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Ericsson: "Ich will viele Jahre in der Formel 1 bleiben"

Caterham-Rookie Marcus Ericsson zeigt sich bei der Formel-1-Demonstration in seiner Heimat stolz auf die schwedische Renntradition und will sich etablieren

(Motorsport-Total.com) - Nach 23 Jahren Pause hat Schweden dieses Jahr mit Marcus Ericsson wieder einen heimischen Piloten in der Formel 1. Sein Vorgänger war Stefan Johansson, der eine Zeitlang für McLaren und Ferrari fuhr und immerhin zwölf Mal auf dem Podest stand, sein populärster Formel-1-Landsmann war allerdings Ronnie Peterson. Der zehnfache Grand-Prix-Sieger und zweifache Vize-Weltmeister verunglückte 1978 in Monza bei einer Startkollision tödlich - in seiner Heimat bleibt er aber unvergessen.

Marcus Ericsson

Marcus Ericsson will in die Fußstapfen von Johansson und Peterson treten Zoom

In Petersons Geburtsort Örebro ist die Formel-1-Begeisterung auch heute noch groß. Aus diesem Grund fand am Samstag in der 130.000-Einwohner-Stadt eine Formel-1-Demonstration statt, bei der Ericsson im Caterham-Boliden mit Donuts die Fans begeisterte. Dabei zeigte sich der 24-Jährige durchaus frech, als er die Peterson-Statue sah und scherzte: "Wenn ihr in 15 Jahren wiederkommt, dann werdet ihr hier meine Statue sehen."

Ericsson bedankt sich bei schwedischen Fans

Der Rookie freut sich über die Unterstützung aus seiner Heimat: "Dieses Jahr waren so viele schwedische Fans an den Rennstrecken - und so gesehen war es ein großartiges Jahr. Außerdem kommen so viele großartige Rennfahrer aus dieser Gegend - Ronnie Peterson, Stig Blomqvist und viele andere im Tourenwagensport und in anderen Klassen. Da ist es speziell, der nächste Schwede in der Formel 1 zu sein."

Aufzeigen konnte Ericsson allerdings bislang kaum, was auch auf seinen Hinterbänkler-Boliden zurückzuführen ist. "Das Debütjahr in der Formel 1 ist natürlich sehr hart", sagt er gegenüber 'Reuters', "aber es ist okay. Mein Ziel ist es, für viele Jahre in der Formel 1 zu bleiben, und daran arbeiten wir derzeit."


Ericsson bei der Formel-1-Demo in Schweden

Der Skandinavier muss sich dieses Jahr mit unterschiedlichen Teamkollegen herumschlagen - nach dem Besitzerwechsel bietet man das zweite Cockpit an, um Geld für das finanzschwache Team aufzutreiben. Dem sind allerdings Grenzen gesetzt, da nur vier Piloten pro Team in einer Saison erlaubt sind.

Wechselnde Teamkollegen lassen Ericsson kalt

Bislang wurde Kamui Kobayashi in Spa-Francorchamps durch Andre Lotterer ersetzt, in Monza kam Roberto Merhi nur zu einem Trainingseinsatz. Ericsson lässt sich durch die Unruhe nicht verrückt machen: "Wenn man im Auto sitzt und sich auf ein Rennwochenende vorbereitet, dann ist man darauf so fokussiert, dass man daran gar nicht."

Dass nun nicht mehr Airline-Boss Tony Fernandes das Sagen hat, sondern Colin Kolles, sieht Ericsson positiv: "Die neuen Eigentümer pushen wirklich hart, um das Auto weiterzuentwickeln - das war bislang wirklich positiv. Der Trend stimmt."