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Mexiko GP

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Vettel erhält Strafe und verliert Platz drei +++ Verstappen: "Seb soll in die Schule!" +++ Rosberg noch 19 Punkte Vorsprung +++

02:04 Uhr

Gute Nacht!

Nach diesem doch noch sehr ereignisreichen Sonntag verabschiedet sich Maria Reyer nun aus dem Formel-1-Ticker. Vielen Dank fürs Mitlesen. Leider sind wir am Ende durch die diversen Strafen nicht mehr dazu gekommen, uns noch Stimmen von anderen Fahrern anzuhören - die kannst du aber bei uns in den Rennberichten lesen. Meine Kollegen in der Redaktion arbeiten auch weiterhin noch fleißig daran. Falls du uns eine Nachricht schreiben willst, kannst du das mit dem Kontaktformular machen. Gute Nacht!


Großer Preis von Mexiko


01:59 Uhr

Wolff über Verstappen: "Er fährt skrupellos"

Der Mercedes-Motorsportchef wird auch auf den Fahrstil von Max Verstappen angesprochen. Er wiederholt bereits jene Worte, die er auch in Japan bereits gesagt hat, als Mercedes vorübergehend Protest eingelegt hatte..."Ich finde es erfrischend, wie er fährt. Sein Fahrstil ist skrupellos. Das Team hat ihm die Anweisung gegeben", dass er gegen Nico Rosberg nicht so hart fahren sollte. "Und in den letzten Rennen sollte man nicht so hart Rad-an-Rad gegen den WM-Führenden fahren. Aber wenn das Visier im Auto unten ist..."


01:51 Uhr

Wolff: Rosbergs Situation jetzt einfacher

Kommen wir noch einmal zurück auf den WM-Kampf. Toto Wolff hat in seiner Presserunde nach dem Rennen erklärt, warum es für Nico Rosberg nun einfacher wird: "Für Nico ist das hilfreich. Keiner sagt jetzt mehr, dass er nur Zweiter werden muss. Er hat es in seinen Händen. Wenn er das Rennen in Brasilien gewinnt, dann holt er sich den Titel früher. Das ist einfacher für ihn. Damit hat er weniger Druck, weil er einen weiteren Versuch in Abu Dhabi hat."


01:42 Uhr

Arrivabene versucht zu beruhigen

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene ging heute selbst durch ein Bad der Gefühle, der Italiener fieberte mit Vettel sichtlich mit an der Boxenmauer. Zu den Flüchen am Teamradio meinte der Italiener nach dem Rennen: "Wir haben danach geredet. Sebastian hat sich selbst entschuldigt. Ich bin mir sicher, dass das nicht noch einmal passieren wird."


01:34 Uhr

Ricciardo darf sich freuen

Und da haben wir auch den dritten Dritten des heutigen Tages. Daniel Ricciardo hat die Trophäe von Sebastian Vettel bereits bekommen und feiert nun sein Podium. Leider ohne die tolle Kulisse mit den vielen mexikanischen Fans.


01:25 Uhr

Das sagte Vettel zum Ricciardo-Manöver in der PK

Als Sebastian Vettel noch Dritter war in Mexiko, wurde er auch in der Pressekonferenz auf die Situation mit Daniel Ricciardo angesprochen. Wollen wir mal nachhören, was der Deutsche vor der Strafe zu sagen hatte: "Ich möchte mir das noch einmal anschauen", war sein erster Kommentar. Anscheinend war er sich selbst nicht sicher.

"Ich wusste, als ich meinen Ausgang aus Kurve 3 sah, der nicht toll war, weil ich mit Max gekämpft habe, dass er natürlich etwas probieren wird. Vielleicht hätte ich einen besseren Ausgang erwischen können. Aber das tat ich nicht, also wusste ich, dass es eng wird mit Daniel. Ich kenne ihn in solchen Situationen: Er fährt in die Lücke, auch wenn er die restliche Kurve nicht schafft", erklärt Vettel.

"Ich kannte die Situation schon von Barcelona, wo er in der letzten Minute in die Innenseite gestochen ist. Ich habe ihm genügend Raum gelassen, aber tatsächlich hat er die erste Kurve nicht gekriegt. Heute sind wir aber nicht in Barcelona." Der Ferrari-Pilot merkt auch an: "Er war ziemlich verärgert darüber und meinte, dass ich es mir noch einmal ansehen sollte. Das werde ich, aber ich denke, ich habe ihm genügend Platz gelassen. Das Manöver war sehr spät."

Beide hätten die Kurve dann irgendwie noch geschafft. Der Deutsche merkt noch an: "Es ist natürlich nie ideal, wenn man sich berührt, weil dafür die Autos nicht gebaut sind. Ich dachte zuerst, ich hätte einen Reifenschaden. Ich weiß nicht, ob er Schaden am Auto hatte. Er hat danach jedenfalls Zeit verloren."


01:08 Uhr

Die Begründung der FIA im Wortlaut

In der FIA-Begründung heißt es: "Die Telemetriedaten und das Videomaterial haben gezeigt, dass sich das Auto mit der Nummer fünf beim Bremsen bewegt hat. Artikel 27.5 und die Notiz des Rennleiters legen drei Kriterien fest, die einen Bruch der Regeln festlegen:

1) Eine potenziell gefährliche Fahrweise
2) Ein abnormaler Wechsel der Fahrtrichtung
3) Ein andere Pilot hat ausweichende Manöver gesetzt

Das Videomaterial zeigt einen abnormalen Wechsel der Richtung, was als potenziell gefährlich angesehen wird, bei Betrachtung der nahestehenden Räder der jeweiligen Autos. Die Daten zeigen auch, dass das Auto mit der Nummer drei als Folge davon ausweichen musste. Daher ist der Fahrer schuldig, Artikel 27.5 gebrochen zu haben."


01:01 Uhr

Hintergrund zur Verstappen-Regel

"Jede Richtungsänderung beim Bremsen, die dazu führt, dass ein anderer Fahrer ausweichen muss, wird als unnormal und dementsprechend potenziell gefährlich für andere Fahrer angesehen. Jedes entsprechende Manöver wird an die Rennkommissare gemeldet", hieß es von Charlie Whiting zu der "Verstappen-Regel" am Austin Wochenende.

Der Absatz bezieht sich auf die Artikel 27.5 und 27.8 des Sportlichen Reglements, in denen zum einen "potenziell gefährliche Manöver" und zum anderen Manöver, "die andere Fahrer mit einer unnormalen Richtungsänderung behindern", verboten werden.


00:53 Uhr

Die Begründung der Strafe

Sebastian Vettel wird also bis auf den fünften Rang zurückgereiht. Damit darf sich Red Bull freuen. Er wird nach der Verstappen-Regel für schuldig erklärt. Das Manöver gegen Ricciardo sei eine "abnormale Änderung der Richtung" gewesen und wird daher als "potenziell gefährlich" eingestuft.


00:48 Uhr

Strafe für Vettel!

Es kommt noch einmal zu einer Änderung des Ergebnisses. Sebastian Vettel bekommt doch eine Strafe! Zehn Sekunden werden ihm aufgebrummt. Damit ist Daniel Ricciardo unser neuer Dritter!


00:42 Uhr

Verstappen: "Regeln sollten für alle gelten"


00:41 Uhr

Hamilton erklärt Bremsproblem

In der Pressekonferenz nach dem Rennen erklärte der Brite, dass seine Bremsen unterschiedliche Temperaturen hatten. "In der Aufwärmrunde habe ich bemerkt, dass die rechte Vorderbremse verglast war. Ich konnte sie nicht zum Arbeiten bringen. Ich hatte also 500 Grad Celsius in meiner linken und 150 bis 200 Grad in der rechten", erklärt Hamilton.

Er sei also in die erste Kurve gefahren und die rechte Bremse habe plötzlich gegriffen. Daher blockierte das Vorderrad und der Bremsplatten entstand. "Ich kam mit so viel Geschwindigkeit daher, zum Glück bin ich nicht in der Mauer gelandet." Danach habe er eben große Vibrationen verspürt. "Ich konnte kaum noch etwas sehen."


00:34 Uhr

Hamiltons Sieg war alles andere als sicher...

Wir haben bereits gehört, was Lewis Hamilton nach dem Rennen gesagt hat. Der Brite beklagte sich über starke Vibrationen durch einen Bremsplatten, den er sich beim Abkürzen in Kurve 2 eingefahren hatte. Dieses Problem hätte ihm fast den Sieg gekostet, weiß Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Nach alle dem Pech, das Lewis diese Saison hatte, hat er heute etwas zurückbekommen. Er hatte etwas Glück, denn nach dem Bremsplatten war die Vibrationsmatrix von Anfang an beängstigend."

Man habe sogar überlegt, Hamilton aus Sicherheitsgründen an die Box zu holen. "In jedem anderen Rennen hätten wir ihn hereingeholt und das Rennen verloren. Wir haben ihn aber draußen gelassen, damit er die WM nicht verliert. Wir haben die Vibrationen genau überwacht. Unser Team hat toll gearbeitet, damit alles unter Kontrolle bleibt. Wir haben seinen Boxenstopp dann ein bisschen vorgezogen, weil die Vibrationsmatrix in den Himmel schoss. Es hätte leicht zu einem Aufhängungsbruch kommen können", erklärt der Motorsportchef.

Hamilton wechselte in Runde 18 von Soft auf Medium. "Das war der frühestmögliche Boxenstopp. Alles andere hätte sein Rennen zerstört. Wir befanden uns in keiner angenehmen Situation, als wir ihn hereinholten. Wir mussten die Gefahr, dass er den Titel verliert, mit der Gefahr eines Aufhängungsbruchs abwägen."


00:26 Uhr

"Hier wird anscheinend mit dreierlei Maß gemessen"

Auch der Vorfall in der ersten Runde gegen Nico Rosberg ist aus Sicht von Marko schnell erklärt: "Verstappen ist innen reingefahren. Und Nico sollte als WM-Führender aufpassen, dass er mit einem derart überlegenen Auto wie dem Mercedes in keine Kollision verwickelt wird", stellt Marko klar. "Er hätte ihm einfach mehr Platz lassen sollen. Aber er wollte nicht so viel Zeit auf Hamilton verlieren. Wenn ich die WM mit so vielen Punkten anführe, dann schaue ich, dass ich heil durch die erste Kurve kommen und such nicht eine Konfrontation mit einem Jungen, von dem man weiß, dass er aufs Ganze geht."

Grundsätzlich wolle man Verstappen in seinem Handeln bestärken: "Wir hatten ein tolles Rennen. Es war unglaublich mit diesen Reifen lange zwei Sekunden hinter Rosberg zu bleiben. Dann kam eine unverständliches Urteil. Wir bestärken ihn vollkommen darin, was er getan hat. Auch sein Verhalten hinterher. Er hat in korrekten Worten dargestellt, was sich hier abgespielt hat und dass hier anscheinend mit zwei oder dreierlei Maß gemessen wird."


00:21 Uhr

Marko verrät: Von der Rennleitung kam keine Aufforderung

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hatte noch allerhand zu sagen nach diesem aus Red-Bull-Sicht aufreibenden Rennen. Er fand es "jammerschade", dass Verstappens Leistung durch eine Strafe "entwertet" wurde. "Zuerst hieß es, es wird nach dem Rennen entschieden und dann kamen die fünf Sekunden plötzlich ganz schnell. Da wird Politik betrieben, die nicht nachvollziehbar ist." Protest werde man trotzdem nicht einlegen.

Am Teamradio von Verstappen konnte man hören, dass er zuerst dazu angewiesen wurde, die Position an Vettel zurückzugeben. Das tat der 19-Jährige jedoch nicht. Marko klärt die Verwirrung auf: "Es war ein übereilter Funkspruch von unseren Ingenieuren, der zurückgenommen wurde. Ihm wurde dann gesagt: Behalte die Position, wir warten ab, ob von der Rennleitung etwas kommt. Es kam nichts."


00:13 Uhr

Marko: "Vielleicht Ricciardo noch auf dem Podium"

Die Untersuchung gegen Sebastian Vettel in der Causa Ricciardo ist noch nicht abgeschlossen. Wir warten immer noch auf ein Urteil. Derweil hören wir uns an, was Helmut Marko zu dem Manöver von Vettel zu sagen hat: "Ich habe noch nie so einen Richtungswechsel beim Bremsen gesehen, wie es Vettel gemacht hat, als er Ricciardo abgedrängt und überhaupt keinen Platz gemacht hat. Wenn es so weiter geht, steht vielleicht noch Ricciardo auf dem Podium", vermutet der Österreicher. "Er zieht komplett nach links rein - völlig von der Ideallinie weg. Das ist genau das, was die sogenannte Verstappen-Regel verhindern sollte."

Die "Verstappen-Regel" wurde in Austin eingeführt, weil sich viele Piloten über Max Verstappens Fahrweise in der Bremszone beschwert haben - unter anderem übrigens auch Vettel. Der Niederländer zog bereits mehrfach in einem Zweikampf erst recht spät auf eine Seite. Daher wurde nun von Charlie Whiting die Notiz an alle Teams ausgegeben, dass bei einer Bewegung in der Bremsphase die Rennkommissare eingeschaltet werden.