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Chase Carey: Haben nie 25 Rennen gefordert

25 Formel-1-Rennen pro Saison? Eine solche Forderung hat es Chase Carey zufolge nie gegeben - Er will die Fans bei bestehenden Events in den Mittelpunkt stellen

(Motorsport-Total.com) - Schon kurz nach der Liberty-Übernahme der Formel 1 geisterte eine Zahl durch die Medien, die für viele Beteiligte ein Schreckgespenst darstellte: 25. So viele Rennen soll Liberty angeblich pro Formel-1-Saison vorgeschlagen haben. Fahrer wie Lewis Hamilton und Fernando Alonso protestierten vehement gegen eine Ausweitung des Kalenders auf fast die Hälfte aller Wochenenden des Jahres. Chase Carey räumt damit auf: Einen Vorschlag oder gar eine Forderung von 25 Rennen pro Saison habe es nie gegeben.

Chase Carey

Hat hier jemand was von 25 Jahren gesagt? Chase Carey sagt: Nein! Zoom

"Wir haben das gar nicht so vorgeschlagen", stellt der Formel-1-Chef im Gespräch mit 'ServusTV' klar. "Wir haben nur über die Möglichkeit diskutiert, mehr Rennen zu machen - unter anderem ein zusätzliches Rennen in den USA in New York oder Miami. Tatsache ist, dass es im kommenden Jahr 21 Rennen geben wird. 25, 23 oder 22 Rennen - das ist bislang nicht die Realität und nicht Inhalt der Diskussion." Auch Ross Brawns Vorschlag nach einem nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Rennen ist seit Saisonbeginn nicht mehr angerührt worden.

Stattdessen will sich Liberty Media erst einmal darauf konzentrieren, das Maximum aus den gegenwärtigen Rennen zu holen. Mit dem traurigen Ferrari-Fan in Barcelona und Fernando Alonsos Bad in der Menge in Montreal hat sich bereits gezeigt, welch neuer Wind in der Formel 1 herrscht. Doch Carey geht das alles noch nicht weit genug. Die Formel 1 bietet für ihn noch viel mehr Potenzial als derzeit abgeschöpft wird.

Erst Maximum aus 21 Rennen holen

"Die 21 Veranstaltungen sollen so erfolgreich werden wie möglich. Da sollen die Fans feiern. In den Rennen soll mehr passieren. Dazu Musik, Ausstellungen oder so etwas. Wir möchten den Leuten etwas bieten. Unser Fokus liegt darauf, aus den aktuellen Rennen das Maximum zu machen." Mehr Rennen stehen also erst einmal ziemlich weit unten auf der Prioritätenliste.

Fernando Alonso

Fanfreundlichkeit ist für Liberty Media oberstes Gebot Zoom

Im Zentrum der Planungen für die Formel 1 der Zukunft steht für Carey der Fan: "Wir wollen ihn wieder in den Mittelpunkt stellen. Das ist zuletzt in unserem Sport etwas verloren gegangen. Der Fan ist enorm wichtig, egal ob auf der Tribüne vor Ort oder daheim vor dem Fernseher. Wir wollen ihm ein Erlebnis bieten, das ihn mit dem Sport und mit seinen Helden verbindet, also den Teams und den Fahrern."

Waren die Fans für Bernie Ecclestone noch das einfache zahlende Fußvolk, gilt für Liberty: Der Kunde ist König. "Der Fan ist das erste und wichtigste Element", unterstreicht der Schnauzbartträger den Paradigmenwechsel. "Der Sport ist Unterhaltung, er ist da für die Fans. Natürlich kann nicht jeder in die Startaufstellung, in die Garagen oder ins Fahrerlager. Aber wir müssen dennoch Lösungen finden, um die Fans näher heranzubringen." Ein weiterer Schritt wird beim Großen Preis von Österreich unternommen: Hier wird ein Fan die Zielflagge schwenken dürfen.

Bei Fernsehfrage zugeknöpft

Für die Zuschauer abseits der Strecken hat die Formel 1 aber zuletzt - noch als Resultat der letzten Ecclestone-Jahre - sich zumindest außerhalb des deutschsprachigen Raums weiter vom Fan entfernt. Mit der Verlagerung ins Pay-TV kommt zwar mehr Geld in die Kassen, doch es brechen immer mehr Zuschauer weg. In Frankreich brach die Zuschauerzahl von über sechs Millionen im Free-TV auf 700.000 ein, seit die Liveübertragungen nicht mehr im Free-TV zu verfolgen sind. Also auf fast ein Zehntel der ursprünglichen Zuschauerzahl.

Carey gibt nur ein halbes Versprechen in dieser Hinsicht ab: "Wir möchten generell, dass möglichst viele Zuschauer die Formel 1 sehen. Aber auch im Fußball hat sich vieles in Richtung Pay-TV entwickelt. Das ist eine Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Wir wollen auf allen Plattformen sein: Free-TV, Pay-TV, digitale Plattformen. Wir müssen Möglichkeiten finden, die vielleicht anders sind als in der Vergangenheit." Liberty hat bereits einen Internet-Livestream ins Gespräch gebracht.

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