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Jost Capito: Keine Chance für Button unter neuem Chef?

Neo-McLaren-Chef Jost Capito deutet an: Stoffel Vandoorne soll ein McLaren-Cockpit bekommen - Belgier würde sonst zu einem anderen Team wechseln

(Motorsport-Total.com) - Am 1. September stößt Jost Capito, bisher Weltmeistermacher von Volkswagen in der Rallye-WM (WRC), als Geschäftsführer zu McLaren Racing. Der Deutsche übernimmt die Position von Jonathan Neale, dem McLaren-intern neue Aufgaben zugeteilt werden, und ist auf dem Papier Rennleiter Eric Boullier überstellt. Das bedeutet, dass Capito in seiner einflussreichen Rolle bei der Fahrerbesetzung, über die Anfang September entschieden wird, ein Wörtchen mitreden darf.

Stoffel Vandoorne und Frederic Vasseur

Stoffel Vandoorne: Lässt McLaren ihn abblitzen, wechselt er zu Renault Zoom

Er habe sich über die Fahrerfrage bereits Gedanken gemacht, räumt Capito im Interview mit 'Auto Bild motorsport' ein. Fernando Alonso gilt ohnehin als gesetzt. Die große Frage ist, ob Jenson Button ein weiteres Jahr dranhängt oder McLaren lieber auf Nachwuchstalent Stoffel Vandoorne setzt, den man, sollte man ihm kein Renncockpit anbieten können, wahrscheinlich an die Konkurrenz verlieren würde.

"Mein Vertrag läuft Ende 2016 aus", erklärt Vandoorne im Vorfeld seines Heimrennens in Belgien, dass nicht McLaren alleine entscheiden kann. "Ich befinde mich in einer komfortablen Position. Wenn sie mir kein Formel-1-Cockpit für 2017 garantieren können, dann darf ich woanders hingehen." Woanders, das könnte zum Beispiel Renault bedeuten, bestätigt der (noch) amtierende GP2-Champion.

Aber Capito deutet an, dass Vandoorne ohnehin seine erste Wahl ist: "Ich glaube, Stoffel ist generell reif genug für die Formel 1. Das hat er in Bahrain ja auch gezeigt. Ich war in Bahrain für die TCR und habe das beobachtet. Er hat das professionell gemacht - als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes gemacht. Also er ist sicher reif für die Formel 1", findet er.

Indes beteuert Jenson Button einmal mehr, dass er selbst und niemand sonst darüber entscheiden kann, ob er weitermachen wird oder nicht. Ob das stimmt, sei dahingestellt - bei McLaren gibt es durchaus Stimmen, die fordern, neben Superstar Alonso einen jungen Fahrer für die Zukunft aufzubauen. Und so, wie Vandoorne 2015 in der GP2 dominiert hat, gilt er als großes Versprechen für die Zukunft...