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Renault: Palmer wünscht sich Test mit neuem Chassis

In den Freitagstrainings sieht sich Renault abermals mit Balance-Problemen konfrontiert: Jolyon Palmer von Ersatzmann Sergei Sirotkin geschlagen

(Motorsport-Total.com) - Geschlagen vom Testfahrer: Für Renault-Pilot Jolyon Palmer verliefen die ersten Freien Trainings zum Großen Preis von Russland 2016 alles andere als zufriedenstellend. Im FP1 blieb er mit einer Bestzeit von 1:41.671 Minuten und Rang 18 hinter Sergei Sirotkin (1:40.898) zurück, der Kevin Magnussen ersetzte. Dieser wiederum landete im FP2 mit 1:40.193 vor Palmer, der sich lediglich auf 1:40.688 Minuten steigern konnte Der Formel-1-Rookie sitzt Gerüchten zufolge bei Renault bereits auf dem Schleudersitz.

Jolyon Palmer

Extremes Übersteuern: Jolyon Palmer findet nicht die richtige Balance Zoom

"Ich habe heute einfach keine gute Balance gefunden", erklärt Palmer, der vor allem über unberechenbares Übersteuern klagte: "Es ist schwierig, beständig zu fahren, wenn du nicht weißt, was in der nächsten Kurve passiert." Schon in China habe er mit diesem Problem gehadert. Seine Hoffnungen, es an diesem Wochenende noch in den Griff zu kriegen, sind entsprechend gering: "Es steigert nicht gerade mein Vertrauen, wenn es hier schon am Freitag wieder auftritt. Ich fahre okay, die Balance ist das Problem."

In China war Renault abermals außerhalb der Punkte gelandet: Magnussen wurde Siebzehnter, Palmer sogar Letzter. Entsprechend viel sei analysiert und umgestellt worden, doch ohne den gewünschten Erfolg. "Ich dachte ehrlich gesagt, wir würden hier herkommen und es sei wieder okay. Wir sind in vielen Dingen zum Setup von Melbourne zurückgekehrt, aber es scheint einfach nicht besser zu werden", kritisiert Palmer und fügt hinzu: "Wir müssen herausfinden, woran es liegt, und uns das Chassis und die Aerodynamik anschauen."

Kevin Magnussen hofft in Sotschi auf erste Renault-Punkte

Hier sieht Palmer gewisse Parallelen zu Felipe Nasr bei Sauber. Seitdem der Brasilianer in Melbourne auf ein anderes Chassis umsteigen musste, konnte er seine Leistung nicht wie gewohnt abrufen. Nach drei missratenen Rennen fährt er in Sotschi mit neuem Chassis. "Es ist erst Freitag, aber es sieht schon jetzt so aus, als ob er zu alter Stärke zurückgefunden hat", stellt Palmer fest. Würde ein neues Chassis also auch Renault helfen? "Ich weiß nicht, ob das auch bei uns der Fall, aber es wäre interessant, es zu testen", so Palmer.


Großer Preis von Russland

Ganz anders als er schätzt sein Teamkollege Magnussen die anhaltenden Probleme mit dem R.S.16 ein: "Wir beschweren uns über dieselben Dinge wie in China. Und ich denke, das ist ein wenig ermutigend, denn so können wir in dieselbe Richtung weiterarbeiten." Auch der Däne klagt über Übersteuern, scheint damit aber besser zurechtzukommen als Palmer: "Vielleicht ist er in den Kurven immer ein bisschen zu früh dran, ich weiß es nicht. Aber das Problem ist schon sehr ähnlich, nur dass es bei ihm offenbar schlimmer ist."

Für das Rennen erhofft er sich mit etwas Glück ein besseres Resultat als zuletzt: "Wenn wir einen normalen Tag haben und ein normales Qualifying - vielleicht 14/15 -, wäre das eine gute Ausgangsposition. Sollten andere einen schlechten Start erwischen oder Unfälle passieren, müssen wir da sein und Punkte machen. Das ist der nächste Schritt", gibt Magnussen die Marschroute vor. Zwar sei das Streckenlayout in Sotschi für Renault nicht das Beste, doch man müsse jede Gelegenheit nutzen. "Es kommen auch wieder bessere Strecken."

Jolyon Palmer: "Zweistoppstrategie würde mich wundern"

In puncto Reifenwahl sieht er keine großen Fallstricke: "Das ist ziemlich eindeutig hier. Die Soft- und die Supersoft-Reifen unterscheiden sich nicht großartig. Sie bauen nur sehr langsam ab. Es könnte also interessant werden im Rennen", glaubt Magnussen. Sein Teamkollege hat indes noch mit den Gripverhältnissen auf dem rutschigen Kurs zu kämpfen: "Man hat sehr wenig Grip. Es gab entsprechend viele Dreher. Denn selbst die weichen Reifen sind für diese Strecke ziemlich hart", so Palmer, der sich auf Supersoft tendenziell wohler fühlt.

Für sein Rennen hat er eine Einstoppstrategie anvisiert. "Es wird spannend zu sehen sein, wer auf welchen Reifen startet und wie lange sie halten", sagt der Brite. "Aber ich wäre überrascht, wenn alle auf einer Zweistoppstrategie fahren würden." Die Konkurrenz von Sirotkin muss er dabei zwar nicht mehr fürchten. Dennoch sollte ihm dessen Performance eine Warnung sein. Alan Permane, Operationsleiter bei Renault, lobte den Russen jedenfalls überschwänglich: "Er hat einen sehr positiven Job für uns gemacht."

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