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Sauber-Piloten warten auf Updates: Wann geht es bergauf?

Laut Marcus Ericsson hat Sauber einige Entwicklungen in der Warteschleife, doch aus wirtschaftlichen Gründen müssen die Piloten auf den großen Sprung noch warten

(Motorsport-Total.com) - Einen Erfolg konnte Sauber in Sotschi für sich verbuchen: Felipe Nasr bekam im vierten Saisonlauf ein neues Chassis, weil das alte laut dem Brasilianer ein Problem hatte und nicht wirklich fahrbar war. Doch damit haben die Schweizer nur ein bestehendes Problem wieder zurück auf Null gesetzt, nach vorne ist man in den vergangenen Wochen nicht gekommen. Das zeigte sich auch in den Ergebnislisten. Im Qualifying kämpfte man mit Manor um die Rote Laterne, im Rennen war Platz 14 das Maximum.

Marcus Ericsson

Als Sauber-Pilot muss man sich in Geduld üben: Updates lassen auf sich warten Zoom

"Wir haben immer eine schwierige Saison erwartet", gibt Nasr nach dem vierten Rennen ohne Zähler zu. Hatte man zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr bereits 19 Punkte auf dem Konto, prangt derzeit noch eine Null auf der Anzeige. Das Problem des kleinen Privatteams ist, dass die Mittel für die Entwicklung des C35 fehlen. Während die Konkurrenz zulegen kann, stagniert das Team aus Hinwil.

"Ich hoffe, dass das Team seine eigene Situation verbessern kann, damit wir anfangen können, das Auto zu entwickeln. Das behindert uns", weiß Nasr, lobt aber die Bemühungen seines Rennstalls: "Sie machen einen guten Job, überhaupt hier zu sein. In so einer turbulenten Zeit ein neues Chassis zu bringen, mehr kann ich nicht verlangen", sagt er. Dennoch kommt Nasr nicht umhin zu betonen, dass er mit einem 19. Platz im Qualifying nicht zufrieden ist.

"Wir müssen Pace in das Auto bringen", fordert er. "Es wird ein schwieriges Jahr, aber als Rennfahrer lerne ich eine Menge, wenn die Dinge nicht gut laufen. Ich bin hier, um die Jungs zu motivieren und um alles zu geben. Wir müssen für jede Möglichkeit bereit sein." Zumindest könne er jetzt mit dem neuen Chassis am Auto arbeiten, was ihm zuvor nicht möglich war.


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Doch für die Zukunft gibt es durchaus einen Silberstreif am Horizont. Sauber hat einige Entwicklungen in der Warteschleife stecken, darunter einen neuen Frontflügel, einen neuen Heckflügel und einen neuen Unterboden. "Die Frage ist nur, wann wir sie an die Strecke bekommen", weiß Marcus Ericsson. Aktuell fehlen die Finanzen für den Schritt nach vorne: "Die wirtschaftliche Seite des Teams ist nicht superstark, von daher müssen wir abwarten", so der Schwede.

Vor allem in Sachen Abtrieb müsse sein Bolide noch zulegen, will man mit der Konkurrenz mithalten. Durch die neuen Teile sollte das aber irgendwann kommen. "Was ich aus der Fabrik höre, ist sehr positiv. Es ist ein wirklich guter Schritt nach vorne, aber es ist die Frage, wann wir ihn bekommen", so Ericsson weiter. "Dann können wir hoffentlich einen Sprung machen und konkurrenzfähiger sein."