Auto", stellt der Aston-Martin-Boss auf Nachfrage klar.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner stellt klar, dass Newey sich auch auf eigenen Wunsch hin dem AM-RB 001 widmet. "Es ist für ihn die Erfüllung eines Traums und einer lange gehegten Vision", meint er. Newey erklärt: "Seit ich sechs Jahre alt war, hatte ich im Leben zwei Ziele: Das Design von Rennwagen mitgestalten und das eines Superautos." Weil er sich mit dem letztgenannten im Beruf nicht beschäftigt hätte, seien "über die Jahre unendlich viele Zeichnungen und Skizzen" entstanden.


Fotos: Großer Preis von Australien


Münden sollen die zahlreichen Ideen nun in einem Auto, das als Sammlerstück gedacht ist und zunächst nur ausgwählten Aston-Martin-Stammkunden zum Kauf angeboten wird. "Manche, die leidenschaftliche Rennfahrer sind, werden damit Rennen fahren", erklärt Palmer über den ersten Mittelmotor-Wagen der Briten. Mit Formel-1-Werbung sollen die Auftragsbücher gefüllt werden: "Jeder weiß, dass James Bond Aston Martin fährt. Aber es gibt ein Motorsport-Erbe. Es soll helfen, Hybridautos zu verkaufen." Der Preis: Unbekannt, er liegt aber unter gemunkelten drei bis vier Millionen Euro.

Bezüglich andere Optionen in der Formel 1 - von Verhandlungen mit Force India und Williams war die Rede - bleibt Palmer schmallippig: "Wir haben jedenfalls nicht Mercedes und nicht mit Ferrari gesprochen." Ob ein über ein Sponsoring hinausgehendes Engagement in der Königsklasse noch geprüft werde, lässt Aston Martin offen. Die Entscheidung liegt wohl in den Händen der Teilhaber.

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