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Richtungswechsel beim Bremsen ab sofort unter Beobachtung

Die "Anti-Verstappen-Regel" ist seit dem Samstag in Austin fix: Ab sofort wird ein Richtungswechsel beim Anbremsen überwacht und den Stewards gemeldet

(Motorsport-Total.com) - Die FIA hat auf die Diskussionen im Fahrerbriefing am Freitag reagiert und eine neue Klausel im Sportlichen Reglement verankert, die Richtungswechsel beim Anbremsen verhindern soll. Nach Max Verstappens jüngstem Manöver gegen Lewis Hamilton in Japan hatten die Fahrer Druck gemacht, weil sie nicht glücklich über die Fahrweise des Niederländers waren, der immer hart an der Grenze agiert.

Max Verstappen

Max Verstappen gegen Lewis Hamilton hat das Fass zum Überlaufen gebracht Zoom

In Artikel 16.1, der übrigens ab sofort gelten soll, heißt es unter dem Punkt "Verteidigungsmanöver" nun: "Jede Richtungsänderung beim Bremsen, die dazu führt, dass ein anderer Fahrer ausweichen muss, wird als unnormal und dementsprechend potenziell gefährlich für andere Fahrer angesehen. Jedes entsprechende Manöver wird an die Rennkommissare gemeldet."

Der Absatz bezieht sich auf die Artikel 27.5 und 27.8 des Sportlichen Reglements, in denen zum einen "potenziell gefährliche Manöver" und zum anderen Manöver, "die andere Fahrer mit einer unnormalen Richtungsänderung behindern", verboten werden.

Mercedes hatte nach dem Großen Preis von Japan vor zwei Wochen gegen ein entsprechendes Manöver von Max Verstappen gegen Lewis Hamilton Protest eingelegt, diesen aber später wieder zurückgezogen. Weil der Niederländer schon häufiger mit entsprechenden Aktionen aufgefallen war, wurde die neue Regel bereits liebevoll als "Anti-Verstappen-Regel" tituliert.


Fotostrecke: GP Japan, Highlights 2016

Red-Bull-Teamchef Christian Horner will das allerdings nicht als Angriff gegen seinen Piloten verstanden wissen: "Das wurde lange im Fahrerbriefing besprochen, und jetzt gibt es eine Klarstellung, was erlaubt ist und was nicht. Jetzt ist es für alle eindeutig, ich habe kein Problem damit", sagt der Brite zu 'Sky Sports F1'. Laut Horner falle auch Verstappens Manöver in Suzuka nicht unter den neuen Artikel 16.1, weil der Red-Bull-Pilot bereits vor dem Anbremsen seine Richtung geändert habe. "Von daher hätte das nichts geändert", meint er.

Dafür ist sich Horner sicher, dass die neue Regel schon bald zu einigen Diskussionen führen wird: "Es wird wie überall Grauzonen und Interpretationsspielraum geben", fürchtet er und sieht die Formel 1 möglicherweise schon ein Stück überreglementiert: "Wir wollen dafür sorgen, dass die Jungs hart aber fair gegeneinander fahren. Wir wollen aber nicht, dass die Fahrer immer an die Regeln denken müssen und daher nicht in eine Lücke fahren."

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