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Formel 1 2014: Neue Technik, neue Optik

An der Schwelle zur Saison 2014 müssen sich Fahrer, Teams und Fans auf eine komplett andere Formel 1 einstellen - Adrian Newey: "Wir haben unsere Ideen..."

(Motorsport-Total.com) - Technik und Optik der Formel-1-Boliden ändern sich für die Saison 2014 grundlegend. Als Antrieb dienen keine 2,4-Liter-V8-Saugmotoren mehr, stattdessen 1,6-Liter-V6-Turbos. Das Drehzahllimit wird von 18.000 Umdrehungen pro Minute auf 15.000 herabgesetzt. Die Leistung der Motoren soll im Bereich zwischen 760 und 800 PS angesiedelt sein.

Start zum Formel-1-Saisofinale 2013 in Interlagos

Der Grand Prix von Brasilien 2013 markierte das Ende der V8-Saugmotor-Ära Zoom

Das Energierückgewinnungs-System kommt in der Saison 2014 weit umfangreicher als das bisherige KERS daher. So stehen den Piloten statt 80-Zusatz-PS über einen Zeitraum von 6,7 Sekunden pro Runden künftig 163-Zusatz-PS für 33 Sekunden pro Runde zur Verfügung. Die Getriebe weisen künftig acht Vorwärtsgänge plus Rückwärtsgang auf, wobei die Übersetzungen vor Saisonbeginn festgelegt werden müssen.

Dem Thema Verbrauch kommt eine wesentlich größere Bedeutung zu, denn die Piloten müssen in der neuen Saison mit nur 100 Kilogramm Sprit - rund zwei Drittel der bisher zur Verfügung stehenden Spritvorräte - über die gesamte Renndistanz kommen. "Für uns wird es eine Riesenherausforderung, ein ganzes Rennen mit nur 100 Kilo Sprit zu fahren", meint Sebastian Vettel gegenüber 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!). "Das bedeutet, dass man sich während des Rennens immer wieder anpassen muss, immer wieder neue Wege finden muss, wie man sparsam und doch schnell fährt", so der Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013.

Genau wie unter der Haut, so unterscheiden sich die Boliden der Generation 2014 auch in puncto Optik gleich in mehreren Bereichen vom bisher Gewohnten. Die Nase wird abgesenkt, das vordere Ende darf sich in der neuen Saison nur noch 18,5 statt der bisherigen 55 Zentimeter über der Fahrbahn befinden. Der Frontflügel wird schmaler, er wird von 180 Zentimeter Breite auf deren 165 gestutzt. Am Heck gibt es künftig nur noch ein zentrales Auspuffendrohr, das deutlich hinter der Hinterachse aus der Verkleidung heraustreten muss. Der zusätzliche Flügel unterhalb des Heckflügels, der sogenannte Beam-Wing, verschwindet.

Müssen sich die Formel-1-Fans also auf komplett andere Erscheinungsbilder der Boliden einstellen? Zumindest im Fall des Weltmeisterteams Red Bull nicht unbedingt. "Wir haben unsere Ideen, wissen aber nicht, ob die sich von denen der anderen unterscheiden", gibt sich Designer Adrian Newey gegenüber 'Sport Bild' bedeckt, lässt aber durchblicken: "Der schmalere Frontflügel und die tiefere Nase werden die Autos äußerlich stark verändern. Man wird gewisse familiäre Eigenheiten des Red Bull aber auch nächstes Jahr wiedererkennen."

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