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Gut für die Psyche: Magnussens Punkte machen Renault Mut

Beim Renault-Team hallt die Freude über den starken siebten Platz von Kevin Magnussen in Sotschi nach - unmittelbare Konkurrenz ohne Zwischenfälle besiegt

(Motorsport-Total.com) - Die ersten Punkte für Renault seit dem Comeback als Werksmannschaft in der Formel 1 sind nach Meinung von Teamchef Frederic Vasseur vor allem für die Psyche des Teams ein entscheidender Schritt. Der französische Hersteller hatte das Lotus-Team übernommen - weil der Deal aber erst spät im vergangenen Jahr über die Bühne ging, war das Auto von Beginn an ein Kompromiss und kämpfte mit der Pace.

Kevin Magnussen

Däne Kevin Magnussen holte in Sotschi die ersten sechs WM-Zähler für Renault Zoom

Als 17. ins Rennen gegangen, hielt sich Kevin Magnussen (alle Infos über den jungen Dänen) beim Russland-Grand-Prix aus den Zwischenfällen nach dem Start heraus, war nach der ersten Runde schon Zehnter und schaffte es mit einem starken Rennen und einer guten Strategie schließlich bis auf den siebten Platz. "Das ist für unsere Teams in Viry und Enstone ganz wichtig. Sie haben in den vergangenen Monaten hart gearbeitet", so Vasseur. "Es ist ein wichtiger Schritt. Schließlich ist es immer gut, wenn dich niemand mehr fragt, wenn du endlich die ersten Punkte holst."

Alan Permane, Operationsleiter bei Renault, freut sich vor allem über das gute Abschneiden im Vergleich zur unmittelbaren Konkurrenz. "Wir haben Haas offen und ohne Zwischenfälle auf der Strecke geschlagen. Natürlich hatten wir gegen andere Konkurrenten auch ein wenig Glück, aber Kevin hat uns mit einer sehr starken ersten Runde in diese Position gebracht und wir hatten eine gute Strategie, um ihn dort vorn zu halten."

Verständnis der Reifen als Schlüssel für weitere Erfolge

"Das Auto hat prima funktioniert. Es ist schonend mit den Reifen umgegangen und das Zusammenspiel von Chassis und Antrieb war auch gut", führt Permane weiter aus. "Mit Kevin hatten wir genügend Geschwindigkeit, um uns auf den Geraden zu verteidigen - wir konnten sogar Daniel Ricciardo im Red Bull ein wenig unter Druck setzen."

Auch Vasseur betont die Fortschritte im Umgang mit den Pirelli-Reifen, weiß aber auch, dass noch jede Menge Arbeit vor dem Team liegt, um konstant gute Ergebnisse abzuliefern: "Mit unterschiedlichen Reifen war die Konstanz bisher nicht da: Wir hatten immer einen guten Stint in jedem Rennen, aber keine Beständigkeit beim Wechsel von Soft auf Supersoft, oder von Medium auf Soft." In Sotschi habe dies zum ersten Mal in dieser Saison geklappt.

"Am Sonntag haben wir erstmalig zwei gute aufeinanderfolgende Stints mit unterschiedlichen Reifenmischungen fahren können. Das ist ein echter Schritt nach vorn." Ganz sei das Problem aber noch nicht gelöst: "Wir werden weiter daran arbeiten müssen, diese Reifen zu verstehen - bisher waren wir in der Hinsicht zu unbeständig. Das ist und bleibt der entscheidende Punkt", so Vasseur abschließend.

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